: Nina Gregor
: Fürsten-Roman 2466 Worte der Liebe
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732509751
: Fürsten-Roman
: 1
: CHF 1.80
:
: Erzählende Literatur
: German
: 64
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Als Nella von Farell nach Hause kommt, kann sie es nicht glauben: Da liegt schon wieder eine einzelne rote Rose auf ihrer Fußmatte. Seit einer Woche geht das nun schon so, und die hübsche Gräfin hat keine Ahnung, wer der edle Absender ist.

Nella geht eilig die letzten Stufen zu ihrer Wohnung nach oben, als sie plötzlich überrascht innehält. Dieses Mal liegt neben der Rose ein blütenweißer Briefumschlag. Mit klopfendem Herzen öffnet die Gräfin den Umschlag, zieht einen handgeschriebenen Brief hervor - und liest die schönsten Zeilen, die jemals an sie gerichtet wurden ... Aber eine Unterschrift fehlt!

Wer ist nur der geheimnisvolle Unbekannte?, überlegt Nella mit tausend Schmetterlingen im Bauch. Und weil sie es nicht mehr aushält, macht sie sich schließlich auf die Suche nach ihrem Traumprinzen ...

»So ein Tag …«, stimmte Lucie Dormbach an und wedelte auffordernd mit den Armen, damit die anderen in ihren Gesang einfielen.

Das war völlig unnötig, denn die acht jungen Frauen hätten auch ohne ihre Animation direkt mitgesungen.

Es ging hoch her an diesem Freitagabend in dem schicken Nachtclub, in dem gleich zwei größere Gesellschaften einen feucht-fröhlichen Junggesellenabschied feierten.

Die künftige Braut, Amanda von Löwenstein, hatte den Raum bereits vor Monaten für diesen Abend gemietet. Und natürlich hatte keine ihrer engsten Freundinnen es sich nehmen lassen, die letzten Stunden in Freiheit mit ihr zu feiern.

Alle hatten sich seit Wochen auf die Fete gefreut. Jetzt floss der Champagner in Strömen, und das exzellente kalte Büfett, das in einem Nebenraum aufgebaut worden war, war längst geplündert. Nun schien es nur noch darum zu gehen, mit der Gruppe junger Männer am Nachbartisch darum zu wetteifern, den Spaß auf den Gipfel zu treiben.

Auch Nella von Farell hatte diesem Abend als einem der Höhepunkte der Hochzeitsfeierlichkeiten entgegengefiebert. Sie war bereits seit mehr als zwanzig Jahren mit der künftigen Ehefrau befreundet. Mit ihr zusammen hatte sie im Sandkasten Kuchen gebacken, den ersten Schultag mit prall gefüllten Schultüten hinter sich gebracht und die folgenden Schuljahre bis zum Abitur mal schlecht, mal recht überstanden.

Erste Teenie-Schwärmereien hatten Nella und Amanda noch enger zusammengeschweißt, wenn das überhaupt möglich war. Gemeinsam hatten sie sich über die eher bescheidenen Versuche der jungen Männer in der Tanzschule amüsiert, sich an der Uni Tübingen eingeschrieben, um Jura zu studieren, und in einer vierköpfigen Mädchen-WG so manche Nacht durchgefeiert oder durchdiskutiert.

Männer hatten in der Mädchenclique keinen Platz gehabt – darum war Nella auch erst einmal aus allen Wolken gefallen, als Amanda ihnen einen fröhlichen, hoch aufgeschossenen, rothaarigen Burschen mit tausend Sommersprossen im Gesicht vorgestellt hatte.

»Mädels, das ist Jasper, der Mann, mit dem ich gemeinsam alt werden will!«, hatte sie gesagt.

Während Nella weiterhin entschlossen an ihrer Karriere als Anwältin arbeitete, schwebte Amanda mit Jasper im siebten Himmel der Liebe. Schon nach wenigen Wochen hatten die beiden sich verlobt und wollten mit der Hochzeit ebenfalls nicht lange warten.

»Aber du kennst ihn doch kaum«, hatte Nella fast ein wenig hilflos argument