: Diana Gabaldon
: Outlander - Die geliehene Zeit Roman
: Verlagsgruppe Droemer Knaur
: 9783426435380
: Die Outlander-Saga
: 1
: CHF 14.00
:
: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 1232
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Dramatis h und hochspannend: In Band 2 von Diana Gabaldons Highland-Saga kehrt Claire Randall mit ihrer Tochter Brianna zum magischen Steinkreis zurück Die schottischen Highlands 1968: Zwanzig Jahre ist es her, dass Claire Randall durch einen magischen Steinkreis ins Jahr 1743 gereist ist. Zwar hat sie dort in Jamie Fraser die Liebe ihres Lebens gefunden, doch schließlich musste sie ins 20. Jahrhundert zurückkehren - zu ihrer eigenen Sicherheit und der ihrer Tochter Brianna. Doch nun ist für Claire die Zeit gekommen, noch einmal in die Highlands zu reisen, denn Brianna soll endlich die Wahrheit erfahren: über den magischen Steinkreis, Claires Zeitreise und ihre große Liebe Jamie Fraser. Außerdem hofft Claire, die Antwort auf die eine Frage zu finden, die sie seit über 20 Jahren quält: Konnte Jamie die schreckliche Schlacht von Culloden überleben? Mit ihrer Outlander-Serie hat Bestseller-Autorin Diana Gabaldon ein Universum erschaffen, das die Leser von exzellent recherchierten historischen Romanen und von großen Liebesgeschichten gleichermaßen begeistert. Alle Bände der 'Outlander'-Reihe von Diana Gabaldon: - »Outlander« - »Outlander - Die geliehene Zeit« - »Outlander - Ferne Ufer« - »Outlander - Der Ruf der Trommel« - »Outlander - Das flammende Kreuz« - »Outlander - Ein Hauch von Schnee und Asche« - »Outlander - Echo der Hoffnung« - »Outlander - Ein Schatten von Verrat und Liebe«

Diana Gabaldon, geboren 1952 in Arizona, war Professorin der Meeresbiologie, als sie zu schreiben begann. Mit »Feuer und Stein« begründete sie die international gefeierte und millionenfach verkaufte Highland-Saga 'Outlander'. Diana Gabaldon ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Kapitel 2

Die Spannung steigt


Am nächsten Morgen verließ Roger Culloden House mit zwölf Seiten voller Notizen und einem Gefühl zunehmender Verblüffung. Was ihm eigentlich wie ein absolut geradliniges historisches Rechercheprojekt erschienen war, legte jetzt einige wirklich seltsame Wendungen an den Tag.

Er hatte nur drei der Namen von Claire Randalls Zettel auf den Listen der Gefallenen von Culloden gefunden. Das war an und für sich noch nicht bemerkenswert. Charles Stuarts Armee hatte im Grunde keine lückenlose Musterrolle geführt, da sich der ein oder andere Clanführer anscheinend aus einer Laune heraus entschlossen hatte, sich dem Bonnie Prince anzuschließen, und andere aus noch weniger nachvollziehbaren Gründen wieder auf Distanz gegangen waren, ehe die Namen ihrer Männer auf irgendeinem offiziellen Dokument festgehalten werden konnten. Die Buchführung der Highlandarmee, die schon zu ihren besten Zeiten chaotisch gewesen war, hatte sich gegen Ende so gut wie vollständig in Luft aufgelöst; es hatte schließlich wenig Sinn, eine Soldliste zu führen, wenn man nichts hatte, womit man die Männer bezahlen konnte, die daraufstanden.

Vorsichtig klappte er seine langen Beine ein, duckte sich mechanisch, um sich nicht den Kopf zu stoßen, und schob sich in seinen betagten Morris. Er zog den Ordner unter seinem Arm hervor, öffnete ihn und betrachtete stirnrunzelnd das, was er abgeschrieben hatte. Das Merkwürdige daran war, dass die Männer auf Claires Liste fast alle auf einer anderen Armeeliste aufgetauchtwaren.

Es war durchaus möglich, dass die Männer eines Clanregiments desertiert waren, als sich das Ausmaß der nahenden Katastrophe abzeichnete; das wäre nichts Ungewöhnliches gewesen. Nein, was das Ganze so unverständlich machte, war die Tatsache, dass die Namen auf Claires Liste – vollzählig – als Teil des Regiments des jungen Lovat auftauchten, das kurz vor dem Ende des Feldzugs aufgestellt worden war, um ein Versprechen einzulösen, das Simon Fraser, Lord Lovat, den Stuarts gegeben hatte.

Doch Claire hatte definitiv gesagt – und ein Blick auf ihre Originalpapiere bestätigte das –, dass diese Männer alle von einem kleinen Anwesen namens Broch Tuarach gekommen waren, tief im Südwesten des Fraser-Territoriums, eigentlich sogar an der Grenze zu den MacKenzies. Mehr noch, sie hatte gesagt, diese Männer hätten schon seit der Schlacht von Prestonpans zur Highlandarmee gehört, und diese hatte kurz nach dem Beginn des Feldzugs stattgefunden.

Roger schüttelte den Kopf. Das ergab alles keinen Sinn. Natürlich war es möglich, dass sich Claire in Bezug auf die zeitliche Abfolge irrte – sie hatte ja selbst gesagt, dass sie keine Historikerin war. Aber doch sicher nicht in Bezug auf den Ort? Und wie war es möglich, dass Simon Fraser über Männer aus Broch Tuarach verfügte, die dem Oberhaupt des Fraser-Clans keinen Treueeid geschworen hatten? Sicher, Lord Lovat war mit gutem Grund als »der Alte Fuchs« bekannt gewesen, doch Roger bezweifelte, dass selbst der berüchtigte alte Graf mit so etwas durchgekommen wäre.

Stirnrunzelnd ließ Roger den Wagen an und fuhr vom Parkplatz. Die Archive des Culloden House waren deprimierend unvollständig und bestanden zum Großteil aus einem Haufen pittoresker Briefe, in denen sich Lord George Murray über Versorgungsprobleme beklagte, und aus Gegenständen, die sich gut in den Museumsvitrinen für die Touristen machten. Er brauchte einiges mehr als das.

»Langsam, Sportsfreund«, rief er sich zur Ordnung und blinzelte beim Abbiegen in den Rückspiegel. »Du sollst doch herausfinden, was aus den Männern geworden ist, die nicht in Cullode