: Mascha Schacht
: Die Garten-Trickkiste So bekommen Sie Beetprimadonnen, Mimosen und alle anderen Gartengrazien spielend in den Griff
: GRÄFE UND UNZER
: 9783833837340
: 1
: CHF 11.70
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: Garten
: German
: 160
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ihre Rose sieht nach dem Winter traurig aus? Das Basilikum im Topf mickert vor sich hin und geht regelmäßig ein? Vom Salat im Beet haben nur die Schnecken etwas? Manchmal klappt es mit dem Gärtnern einfach nicht so, wie man will. Ein Griff in 'Die Garten-Trickkiste' genügt: Sie verrät Ihnen die besten Tipps und Tricks aus der Gartenpraxis, die Ihnen helfen, kleinere und größere Missgeschicke beim Gärtnern zu meistern. Eine echte Soforthilfe im Ernstfall. Und gleichzeitig eine hervorragende Prophylaxe. Wie Sie das Beste aus Ihrem Gemüsebeet herausholen, blühfaule Balkonblumen auf Trab bringen oder wuchernde Stauden in Schach halten: 'Die Garten-Trickkiste' greift alle wichtigen Themen für Stadtgärtner auf und hat für jedes Problem schnell eine Lösung parat. So laufen selbst anspruchsvolle Gartendiven und zaghafte Pflänzchen zur Hochform auf. Antworten auf häufige Rechtsfragen in jedem Kapitel sorgen darüber hinaus für ein entspanntes Verhältnis zu Ihren Nachbarn.

Mascha Schacht ist Dipl.-Ing. für Gartenbau und arbeitet als freie Journalistin und Buchautorin für verschiedene Publikumszeitschriften, Fachmagazine und Verlage. Sie gärtnert bereits seit ihrer Jugend und hat insbesondere in den ersten Jahren einige Pflanzen nicht nur in, sondern auch unter die Erde gebracht. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Pflanzenschutz erfolgte zunächst eher widerwillig, dann jedoch mit immer größerer Faszination. Heute versucht die zweifache Gartenbuchpreisträgerin, ihr Umfeld für den integrierten Pflanzenschutz zu begeistern - und für ein durch und durch entspannteres Gärtnern mit Spaß.

GEMÜSE& KRÄUTER


Maximaler Genuss ist das Ziel aller Gemüse- und Kräuterfans. Und zu diesem Motto passen weder bittere Gurken noch aufplatzende Tomaten. Hier erfahren Sie, wie die Gemüsezucht von Anfang an zum Erfolg wird und daneben auch gleich noch die passenden Gewürze gedeihen. Schließlich schmeckt nichts so gut wie Gemüse und Kräuter, denen man höchstpersönlich beim Wachsen zugeschaut hat.

BODEN AUFPEPPEN


Fitnessprogramm fürs Beet

WER EINEN KLEINEN GARTEN sein Eigen nennt– egal, ob am Wohnhaus, in der Schrebergartenkolonie oder zusammen mit Freunden auf einem Stück städtischen Grabeland– kann sich glücklich schätzen, denn die größte Hürde zum Paradies ist somit schon genommen. Lassen Sie sich jetzt nicht ins Bockshorn jagen, wenn gartenerfahrene Bekannte beim ersten Besuch mit sorgenvollen Gesichtern durch den Garten streifen und»Oje, oje, dieser Sandboden« vor sich hin murmeln.

Wie so vieles im Leben ist nämlich auch im Garten alles eine Frage des Blickwinkels– und die Natur kennt sowieso keinen guten oder schlechten Boden. Die größte Pflanzenauswahl hat man beim Gemüse allerdings zugegeben, wenn man sich bodentechnisch in der goldenen Mitte bewegt, nämlich auf sandigem Lehmboden oder lehmigem Sandboden. (Wobei der Unterschied hier schlicht in den unterschiedlichen Anteilen von Sand und Lehm besteht.) Die gute Nachricht: Mit dem passenden Fitnessprogramm können Sie Ihren Gartenboden verbessern. Sandboden beispielsweise speichert Wasser und Nährstoffe besser, wenn Sie großzügig Kompost in den Boden einarbeiten, der oft kostengünstig beim städtischen Garten- oder Grünflächenamt erhältlich ist. Auch schwerer Boden– erkennbar daran, dass er schnell Klumpen bildet und sich im nassen Zustand gut formen lässt– profitiert von dem wertvollen Humus. In Kombination mit reichlich Sand sorgt voer für eine bessere Krümelstruktur und einen leichteren Wasserabzug– Staunässe ade.

