: Martin Olden
: Vergiftetes Land Steiners siebter Fall
: mainebook Verlag
: 9783944124605
: Steiner-Krimi
: 1
: CHF 4.50
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 150
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Privatdetektiv Bernd Steiner besucht das Dorf, in dem er aufgewachsen ist, als ein Mitglied des einflussreichen Jacobsen-Clans ermordet wird. Die Familie lehnt es ab, die Polizei zu informieren und verlangt stattdessen, dass Steiner den Fall aufklärt. Einen Verdächtigen haben die Jacobsens schon zur Hand. Tolga Kurtoglu, Besitzer eines türkischen Restaurants. Doch Steiner hegt Zweifel an der Schuld des tief religiösen Mannes. In seinem siebten Fall ermittelt Steiner, Ex-Kommissar im Rollstuhl, zwischen Bio-Schwindlern und Islam-Hassern. Bei seinen Ermittlungen deckt er Geheimnisse auf, die auch sein eigenes Leben verändern ... In der Krimi-Reihe mit Kommissar Steiner sind bisher im mainbook Verlag erschienen: 1. Band: 'Gekreuzigt'. 2. Band 'Der 7. Patient'. 3.Band 'Wo bist du?'. 4. Band 'Böses Netz'. 5. Band 'Mord am Mikro'. Band 6 'Die Rückkehr des Rippers'.

Martin Olden ist das Pseudonym des Journalisten und Kinderbuchautors Marc Rybicki. Er wurde 1975 in Frankfurt am Main geboren und studierte Philosophie und Amerikanistik an der Goethe-Universität. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Rybicki als Filmkritiker für das Feuilleton der 'Frankfurter Neuen Presse'. Ebenso ist er als Werbe- und Hörbuchsprecher tätig. Im Jahr 2013 veröffentlichte er zudem seinen ersten Thriller 'Frankfurt Ripper'. Weitere Titel von Marc Rybicki sind die Kinderbücher 'Mach mich ganz', 'Wer hat den Wald gebaut?', 'Wo ist der Tannenbaum?' und 'Graue Pfote, Schwarze Feder'.

3


Lars klopfte auf die breite Schulter seines Gastes, der vor dem Schreibtisch saß und eine Zigarette rauchte. „Erik! Welche Freude dich wiederzusehen, großer Bruder! Hast du Mama schon Hallo gesagt?“

„Wir haben telefoniert. Sie hat mir versprochen, mein Lieblingsessen zu kochen.“

„Sauerbraten mit Klößen, was? Fein. Dann erwartet uns ein schönes Familienessen heute Abend.“ Lars lächelte noch immer, während er in seinem Ledersessel Platz nahm. „Was kann ich für dich tun? Nein, sag nichts. Ich kann mir denken, weshalb du hier bist.“

„Wirklich?“ Erik Jacobsen bedachte seinen Bruder mit einem spöttischen Blick. „Da bin ich aber gespannt.“

„Im Grunde habe ich dich viel früher erwartet. Immerhin ist Vater bereits seit einer Woche tot. Was hat dich denn aufgehalten? War es wieder das Spielcasino? Oder irgendeine billige Prostituierte?“

Amüsiert strich Erik über seine von Aknenarben zerfurchten und wettergegerbten Wangen. „Donnerwetter! Deine hohe Meinung von mir hat sich nicht geändert.“

„Du hast in den vergangenen dreißig Jahren auch alles getan, um dir deinen Ruf redlich zu verdienen, werter Bruder.“ Lars verschränkte die Hände auf der Tischplatte. Seine kalten, blauen Augen hafteten auf Erik. Das Dauerlächeln machte einem unnachgiebigen Ausdruck Platz. „Vater hat dich enterbt. Und ich sehe keinen Grund, seinen Willen zu ändern. Von mir bek