: Sebastian Dickhaut, Cornelia Schinharl
: Vegetarian Basics
: GRÄFE UND UNZER
: 9783833830211
: GU Basic Cooking
: 1
: CHF 11.70
:
: Gesunde Küche, Schlanke Küche
: German
: 160
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
17 Gründe, vegetarisch zu essen - falls Sie tatsächlich noch auf der Suche sind, hier steht es schwarz auf weiß. Lang ist es her, dass Vegetarisch für Körner, Wurzeln und Landeier stand. Heute gibt es Limonen-Ingwer-Risotto beim ersten Rendezvous, Salat mit Ziegenkäse und Datteln beim Weiber-abend, Ofengemüse für die große Familie und gebratenen Spargel mit Bärlauchnudeln, wenn es mal richtig schick sein soll. Vegetarian Basics - das ist nicht die Notlösung, sondern Überraschung, Hochgenuss, die wahre Kochkunst! Außerdem in diesem Buch: Jede Menge Basic-Infos über Zutaten, in denen mehr steckt, als nur Beilage zu sein.

Kochen und Schreiben - das sind seine beiden Leidenschaften. Kein Wunder, dass sich Sebastian Dickhaut inzwischen als Foodjournalist und erfolgreicher Kochbuchautor einen Namen gemacht hat. Sebastian Dickhaut hat beides von der Pike auf gelernt: das Kochen und das Schreiben. Nach seiner Koch-Lehre arbeitet er vier Jahre lang in Frankfurts exklusiver Gastronomie und volontiert daraufhin bei einer hessischen Tageszeitung. Im Anschluss arbeitet er mehrere Jahre als Redakteur bei einem Kochbuch Verlag und macht sich 1995 schließlich als freier Autor und Journalist selbständig. Er gründet den Münchner Gastro-Führer DelikatEssen, schreibt Food-Reportagen, entwickelt Rezepte - und erfindet 1998 gemeinsam mit Sabine Sälzer das Konzept zu 'Basic cooking', der erfolgreichsten und innovativsten Einsteiger-Kochbuchreihe der letzten Jahre. Nach drei Jahren voller Kochen und Schreiben in Sydney gründet Sebastian Dickhaut in München das Werkstattbüro 'Die Kocherei', wo er heute Workshops veranstaltet, Bücher schreibt und Food-Konzepte für verschiedene Medien entwickelt. Er hat ein Herz für die Küchen Australiens, Japans und Österreichs und ist Mittagesser aus Leidenschaft. Preise: Basic cooking: World Cookbook Award für das beste Grundkochbuch 1999. Basic baking: Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschland 2000.

Brot& Salat


Damit lässt sich’s locker veggie sein.

»Wer nie sein Brot mit Linsen aß, der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte!« Sagte schon Goethe (fast)! Das heißt so viel wie: Wer immer nur die Wurst aufs Brot legt, hat bloß die Hälfte vom Leben. Und zwar die schlechtere. Sagen nicht nur Veggies. Denn dann entgehen einem so feine Sachen wie das Knoblauchbrot mit Salattatar oder eben die himmlische Linsenpaste mit Chili. Und bitte– was kann ein besseres Argument gegen das Wurstbrot sein als das Tomatenbrot gekrönt mit Schnittlauch, grobem Salz und Pfeffer?

Wenn wir es uns rechtüberlegen, geht das sogar noch purer, denn:»Nicht nur in der Not ess’ ich Tomaten auch ohne Brot«. Sagt der moderne Volksmund und meint damit: Tomatensalat. Oder gegrillte Tomaten mit Ricotta. Oder all die anderen marinierten Starter und Sattmacher von Buntsalat mit Ingwer-Tofu bis warmer Nudelsalat mit Radicchio. Damit lässt es sich nämlich ganz locker veggie sein– ohne lange Erklärungen und ohne dass man dafür klassische Zitate oder beliebte Sprichwörter bemühen muss.

Unsere Lieblingsfarbe:

blatt grün

Warum ist Obst und Gemüse bunt? Weil es locken (Vogel frisst Kirsche, verliert Kern, Baum wächst) und auch täuschen will (grüne Kräuter machen auf Unkraut). Für uns sind die Farben ein Signal fürs Beste in den Pflanzen. Dunkelgrünes wie Spinat oder Grünkohl hat viel Eisen, Kalium und Chlorophyll, was gut fürs Blut, das Denken und Entschlacken ist. Dazu stecken wunderbare Carotinoide (mehr unter»Möhrenorange«,>) mit drin. Dabei sitzen in dunkelgrünen Außenblättern und Schalen die wichtigsten Stoffe, aber auch manche schädliche. In vergilbtem Grün ist kaum noch was vorhanden. Und roh im Salat wirkt das gute Grün am allerstärksten.

