OBERES BEYOĞLU
Trendmeile zum Schauen und Genießen
Auf der İstiklal Caddesi, in Höhe des Schwedischen Generalkonsulats, beginnt unser Oberes Beyoğlu. Die İstiklal Caddesi präsentiert sich bis zum Taksim-Platz als Shopping-Meile mit Läden dicht an dicht. Scheinbar endlose Ströme von Schau- und Kauflustigen flanieren an Geschäften vorbei, wie man sie auf der ganzen Welt findet, aber auch an Läden türkischer Labels. Schuh-Fans finden von Sneakers bis zu gewagtesten High Heels alles, was trendig ist. Dazwischen Süßigkeiten- und Coffeeshops, Hotels, Fastfood-Lokale und Buchhandlungen.
Der angestaubte Charme grandioser Fassaden lässt den Glanz des alten Beyoğlu erahnen. Pompöse Eisentore sichern die Residenzen verschiedener Konsulate. Die Schule Galatasaray Lisesi (einer der bekanntesten Fußballclubs Istanbuls wurde hier gegründet und nach dem Lyzeum benannt) passiert man auf dem Weg vom Tünel zum Taksim-Platz schon nach kurzer Strecke. Der kleine Platz vor dem prächtigen Schultor wird häufig als Bühne für Ein-Mann / Frau-Shows oder für Protestversammlungen genutzt. Spielzeugverkäufer, Musikgrüppchen und die vom Tünel- bis zum Taksim-Platz rumpelnde Nostalgie-Tram tragen mit zum bunten İstiklal-Zirkus bei.
DAS MUSEUM DER UNSCHULD
Wer durch das Viertel rechts der İstiklal Caddesi in Richtung Tophane und Cihangir streift, stößt bald auf das Museum der Unschuld des Schriftstellers Orhan Pamuk. Die Ausstellung lässt sich als Erweiterung von Pamuks gleichnamigem Roman erkunden: In dem roten, holzverkleideten Haus sind unzählige Alltagsgegenstände der bürgerlichen Istanbuler Gesellschaft aus den 1970er-Jahren ausgestellt. Fans des Romans werden viele Objekte wiedererkennen, doch auch für Uneingeweihte lohnt sich ein Besuch des kleinen Museums.
Masumiyet Müzesi Çukurcuma Caddesi / Dalgıç Çıkmazı
www.masumiyetmuzesi.org
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 21 Uhr geöffnet
IM LABYRINTH DER SEITENSTRASSEN
Biegt man rechts in die Seitenstraßen der İstiklal Caddesi, landet man im Viertel Cihangir mit Kirchen, Moscheen, Brunnen und junger Kultur: Frühstücks-Cafés, Souvenirstände, Boutiquen, Buchhandlungen, Galerien und Antiquitätenläden. Die besten Aussichtsplätze haben die Katzen. Sie lagern auf Bücherstapeln, in Fensternischen und auf Autodächern.
MEZE OHNE ENDE
Das Zentrum der Meyhane, in denen Rakı mit Meze serviert wird, sind seit Generationen die berühmte Çiçek Pasajı (Blumen-Arkade), der Balık Pazarı (Fischmarkt), die Nevizade Caddesi und der Asmalı-Mescid-Bereich. Bis in die späte Nacht finden sich hier Besucher aus Istanbul und der ganzen Welt zu geselligen Treffen ein. Kleine Läden, Bäckereien, die Lebensmittelhandlung »Şütte», die seit jeher auch deutsche Lebensmittel anbietet, Friseursalons und Schneidereien zeigen, dass hier auch das ganz normale Leben der Bewohner stattfindet.
EIN MUSS FÜR JAZZFREUNDE
Eine der interessantesten Adressen ist das »Babylon«, Bar und Kulturzentrum zugleich. Hier finden Konzerte statt, und hier richtet Istanbul sein jährliches Jazz-Festival aus. Die Zeitschrift »DownBeat« zählt das Babylon zu den besten Jazz-Lokalen der Welt.
Babylon, Asmalımescit, Şehbender Sok. 3
www.babylon.com.tr / tr / mekan / babylon-asmalimescit
Dienstag bis Samstag von 21.30 bis 4 Uhr geöffnet
DESIGNER-SHOPS UND KLEINE LÄDEN
Vom Taksim-Platz oder dem angrenzenden Gezi-Park lohnt sich ein Abstecher in die vornehmen Viertel Nişantaşı und Teșvikiye. Hier shoppt es sich ganz international. Fast alle großen Fashion-Designer sind vertreten, aber auch türkische Labels mit gehobenem Sortiment, wie Vakko oder Mudo. In den Seitenstraßen finden sich Patisserien nach französischem Vorbild und ein hübscher Laden mit einem Sortiment rund