: Birgit Gebauer-Sesterhenn, Dr. med. Manfred Praun
: Das große GU Babybuch
: GRÄFE UND UNZER
: 9783833832048
: GU Große Ratgeber Kinder
: 1
: CHF 18.00
:
: Schwangerschaft, Geburt, Säuglinge
: German
: 288
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Willkommen, Baby! Im ersten Jahr mit dem kleinen Erdenbürger geschieht so viel Neues und es gibt jede Menge Fragen: Wie entwickelt sich mein Baby? Was tun, wenn es nicht schlafen kann? Wie werde ich als Mutter allen, auch den eigenen, Bedürfnissen gerecht? Die Autoren dieses großen GU Ratgebers bieten ausführlichen, kompetenten Rat und können dabei auch unmittelbar auf ihre eigenen Erfahrungen zurückgreifen. Die Entwicklung des Babys wird Monat für Monat detailliert beschrieben und mit schönen Spielideen ergänzt. Erlebnisberichte und die Rubrik Fragen und Antworten zeigen, was Eltern wirklich bewegt, machen Mut und helfen, die Signale des Babys richtig zu verstehen.

Birgit Gebauer-Sesterhenn (Jahrgang 1969) ist diplomierte Ernährungswissenschaftlerin und ausgebildete Journalistin. Sie lebt in der Nähe von München und arbeitet dort als Buchautorin und Medizin-Journalistin. Gemeinsam mit ihrem Mann Torsten hat sie dreimal 'Babys erstes Jahr' mitgemacht - mit den üblichen Höhen und Tiefen, die irgendwie irgendwann jede Familie erlebt. Durch ihre Kinder Paulina (*99), Samuel (*01) und Sophie (*03) und all deren Freunde erfährt sie immer wieder, wie sehr Kinder das Leben umkrempeln können. Doch allen Andersdenkenden zum Trotz ist sie überzeugt: mit der Anzahl der Kinder wird es nicht stressiger, sondern im Gegenteil, viel leichter. Weil Eltern ihren Erfahrungsschatz täglich vergrößern, Routine bekommen und lernen, auch mal Fünfe gerade sein zu lassen.

WIR WERDEN EINE FAMILIE!


Es ist so weit: Sie erwarten ein Baby und werden bald eine kleine Familie sein! Ihnen und Ihrem Partner steht nun eine aufregende Zeit bevor– im wahrsten Sinne des Wortes. Denn kaum etwas wird Ihr Leben jemals wieder so umkrempeln wie die Geburt des ersten Kindes. Doch was bedeutet das eigentlich, eine Familie zu sein?

Aus zwei werden drei…


Im Idealfall konnte Ihr Baby rund 40 Wochen lang in Ihrem Bauch wachsen und gedeihen. Es heißt, so lange, wie das Baby im Bauch heranwächst, so lange dauert es auch, bis Eltern und Baby zu einer Familie zusammengewachsen sind. Mit der Geburt des Babysändert sich die Rollenverteilung. Und mitunter braucht es seine Zeit, bis sich jeder mit seiner Rolle identifiziert.

Flitterwochen mit dem Baby


Neun Monate hat es gedauert und dann ist es endlich so weit: Es ist ein unvergesslich schöner Augenblick, wenn Sie nach der Geburt Ihr Baby endlich in den Armen halten dürfen. Bisher war es bereits wundervoll, wenn Sie Ihr Baby im Bauch durch seine Bewegungen spüren konnten. Allein das Erleben dieser Aktivitäten ist schon ein Glücksgefühl– aber wenn Sie Ihr Kind endlich in Ihren Armen halten können, ist das Hochgefühl kaum zu toppen. Warm und weich, gut duftend und unglaublich kuschelig– endlich ist das Baby da! Für viele Eltern sind diese ersten Minuten nach der Geburt einer der schönsten Momente im Leben. Erleichtert, dankbar undüberflutet von Glückshormonen möchte man von nun an lebenslang dieses Familienglück genießen.

