: Cornelia Edding, Gisela Clausen
: Führungsfrauen - Wie man sie findet und wie man sie bindet Band 1: Führung - Frauen und ihre Chefs
: Verlag Bertelsmann Stiftung
: 9783867936279
: 1
: CHF 6.20
:
: Betriebswirtschaft, Unternehmen
: German
: 84
: kein Kopierschutz/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF/ePUB
Wie kann es gelingen, die Führungsetagen in deutschen Unternehmen vielfältiger zu gestalten - mit Männern wie auch mit Frauen? Die Zahlen diverser Studien, die Jahr für Jahr veröffentlicht werden, geben keine Antwort auf dieses 'Wie?'. Sie zeigen aber, dass es ein langer, schwieriger Weg ist. Das war den Autorinnen nicht genug: Auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und ergänzt mit Praxiserfahrungen, geben sie in diesem Buch vielseitige Hinweise, welche Maßnahmen auf dem Weg zur gewünschten Vielfalt zum Erfolg führen. In dem 5-bändigen Werk werden die fünf Themenschwerpunkte praxisnah beleuchtet: Band 1: Führung - Frauen und ihre Chefs Band 2: Das Unternehmen - Schrittmacher der Veränderung Band 3: Personalmanagement - Die Hüter der Verfahren Band 4: Karriere und Privatleben - Es muss im Leben mehr als alles geben Band 5: Was wünschen sich Frauen von ihrer Arbeit? - Eine Literaturrecherche Führung - Frauen und ihre Chefs In Band 1 können Sie lesen, welche Rolle Führungskräfte, Unternehmenschefs wie auch direkte Vorgesetzte für die Karriere von Frauen spielen. Natürlich müssen Frauen ihren Aufstieg wollen und aktiv betreiben. Erfahren Sie außerdem, warum Vielfalt ein wichtiges Thema ist, um die Leistungsfähigkeit und Reputation eines Unternehmens auch in Zukunft zu sichern.

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„Die Frauen wollen ja nicht …“


„Die Frauen wollen ja nicht“ – diesen Einwand hört man immer wieder in Debatten darüber, warum in einer Firma vergleichsweise wenige Frauen in Führungspositionen tätig sind. Diese Einschätzung geht aber an der Wirklichkeit vorbei.

Nicht jeder Mann will Führungskraft werden


Zunächst muss man zur Kenntnis nehmen, dass auch nicht alle Männer jederzeit und um jeden Preis befördert werden wollen. Wissenschaftliche Forschungen weisen auf einen Trend hin, den die amerikanischen Autoren der Wharton-Universität „Plateauing“3 nennen: Immer weniger Frauen und Männer aller Generationen möchten weiter aufsteigen. 1992 waren es in den USA noch 57 %, 2006 nur noch 36 %. Sie koppeln sich von dem beständigen „onward and upward“ ab. Die Bereitschaft, Führungsaufgaben zu übernehmen und Karriere zu machen, ist manchmal bei Männern und Frauen gleich hoch – je nach beruflicher Entwicklungsphase, Arbeitsumfeld und Generationenzugehörigkeit kommen aber auch Unterschiede vor.4

Studenten sind karriereorientierter als Studentinnen, sie erwarten mehr Gehalt und einen rascheren Aufstieg, streben eher eine Führungsposition an, möchten mehr Verantwortung übernehmen. Den Studentinnen sind Gehalt und Prestige der Firma weniger wichtig, höher bewerten sie eine interessante Arbeit und ein gutes Betriebsklima.5

Fragt man aber berufstätige junge Leute unter 30, dann zeigt sich, dass sich Männer und Frauen in ihrem Wunsch nach mehr Verantwortung nicht mehr sonderlich unterscheiden. Frauen entdecken ihre Karrierewünsche vielfach erst, wenn sie in den Beruf eingestiegen sind.6 In der nachrückenden Generation scheint sich zudem der Unterschied in den Karrierewünschen zu verringern( KASTEN „Befragung des Families and Work Institute“).