: Michael Reaves
: Star Wars: Straße der Schatten - Coruscant Nights 2
: Panini
: 9783833231247
: 1
: CHF 8.90
:
: Science Fiction, Fantasy
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Jax Pavan ist einer der wenigen Jedi, die Imperator Palpatines folgenschwere Order 66 überlebt haben. Weit unten in den ewig düsteren Abgründen des Stadtplaneten Corsuscant verdingt sich Pavan nun als Privatdetektiv. Bei der Untersuchung eines heimtückischen Mordes an einem Künstler geraten Jax und seine Helfer in tödliche Gefahr und werden zu allem Überfluss von einer Attentäterin Darth Vaders gejagt: Aurra Sing!

1. Kapitel

„Wir können wohl davon ausgehen“, sagte der Droide, „dass wir in eine Falle gelockt wurden.“

Wie um seine Worte zu unterstreichen, prasselte von der anderen Seite des Raumes ein Hagel aus Blasterfeuer auf den gewaltigen Hyperkondensator ein, hinter dem die fünfköpfige Gruppe sich versteckt hatte. Fürs Erste waren sie hier geschützt, das wusste Jax, aber wenn die Schüsse sich weiter in die Einheit brannten, würde das Gehäuse früher oder später überhitzen, und das wiederum würde das ultragekühlte Tibanna-Kondensat in seinem Inneren destabilisieren. Sollte das geschehen, so hatte I-Fünf soeben einen Explosivfaktor von 7,5 berechnet, was ausreichen würde, das gesamte Gebäude und einen nicht unbeträchtlichen Teil der umliegenden Stadtlandschaft in Staub und Asche zu verwandeln.

„Das ist aber nur eine grobe Schätzung“, schob der Droide nun nach. „Es gibt zu viele Variablen, als dass ich eine genauere …“

„Sieben Komma fünf reicht mir vollkommen“, versicherte ihm Jax. „Den?“

„Ich kann damit leben“, stimmte der kleine Sullustaner zu, der neben I-Fünf kniete und den Kopf tief zwischen die Schultern gezogen hatte. „Du hast jedenfalls nicht verlernt, wie man Leute motiviert“, fügte er, an den Droiden gewandt, hinzu.

„Redet weniger und schießt mehr“, schnappte Laranth. Die Twi’lek, eine Jedi-Paladin, kauerte an der anderen Ecke des Kondensators, in jeder Hand einen Blaster. „Ich schlage vor, wir verschwinden –jetzt sofort.“

An ihrer Logik gab es nichts auszusetzen. Je länger sie sich hier festnageln ließen, desto geringer wurden ihre Überlebenschancen, ebenso wie die ihres Kunden – ganz zu schweigen von den vielen Hunderttausend Wesen, die sterben würden, falls I-Fünfs 7,5-Szenario in unmittelbarer Zukunft Realität werden wollte. Nicht, dass Jax daran zweifelte. Der Droide hatte die enervierende Eigenschaft, mit so ziemlich allem, was er sagte, richtigzuliegen.

„Also gut“, rief er. „Laranth, du übernimmst die rechte Seite. I-Fünf, du kümmerst dich um die linke Seite. Auf mein Signal …“

„He, was ist mit mir?“, fragte Den.

„Du bleibst mit dem Untersekretär hier.“ Pavan warf einen kurzen Blick auf die korpulente, am ganzen Leib zitternde Gestalt, die neben dem Sullustaner kauerte. Bevor das Imperium die Macht an sich gerissen hatte, war Varesk Bura’lya ein Regierungsbeamter im mittleren Dienst gewesen, der in der bothanischen Botschaft auf Coruscant arbeit