Hebammen bezeichnen die ersten Tage mit dem Baby zu Hause gerne als»Babyflittern«. Vater, Mutter und Baby können sich zum ersten Mal betrachten, anfassen und festhalten und das Gefühl, eine Familie geworden zu sein, genießen. Aus dem Duo Vater und Mutter ist nun ein Trio geworden: Die lang ersehnte Tochter oder der so erwünschte Sohn machen die beiden Erwachsenen zu Eltern. Und geben ihnen damit eine Rolle, die ihnen– zumindest wenn es das erste Kind ist– bisher noch nicht bekannt war.

Mitunter kann es für alle Beteiligten Anfangsschwierigkeiten mit der neuen Rollenverteilung geben. Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen– und dies gilt auch für frisch gebackene Eltern. Die alltäglichen Dinge wie Windeln wechseln, Baby waschen, anziehen, stillen oder Fläschchen geben, herumtragen, beruhigen, trösten und schlafen legen müssen erst einmal zur Routine werden. Dazu bedarf es einer gewissen Trainingszeit. Erfahrungsgemäß kann diese Zeit auch schon mal anstrengend werden ...

Die Beziehung zwischen Mann und Frau

Von nun an ist der Dritte im Bunde, so klein er oder sie auch ist, immer da und hat mitunter eine sehr bestimmende Art und ganz genaue Vorstellung davon, was er braucht, um glücklich zu sein: Wenn er Hunger hat, will er essen– und zwar sofort. Wenn die Windel voll ist, muss eine neue her– und zwar möglichst rasch. Wenn ihm langweilig ist, will er Aufmerksamkeit– und zwar umgehend. Auch wenn Ihr Baby noch so klein ist, eindringlich undüberzeugendübernimmt es die Chefrolle und bringt damit den gewohnten Rhythmus gehörig durcheinander. Es bestimmt auch, wer sein liebster Mitarbeiter ist– meistens die Mama. Denn die liefert pünktlich das Essen und ist immer da, wenn man sie braucht.

Der Ausblick auf diesen ständigen Bereitschaftsdienst– tagsüber, nachts, am Wochenende, an Feiertagen und im Urlaub– kann in den ersten Wochen erschrecken. Ganz ehrlich: Eltern zu sein bedeutet nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Es können Konflikte zwischen den frisch gebackenen Eltern auftauchen, die sie ohne Kind gar nicht kannten. Schlimmer noch– die man sich nie hat vorstellen können!

Auf einmal gibt es unterschiedliche Meinungenüber Erziehungsstile (»Wenn du so weitermachst, verwöhnst du es noch!«) und darüber, wie man mit dem Baby umzugehen hat (»Du musst es ganz anders halten«). Der Vater trägt das Baby anders als die Mutter, die Mutter springt beim kleinsten Mucks sofort auf, beim einen schreit es mehr als beim anderen. Für beide ist der Umgang und das Zusammenleben mit einem Säugling Neuland– aber meistens glaubt es einer besser zu wissen als der andere. Da kann es schon mal passieren, dass die Stimmung ruiniert ist. Hinzu kommt der Faktor Unsicherheit– denn wer weiß schon ganz genau, wie man mit einem Säugling umzugehen hat? Für viele wichtige Ereignisse im Leben werden wir heutzutage ausgebildet und haben Tests zu bestehen, etwa beim Schulabschluss oder Führerschein. Aber für den richtigen Umgang mit Säuglingen gibt es keine Prüfung, die man vorher absolvieren kann. Hilfreiche Informationen erhalten werdende Eltern in Vorbereitungskursen. Hier zeigen erfahrene Hebammen, wie man ein Baby optimal versorgt. Wenn Sie sich für solch einen Kurs interessieren, können Sie sich bei Ihrem Frauenarzt oder in