: Juliane Sartena
: Fürsten-Roman 2456 Über den Wolken fand er sein Glück
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732502028
: Fürsten-Roman
: 1
: CHF 1.80
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: Erzählende Literatur
: German
: 64
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Als Gideon Prinz von Freyberg nach einem langen Auslandsaufenthalt zurück nach Deutschland reist, lernt er im Flugzeug zufällig die Studentin Anna-Maria Lehmann kennen. Anna-Maria bezaubert ihn mit ihrem natürlichen Wesen derart, dass er sie nach der Landung um ein Treffen am nächsten Tag bittet. Die junge Frau, die ebenfalls Gefallen an ihrem Reisebegleiter gefunden hat, sagt zu. Dann verschwindet sie in der Menge der Reisenden.

Am nächsten Tag schafft es Prinz Gideon jedoch nicht rechtzeitig zu dem Treffen und kann Anna-Maria nicht verständigen, da er nur ihren Vornamen kennt und auch sonst nichts von ihr weiß. Wie, um alles in der Welt, soll er so seine Traumfrau jemals wiederfinden?

Als Anna-Maria Lehmann die Maschine von Sydney nach München bestieg, war ihr bewusst, dass rund dreiundzwanzig Stunden Flugzeit vor ihr lagen – eine Aussicht, die sie nicht gerade erheiterte.

Sie hatte nicht direkt Angst vorm Fliegen. Manchmal liebte sie es sogar, hoch in der Luft zu schweben und auf weiß-goldene Wolkenmeere unter sich zu blicken. Doch ganz wohl war ihr selten dabei. Und Langzeitflüge waren meist strapaziös.

Zudem war sie sich nicht wirklich sicher, ob sie sich darauf freute, nach ein paar Wochen Australienurlaub nach Deutschland zurückzukehren. Dort würden sie wieder ihr Studium und der normale Alltag erwarten. Das war zwar keine schlimme Aussicht, aber das Ganze ließ ihr Herz auch nicht gerade höherschlagen.

Wenigstens hatte sie einen Fensterplatz. Sie blickte auf das graue Rollfeld hinab und schloss dann eine Sekunde lang die Augen.

Ein etwas unsanfter Stoß gegen ihre Schulter veranlasste sie, hochzublicken.

»I beg your pardon«, sagte entschuldigend ein junger Mann mit angenehmer Stimme, der neben ihr Platz nahm und sie versehentlich mit seinem Handgepäck gestreift hatte.

»Nichts passiert«, versicherte sie ihm unwillkürlich auf Deutsch. Als ihr bewusst wurde, dass er sie auf Englisch angesprochen hatte, schob sie rasch noch ein »It doesn’t matter« hinterher.

Er lächelte sie an. »Sie sind auch Deutsche?«

»Ja«, bestätigte Anna-Maria, während sie rasch seine Erscheinung musterte.

Er war groß, schlank, dunkelhaarig und ziemlich attraktiv. Sein Gesicht war gut geschnitten, die Augen verrieten Intelligenz und Humor.

Unwillkürlich richtete Anna-Maria sich etwas auf und strich ihr Haar glatt. Im selben Augenblick ärgerte sie sich über diese Geste. Das sah womöglich danach aus, als ob sie flirten wollte. Das war jedoch keineswegs ihre Absicht.

Ihr neuer Nachbar schien sich um die leicht abweisende Miene, die sie nun aufgesetzt hatte, nicht zu kümmern.

»Dann sind Sie wohl auch