1. Kapitel
Jetzt, da Ben tot ist, gibt es niemanden mehr, der all meine Fragen beantworten könnte. Diese traurige Tatsache wird mir jedes Mal von Neuem bewusst, wenn ich mich frage, was ich nun tun soll. Sein braunes Gewand hätte ebenso gut aus reinem Mysterium gewoben sein können; er trug es und ließ auf dem Todesstern nichts weiter von sich zurück. Ich weiß, dass Han nicht viel von der Macht hält, doch wenn der Körper eines Mannes beim bloßen Kontakt mit einem Lichtschwert einfach verschwindet, geht das weit über »simple Tricks und Unsinn« hinaus.
Und ich weiß, dass die Macht existiert. Ich habe sie gespürt.
Um genau zu sein, tue ich das noch immer, aber das Gefühl ist so ähnlich, als wüsste man, dass etwas im Sand vergraben ist, während man mit dem Speeder darüber hinwegbraust. Man sieht Wellen an der Oberfläche, Hinweise darauf, dass sich darunter irgendwas bewegt – vielleicht etwas Kleines, vielleicht etwas Riesiges –, das außerhalb deines Blickfelds ein vollkommen anderes Dasein führt. Und obwohl es ungefährlich und lohnend sein kann nachzusehen, was sich da unter der Oberfläche tummelt, besteht ebenso die Möglichkeit, dass es das Letzte ist, was man im Leben tut. Ich brauche jemanden, der mir sagt, wann ich im Sand graben soll und wann besser nicht.
Während der Schlacht von Yavin glaubte ich einige Male, Bens Stimme zu hören, doch jetzt bin ich mir nicht sicher, ob das tatsächlich der Fall war. Vielleicht habe ich mir das auch bloß eingebildet; vielleicht hat mein Unterbewusstsein zu mir gesprochen – mein Wunschdenken. Seitdem ist Ben stumm geblieben, und ich habe nicht das Gefühl, als könnte ich mit sonst jemandem über die Macht sprechen. Gegenwärtig ist mein engster Vertrauter ein blauweißer Astromech-Droide.
Han und Chewie sind unterwegs und versuchen, genügend Credits zu verdienen, um ihre Schulden bei Jabba dem Hutten zu begleichen. Sie haben das ganze Geld, das sie als Lohn für ihren Einsatz in der Schlacht von Yavin bekamen, längst wieder verspielt, und jetzt sind sie wieder genauso pleite und verzweifelt wie zuvor. Die Galaxis sollte sich also in Acht nehmen.
Leia hat sich zusammen mit den Anführern der Allianz-Flotte in den Sujimis-Sektor zurückgezogen, wo sie sich bei einem Eisplaneten versteckt halten, für den sich seit den Klonkriegen niemand mehr interessiert hat. Allerdings würde sie vermutlich ebenso ungern von meinen Sorgen hören, wie ich sie ihr erzählen möchte. Sie hat wesentlich wichtigere Dinge zu tun, als ihre Zeit damit zu vergeuden, mir meine Verunsicherung auszureden. Dreipeo ist bei ihr und fühlt sich für seine Vorhersagen drohenden Unhei