: Sandra Heyden
: Fürsten-Roman 2465 Doch eine Prinzessin öffnete ihm die Augen
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732509744
: Fürsten-Roman
: 1
: CHF 1.80
:
: Erzählende Literatur
: German
: 64
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Ariane Prinzessin von Lentwiek kann ihr Glück kaum fassen, als sie nach all den Jahren ihrer Jugendliebe Dr. Henner Witt wieder gegenübersteht. Doch der attraktive Lehrer hat nur Augen für die bildhübsche Lana van Hoorn, und Ariane glaubt, dass sie mit der atemberaubenden Schönheit und dem unfassbaren Reichtum des Supermodels nicht mithalten kann. Als Lana und Henner schließlich ihre Verlobung verkünden, scheint Arianes Liebe für immer verloren zu sein. Einige Tage später erfährt die Prinzessin jedoch, dass Lanas geplante Hochzeit mit Henner nur ein Mittel zum Zweck ist, dem Supermodel geht es dabei einzig und allein um perfide Rachepläne! Wie schrecklich, denkt die zartfühlende Ariane bedrückt, denn sie weiß, wie sehr Henner die schöne Lana liebt. Angestrengt überlegt die Prinzessin, wie sie dem Lehrer helfen kann, denn eins ist sicher: Sie wird nicht dabei zusehen, wie der Mann, den sie liebt, in sein Unglück läuft ...

Ariane liebte das lauschige Plätzchen auf der Terrasse von Schloss Louisenhain. Jetzt, Anfang März, war es zwar noch recht kühl, doch eine wärmende Strickjacke schützte ihren schlanken Körper vor dem frischen Wind, und eine strahlende Sonne stand am blauen Himmel.

Ariane seufzte voller Zufriedenheit und genoss den Ausblick über den Rhein, den dieser klare Vormittag ihr bot.

Louisenhain lag auf der rechten Rheinseite in der Nähe von Koblenz. Auf der anderen Seite des Rheins ragte an einem Hang, inmitten von Weinbergen, Burg Erlenhöhe auf. Sie war der Stammsitz derer von Lentwiek und wurde von Arianes Bruder, Alexander Fürst von Lentwiek, bewohnt.

Ariane zog die Jacke fester um sich und lehnte sich wohlig zurück. Sie schrak jedoch sofort wieder auf, als sie langsame, zögernde Schritte vernahm.

»Alexander!« Ariane erhob sich rasch, als sie ihren hochgewachsenen Bruder erkannte. Alexander Fürst von Lentwiek war eine hünenhafte, sympathische Erscheinung von vierzig Jahren. Ariane, die selbst nicht gerade klein war, musste sich auf die Zehenspitzen stellen, um ihn mit einem erfreuten Kuss zu begrüßen. »Wie bezaubernd von dir, mich an einem Sonntagvormittag zu besuchen. Ist heute nicht das Treffen der Winzergemeinschaft?«

Der Fürst schüttelte den Kopf. »Nur Stammtisch«, gab er verhalten zurück.

Seine Schwester bot ihm einen Platz an und deutete auf die Isolierkanne, die auf dem schmiedeeisernen Gartentisch stand.

»Darf ich dir Kaffee anbieten?« Als er dies bejahte, schob sie ihm ihre noch unbenutzte Tasse zu und schenkte ihm ein.

Der Fürst ergriff die Tasse, als müsse er sich an ihr festhalten. Es schien, als wollte er einen unangenehmen Augenblick hinauszögern.

Ariane bemerkte es wohl und wunderte sich ein wenig.

»Vielen Dank im Übrigen, dass du mir eines deiner Hausmädchen überlassen hast, damit es mir beim Frühjahrsputz hilft«, erklärte sie freundlich.

Ihr Bruder verzog sein markantes Gesicht kurz zu einer Grimasse.

»Du ziehst es ja vor, hier allein zu leben und nur ab und an Hauspersonal zu beschäftigen.« Sein Ton machte deutlich, dass ihm die Tatsache, dass sie allein in dem schmucken Schloss wohnte, nicht sehr gefiel. Es wäre ihm viel lieber gewesen, wenn seine um zehn Jahre jüngere Schwester ihm auf Burg Erlenhöhe Gesellschaft geleistet hätte.

Doch Ariane war immer sehr selbstbestimmt gewesen, und Louisenhain war seit jeher ihr Traum. Nach dem Tod der Eltern im letzten Jahr hatte sie nicht gezöger