: Lore von Holten
: Silvia-Duett - Folge 03 Verschenke deine Jugend nicht/Er küsste sie im Zauberschloss
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732508679
: Silvia-Duett
: 1
: CHF 1.80
:
: Erzählende Literatur
: German
: 128
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Zwei Romane voller Herz und rührender Liebe, voller Leid und jubelndem Glück in einem Band:

Verschenke deine Jugend nicht.

Menschens hicksale rühren ans Herz, wenn man den ersten Roman liest. Da gibt es ein schreckliches Unglück, bei dem eine junge Frau ihr Leben lassen muss. Ein winziges Kind bleibt einsam zurück. Dr. Anne Dallmann, schöne, junge Ärztin, steht vor großen Problemen. Sie kann nicht ahnen, dass dieses tragische Geschehen ihren Schicksalsweg in gänzlich neue Bahnen lenkt. Doch noch weiß sie nicht, was sie am Ende erwartet: neues Leid - oder strahlendes Liebesglück -

Er küsste sie im Zauberschloss.

V ller Zauber und ergreifender Stimmung ist der zweite Roman dieses Bandes, in dessen Mittelpunkt zwei Freundinnen stehen, Birgit und Arlene. Weil Birgit einen Mann heiraten soll, den sie nicht liebt, fliehen die jungen Frauen heimlich auf ein verwunschen scheinendes Schloss. Und dort geschehen seltsame, geheimnisvolle Dinge. Lassen Sie sich hinführen in das Zauberschloss!

Die beiden Mädchen zuckten zusammen, als draußen jemand an die Tür donnerte.

»Birgit! Wie lange sollen wir noch auf dich warten?«

»Das ist Robert!«, flüsterte eines der beiden Mädchen. Die elegant geschwungenen dunklen Augenbrauen schoben sich missbilligend zusammen.

»Dein Bruder soll sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern«, erwiderte das andere Mädchen unwillig.

»He, ihr beiden!«, machte sich der Mann vor der Tür erneut bemerkbar. »Wird’s bald?«

Birgit wollte etwas erwidern, doch das andere Mädchen legte ihr rasch die Hand auf den Mund.

»Wir kommen sofort!«, rief Arlene. »Nur noch einen Moment!«

»Vater wird euch gleich persönlich abholen! Er hält eure Trödelei für eine Ungezogenheit ersten Ranges!« Ein letzter Schlag dröhnte gegen die Tür, dann hörten die Mädchen, wie sich die Schritte des Mannes entfernten.

Birgit atmete auf und blickte die Freundin traurig an.

»Da siehst du wieder einmal, wie schrecklich Robert zu mir ist!«, klagte sie. »Gewöhnlich tut er furchtbar scheinheilig, aber wenn ihm etwas nicht in den Kram passt, dann wird er direkt beleidigend.«

Das andere Mädchen fuhr sich mit beiden Händen durch das schimmernde Blondhaar, dessen Fülle bis auf die Schultern hing.

»Er kommt sich eben furchtbar erwachsen vor«, erwiderte Arlene. »Mit seinen einunddreißig Jahren bildet er sich eine ganze Menge ein. Gestern wollte er mir einen Vortrag über Botanik halten. Ich musste mich sehr zusammennehmen, um ihn nicht auszulachen. Er hat nämlich den größten Unsinn zusammengeredet.«

Birgit seufzte gedankenverloren. »Ich habe manchmal den Eindruck, als mache es Robert nichts aus, selbst Vater und Mutter zu bevormunden. Ich denke mit Schrecken daran, dass Robert hier auf Ottersheim einmal Herr wird. Stell dir vor, Vater und Mutter sind eines Tages nicht mehr, Robert heiratet, und dann kann ihm niemand mehr in seine Sachen dreinreden.«

»Und was erschreckt dich dabei?«, wollte Arlene wissen.

»Hast du dir noch nicht überlegt, was dann aus mir werden soll?«

Arlene lachte. »Lieber Himmel, Birgit, du machst dir vielleicht Sorgen! Erstens leben dein Vater und deine Mutter noch, und beide sehen sehr fit und gesund aus. Zweitens hat dein Bruder noch gar kein Mädchen, das er zur Frau nehmen will, und drittens verlangt doch kein Mensch von dir, dass du zeit dein