Glücklichmacher Nummer eins
Vorfreude
Wie wir mit der Kraft der positiven Erwartung unsere gute Laune wecken können
Entscheidung
„Ich will jeden Tag dafür sorgen,
dass ich mich auf etwas freuen kann.“
Als Single und angesichts fehlender geeigneter Partner in ihrer Stadt beschwerte sich Sarah über ihre eintönigen und einsamen Abende: „Ich wünsche mir einfach nur jemanden, mit dem ich etwas unternehmen kann“, sagte sie in einer Coaching-Einheit. „Ist das denn zu viel verlangt?“
Tja, vielleicht nicht. Sie ist klug und attraktiv und man sollte annehmen, sie hätte kein Problem, sich mit jemandem zu verabreden. Wahrscheinlich stellen sich diese Frage die meisten Frauen in ihrer Situation. Aber ich stellte Sarah eine noch viel wichtigere Frage: „Du kannst warten, bis jemand auftaucht, der dir einen Anlass bietet, Spannendes und Interessantes zu unternehmen,“ sagte ich, „aber warum tust du nicht genau das, auch ohne dass du so jemanden hast?“
„Weil ich nicht gern allein irgendwohin fahre“, erklärte sie.
„Na, dann fahr nicht allein. Frag eine Freundin, ob sie mitkommt“, sagte ich.
Sarah zögerte. So simpel mein Vorschlag war, für Sarah klang er trotzdem neu und ungewohnt. Normalerweise wartete sie, bis Freundinnen sie einluden, etwas gemeinsam zu unternehmen. Sie nahm sich nie von sich aus etwas vor und fragte andere, ob sie mitmachen wollten. Kein Wunder, dass sie sich langweilte! Sie lebte nie ihre eigenen Vorstellungen – was auch immer sie tat, war die Idee von anderen. Bei allen Ereignissen, die Freunde oder Kollegen planten und zu denen sie eingeladen wurde, machte sie mit – angefangen bei Arbeitsprojekten bis hin zu ersten Geburtstagen. Aber wo auch immer sie hinging – es war nie ihre eigene Idee.
Ich ermutigte Sarah, sich für die kommende Woche bewusst etwas Schönes vorzunehmen. Sie nahm die Herausforderung begeistert an und stellte fest, dass sie tatsächlich zu unflexibel gewesen war, sich einfach Dinge vorzunehmen, auf die sie sich freuen konnte. In der Woche traf sich eine Gruppe, der sie sich ohnehin schon lange anschließen wollte, in einem Restaurant in der Nähe und Sarah lud eine Kollegin ein, sie dorthin zu begleiten. Und dann ging alles ganz schnell: Sarah lernte an diesem Abend jemanden kennen und innerhalb weniger Wochen befand sie sich in einer Beziehung.
Das heißt nun nicht, dass, wer mal etwas unternimmt, gleich die Liebe seines Lebens findet. Aber eines bedeutet es schon: Wenn wir unser Leben in die Hand nehmen und dafür sorgen, dass wir uns auf etwas freuen können, wenn wir Ereignisse planen, denen wir gern entgegenblicken, werden wir überrascht sein, wie viele wünschenswerte Veränderungen das bewirken kann.
Sarah fing an, Vorfreude bewusst einzuplanen: Sie lud Freunde zum Abe