Wem das alles zu anstrengend ist, der setzt auf eine andere Strategie und sucht sich schlicht die Pflanzenarten heraus, die von Natur aus gut mit den gegebenen Bodenverhältnissen klarkommen. Sandige Böden beispielsweise wissen zahlreiche mediterrane Kräuter sehr zu schätzen, auch Kartoffeln, Erbsen und Wurzelgemüse gedeihen hier vorzüglich, und Kohlgewächse leiden seltener unter der Krankheit Kohlhernie. Freunde süßer Früchte dürfen sich ebenfalls freuen, denn Süßkirschen kommen auf durchlässigen Böden ebenso gut zurecht wie viele Tafeltraubensorten. Und wo noch ein Eckchen für ein Blumenbeet frei ist, finden Küchenschellen (Pulsatilla), Bart-Nelken (Dianthus barbatus), Bart-Iris (Iris barbata) und viele Steingartenpflanzen ein neues Zuhause.

Sie haben mit dem genauen Gegenteil zu kämpfen, nämlich mit schwerem Boden, der gerne mal in Klumpen an den Schuhen hängt? Hier fühlen sich Busch-Bohnen (Phaseolus vulgaris var. nanus) und Lauch ebenso wohl wie Rhabarber (Rheum rhabarbarum) und Holunder (Sambucus), Rosen, Sonnenhut (Rudbeckia) und Taglilien (Hemerocallis). Die anpassungsfähige Kartoffel istübrigens ein Geheimtipp für schwere Böden, denn sie hinterlässt den Boden deutlich feinkrümeliger, als sie ihn vorfand. Selbst auf Beerenobst, Kirschen und Zwetschgen brauchen Sie nicht zu verzichten: Auf kühle Lehmböden sind diese Arten zwar nicht so gut zu sprechen, aber gerade die schlankenSäulenobstformen gedeihen auch in großen Pflanzkästen und -kübeln.

PAPRIKA BLEIBEN KLEIN


Frühstart auf der Fensterbank

TOMATEN HAT JA MITTLERWEILE fast jeder im Garten– aber eigene Paprika oder Auberginen ernten, das wäre doch mal was! Eines allerdings sollte man vorher wissen, um sich Enttäuschungen zu ersparen: Die beiden Fruchtgemüse sind extrem wärmebedürftig. Wo dieser Anspruch nicht erfüllt wird, wachsen sie noch langsamer, als es ohnehin schon in ihrer Natur liegt, und tragen nur wenige und auffallend kleine Früchte.

Eine sichere Methode ist der Anbau im Gewächshaus. Wer in einer klimatisch günstigen Region wohnt, beispielsweise im Bodenseegebiet oder im Rheinland, kann aber auch den Freilandanbau wagen. Damit die Pflanzen in den hierzulande vergleichsweise kurzen Sommernüberhaupt Früchte bilden, ist es zwingend notwendig, sie vorzuziehen. Und zwar bei nicht weniger als 23–25°C, sonst keimen die Samen nicht oder nur zögerlich. Das Problem: Damit die Pflanzen genug Zeit bekommen, um zu fruchten, sollte man mit der Aussaat idealerweise schon im Februar starten– also zu einer Zeit, in der der Lichteinfall selbst auf der Fensterbank oft noch nicht ausreicht, um robuste Jungpflanzen heranzuziehen. Die Lösung für alle, die kein Panoramafenster mit Südausrichtung zur Verfügung haben: Legen Sie sich eine Anzuchtlampe zu, die Ihren Sämlingen einen herrlichen Sommertag vorgaukelt– oder kaufen Sie im Mai einfach fertig vorgezogene Jungpflanzen.

Und zwar wirklich erst im Mai, denn wie alle Fruchtgemüse sind Paprika und Auberginen sehr frostempfindlich und dürfen erst nach den Eisheiligen in die mit Kompost und Hornspänen vorgedüngten Beete umziehen. Gut geeignet ist beispielsweise ein Platz auf der Südseite des Hauses– gerne nahe an einer Wand, die sich durch die So