: Birgit Gebauer-Sesterhenn, Thomas Villinger
: Schwangerschaft und Geburt
: GRÄFE UND UNZER
: 9783833832314
: GU Schwangerschaft
: 1
: CHF 19.90
:
: Schwangerschaft, Geburt, Säuglinge
: German
: 288
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Durchschnittlich über 40 Wochen wächst ein Baby im Bauch der Mutter heran und in dieser Zeit tauchen eine Menge Fragen auf: Wird mein Baby gesund sein? Wie wird es aussehen? Wie verändert es unsere Partnerschaft? Dieser umfassende Ratgeber gibt auf alle Fragen Antworten. Das erste große Kapitel beschreibt detailliert die zehn Schwangerschaftsmonate und zeigt, wie sich der Körper der Mutter verändert und wie das Baby heranwächst. Was gegen Schwangerschafts-Beschwerden hilft, welche Untersuchungen der Frauenarzt durchführt, welche Nährstoffe gerade jetzt wichtig sind, wird ebenso erklärt wie die Arbeit der Hebamme oder rechtliche Belange. Ein ausführliches Kapitel behandelt die Geburt: Woran erkennt die Gebärende, wie weit die Geburt fortgeschritten ist, wie kann der Partner seine Frau unterstützen und wie können Schmerzen gelindert werden. Dieser Ratgeber liefert umfassende Informationen und ist zugleich reich an persönlichen Erfahrungen von werdenden Eltern.

Birgit Gebauer-Sesterhenn (Jahrgang 1969) ist diplomierte Ernährungswissenschaftlerin und ausgebildete Journalistin. Sie lebt in der Nähe von München und arbeitet dort als Buchautorin und Medizin-Journalistin. Gemeinsam mit ihrem Mann Torsten hat sie dreimal 'Babys erstes Jahr' mitgemacht - mit den üblichen Höhen und Tiefen, die irgendwie irgendwann jede Familie erlebt. Durch ihre Kinder Paulina (*99), Samuel (*01) und Sophie (*03) und all deren Freunde erfährt sie immer wieder, wie sehr Kinder das Leben umkrempeln können. Doch allen Andersdenkenden zum Trotz ist sie überzeugt: mit der Anzahl der Kinder wird es nicht stressiger, sondern im Gegenteil, viel leichter. Weil Eltern ihren Erfahrungsschatz täglich vergrößern, Routine bekommen und lernen, auch mal Fünfe gerade sein zu lassen.

LEBEN IN ANDEREN UMSTÄNDEN


In der Schwangerschaft wächst Zelle um Zelle neues Leben in Ihnen heran, und das stellt Ihren Hormonhaushalt auf den Kopf. Zahlreiche Tipps in diesem Kapitel helfen Ihnen bei lästigen Nebenwirkungen, damit Sie die Zeit der»guten Hoffnung« sorgenfrei erleben können.

GESUNDHEITSCHECK FÜR MUTTER UND KIND


Noch vor 50 Jahren haben Schwangere den Arzt erst bei der Entbindung kennengelernt. Der modernen Diagnostik sei Dank, dass eine werdende Mutter ihn heute früher an ihrer Seite haben darf und medizinisch gut betreut wird. Mindestens zehn Vorsorgeuntersuchungen sind während der Schwangerschaft vorgesehen, um wachsam zu beobachten, wie sich das ungeborene Baby entwickelt.

Die Vorsorgeuntersuchungen


Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie sich einen Frauenarzt suchen, dem Sie absolut vertrauen. Denn in Zukunft werden Sie ihn häufiger sehen. Prüfen Sie also genau, ob Sie sich bei ihm wohlfühlen oder nicht. Er sollte Zeit für Ihre Probleme haben, sich die Mühe machen, Ihnen die Ultraschallbilder zu erklären, undüber alle anstehenden Untersuchungen informieren. Vor allem aber sollte er Ihnen das Gefühl geben, dass er Sie ernst nimmt. Fühlen Sie sich nicht gut aufgehoben, zögern Sie nicht, den Arzt zu wechseln. Ihre Krankenkasse befürwortet und finanziert eine sinnvolle Schwangerschaftsbetreuung mit allen Untersuchungen. In den ersten Monaten finden sie alle vier Wochen statt, in den letzten Wochen vor der Geburt alle 14 Tage. Tauchen zwischendurch Probleme auf, können Sie Ihren Frauenarzt natürlich jederzeit aufsuchen.