Iced Macha

Das ist Eistee auf Japanisch– mit dickem Schaum obendrauf. Der entsteht, wenn man Macha-Tee (feiner Grüntee in Pulverform) kräftig aufschlägt, wie es in Japanüblich ist. Wer braucht da noch Milchschaum?

Für 1 Drink ein hohes Glas mit Eiswürfeln darin gut tiefkühlen. 150 ml Wasser aufkochen und 5 Minuten stehen lassen. Derweil 1 TL Macha-Pulver (gibt es in guten Asia- und Bio-Läden) und 1/2 TL Traubenzucker in ein Müslischälchen geben, dann das heiße Wasser draufgießen und mit einem kleinen Schneebesen schnell und schön schaumig schlagen. Das aufs Eis im Glas gießen und sogleich servieren– mit Verbeugung, aber ohne Strohhalm, sonst hat man ja nichts vom Schaum. Dazu schmecken Baisers oder süßes Reisgebäck.

Was heißt eigentlich ...

lacto-ovo?

Wer jetzt an Latte macchiato oder die mit Ei aufgepeppte Ovomaltine denkt, liegt nicht so falsch. Lacto-Ovo-Vegetarier haben nämlich nichts gegen Milch (lat. lactus) und Ei (ovo) im Essen, weil dafür kein Tier sterben muss. Das macht ihnen das Kochen, Backen und die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen erstmal leichter als strengen Vegetariern, die nichts vom Tier wollen. Diese können aber ganz schön bissig werden gegenüber den Lacto-Ovos, der Mehrheit unter den Veggies (60 Prozent). Wer nur lacto ist, mag kein Ei (30 Prozent der Veggies, Ovo-Vegetarier sind eher selten), wer auch noch»pesco« ist, isst noch vom Fisch. Nicht selten, aber auch nicht richtig vegetarisch.

Home Basics

Bohnenschmalz

Wem Butter zu wenig vegetarisch und Margarine zu merkwürdig ist, kann sein Brot mit Schmalz bestreichen– von der Bohne. Bringt auf dem Vollkornbrot auch viel gutes Eiweiß.

So wird’s gemacht: 500 g weiße Bohnenkerneüber Nacht in Wasser einweichen, dann mit 1 Bund Majoran und 1 geschälten Zwiebel in 1 1/2 l Wasser in gut 1 Stunde weich kochen. Majoran rausnehmen, die Bohnen und Zwiebel mit etwas Flüssigkeit pürieren und durch ein feines Sieb streichen. Mit etwa 100 ml Olivenöl verrühren, abkühlen lassen und in einer Box in den Kühlschrank stellen, wo es 2–3 Wochen frisch bleibt. Soll es ganz neutral schmecken: Majoran und Zwiebel weglassen. Für mehr Würze die Würfel von 1 Zwiebel imÖl bräunen und reinrühren.

Aus dem Gemüsekästchen

Fehlt was ohne Fleisch?

Liebe Tante Ilse,

so richtig gerne mochte ich Fleisch nie, was vielleicht auch mit den speziellen Einkaufs- und Kochtechniken meiner Mutter zu tun haben könnte. Aber selbst für edlen Schinken oder feines Geschnetzeltes kann ich mich bis heute nicht erwärmen. Und bei euren»16 Gründen, vegetarisch zu sein« entdecke ich rund zehn, die ziemlich gut sind. Nur: So ganz ohne Fleisch, fehlt da nicht was?Claudia aus Norderney

Tante Ilse rät:

Es ist eigentlich eher so, dass viele Fleischesser zu viel von bestimmten Nährstoffen haben. Am Kotelett wie am Schinken hängt ja reichlich Fett, von den Geheimnissen der Fleischwurst mal ganz abgesehen. Und weil dieses Fett ziemlich satt ist und es unserem Körpern nicht viel mehr bringt als, nun ja, eben fett zu werden, tut es ihm selten gut. Ebenso ist es mit einem Zuviel an Eiweiß (die Kenner sagen Proteine), das bei unserer Normalernährung schon ganz normal ist.

So weit, so gut. Gar kein Eiweiß ist allerdings auch nichts. Wer Fleisch und Fisch weglässt, Milch und Ei aber weiter genießt (mehr dazu oben), muss sich keine Sorgen machen– auch nichtüber seinen Kalziumspiegel. Wer alles vom Tier weglässt, also Veganer ist, muss stärker rechnen und planen; damit es ihm beim Essen an nichts fehlt (mehr dazu auf>). Wichtige Stichworte für Vegetarier aller Art sind Eisen und Vitamin B