ÜBLICHE VORSORGEUNTERSUCHUNGEN

Die folgenden Untersuchungen werden bei jedem Vorsorgetermin durchgeführt:

Blutdruckmessung

Ein normaler Blutdruck liegt in der Regel bei 120/80 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule, Hg steht für das lateinische»hydrargyrum« was so viel wie»flüssiges Silber« bedeutet). Als obere Grenze toleriert man 140/90 mmHg. Liegt der Blutdruck deutlich höher (ab 150/100 mmHg), spricht man von hohem Blutdruck (Hypertonie). Auffällig ist auch, wenn Sie zu Beginn der Schwangerschaft sehr niedrige Werte hatten und diese dann plötzlich ansteigen, etwa von 100/70 auf 130/90. Beides könnte eine Gefahr für Mutter und Kind darstellen. Kommen Symptome wie Wasseransammlungen und/oder Eiweiß im Urin dazu, spricht man von einer Schwangerschaftsvergiftung (Gestose, siehe>).

Urinanalyse

Bei jedem Termin wird eine Urinprobe von Ihnen einbehalten. Sie wird untersucht auf Eiweiß (kann auf Nierenprobleme oder Schwangerschaftsvergiftung hinweisen), Zucker (kann ein Hinweis auf Diabetes mellitus sein), Nitrit (Salze) und Blut (dann könnte ein Harnwegsinfekt oder eine Nierenbeckenentzündung vorliegen).

Blutanalyse

Mindestens bei jeder zweiten Vorsorgeuntersuchung wird in Ihren Finger gepikst und ein kleiner Blutstropfen entnommen, um den Hb-Wert zu bestimmen. So kann frühzeitig ein Eisenmangel erkannt werden.

Gewichtskontrolle

Durch das regelmäßige Wiegen (immer auf derselben Waage) können Sie und Ihr Arzt Ihre Gewichtsveränderung beobachten. Nicht immer sind Naschereien für eineübermäßige Gewichtszunahme verantwortlich, manchmal können auch Wassereinlagerungen die Ursache sein.

Abtasten

Bei jedem Termin tastet der Arzt Ihren Unterleib ab. Vorsichtig fühlt er mit ein oder zwei Fingern einer Hand durch die Scheide nach Muttermund und Gebärmutterhals, mit der anderen Hand tastet er gleichzeitig Ihren Bauch ab. Dadurch kann er den aktuellen Stand der Gebärmutter (Fundusstand, siehe>) sowie die Lage des Kindes ermitteln und feststellen, ob der Muttermund noch fest verschlossen ist.

ULTRASCHALLDIAGNOSTIK

Ursprünglich wurde die Ultraschalltechnik im Zweiten Weltkrieg entwickelt, um mit ihr U-Boote aufzuspüren. Heute ist sie aus der Schwangerschaftsvorsorge nicht mehr wegzudenken. Viele Eltern können diese Ultraschalltermine kaum erwarten und freuen sich sehr auf die nächsten Ultraschallaufnahmen ihres Babys– sie können sehen, wie sein Herz pocht, wie es die Hände bewegt, mit seinen Beinen strampelt und am Daumen lutscht. Viele Väter nehmen sich frei, um an diesen Vorsorgeterminen dabei zu sein. Aber die Ultraschalldiagnostik (Sonografie) ist weit mehr als nur ein»Baby-Watching«: Sie liefert dem Arzt die Möglichkeit, auf schmerzlose und ungefährliche Weise das Ungeborene zu beobachten: wie sein Herz schlägt, wie es wächst, wie es sich bewegt, wie es sich entwickelt. Durch das Ultraschallverfahren kann sich der Arzt im Laufe der Schwangerschaft ein Bild von der Plazenta, der Fruchtwassermenge und dem Muttermund machen. Wesentliche Bedeutung erhält die Ultraschalldiagnostik in der Aufdeckung von kindlichen Fehlbildungen, etwa Wasserkopf (Hydrozephalie), offener Rücken (Spina b