: Rolf Becker, Alexander Schulze
: Rolf Becker, Alexander Schulze
: Bildungskontexte Strukturelle Voraussetzungen und Ursachen ungleicher Bildungschancen
: Springer VS
: 9783531189857
: 1
: CHF 22.00
:
: Sonstiges
: German
: 606
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Gemäß dem meritokratischen Prinzip sollte alleine die Leistung eines Schülers, gemessen u.a.
durch Schulnoten, dessen Bildungschancen bestimmen. Jedoch weist die umfangreiche empirische
Bildungsforschung darauf hin, dass das deutsche Bildungssystem diesem Anspruch bei weitem und
bis heute nicht gerecht wird. So belegen zahlreiche Studien ausgeprägte Ungleichheiten der Bildungschancenzwischen verschiedenen Sozialschichten und im Hinblick auf die ethnische Herkunft
sowie das Geschlecht. Dabei gehen die angesprochenen empirischen Analysen (und die jeweils
zugrunde liegenden theoretischen Konzepte) jedoch implizit häufig davon aus, dass alleine individuelle
Determinanten für die festgestellten Bildungsungleichheiten ursächlich sind und es somit für
die Bildungschancen vernachlässigbar ist, in welchem Klassen- und Schulkontext bzw. regionalem
Umfeld oder sozialem Netzwerk sich eine Schülerin bzw. ein Schüler befindet. Neuere Untersuchungen
auf Basis von Mehrebenenanalysen zeigen allerdings, dass auch die Bedingungen in den
Klassen, Schulen und Regionen sowie die Lehrkräfte und die Zusammensetzung des Freundeskreises
der Schüler einen erheblichen Einfluss auf den individuellen Bildungserfolg haben.

Prof. Dr. Rolf Becker ist Direktor und Professor für Bildungssoziologie am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Bern.

Dr. Alexander Schulze ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Mainz.

Inhaltsverzeichnis5
Autorenverzeichnis7
Kapitel 111
Kontextuelle Perspektiven ungleicher Bildungschancen – eine Einführung11
1 Bildungskontexte als strukturelle Voraussetzungen und Ursachen ungleicher Bildungschancen11
2 Beschreibung und Erklärung von Effekten der Bildungskontexte15
3 Empirische Analyse von Bildungskontexten und ihren Effekten24
4 Die Beiträge zu Bildungskontexten25
Literatur30
Kapitel 241
Empirische Methoden zur Analyse kontextueller Faktoren in der Bildungsforschung41
1 Einleitung: Kontexte in der Bildungsforschung41
2 Mehrebenenanalyse43
2.1 Hierarchische Kontexte43
2.2 Nicht hierarchische Kontexte46
3 Probleme der Analyse von Peer-Effekten52
4 Ereignisanalyse: Übergänge vom Ausbildungs- in das Erwerbssystem im Wandel von Kontextbedingungen54
5 Bildungserwerb im Kontext sozialer Netzwerke: p*-Modelle58
6 Das Problem der Kausalattribution bei Kontexteffekten64
Literatur67
Kapitel 371
Möglichkeiten der Analyse von Kontexteffekten im Rahmen des Nationalen Bildungspanels71
1 Einleitung71
2 Implizite Abbildung von Bildungskontexten durch die Stichproben74
3 Explizite Erfassung von Kontextinformation78
3.1 Zum Kontextbegriff im Nationalen Bildungspanel79
3.2 Befragung der Zielpersonen über ihren Kontext81
3.3 Direkte Erfassung von Kontextmerkmalen86
3.4 Weitere Möglichkeiten der Generierung von Kontextdaten91
4 Zusammenfassung91
Literatur92
Kapitel 494
PISA und die Möglichkeiten der Analyse von Kontexteffekten94
1 Strukturelle Bedingungen und Kontexte von Schulleistungen94
2 Theoretische Grundlage mit Schwerpunkt auf bildungsrelevanten Kontexten97
2.1 Kompetenzerwerb in der Schule – ein allgemeines Erklärungsmodell100
3 Design und Methoden101
3.1 PISA als Querschnittstudie101
3.2 Methodische Probleme des Designs105
3.3 Testtheorie und Skalierung106
3.4 Erhebung von Kontextinformationen107
4 Zentrale Ergebnisse108
4.1 Allgemeine Ergebnisse zu den Leseleistungen108
4.2 Ergebnisse von PISA im Zeitvergleich109
4.3 Soziale Integration von Migranten über Bildung110
5 Zusammenfassung120
Literatur121
Kapitel 5126
Kontextanalyse und empirische Bildungsforschung mit IGLU126
1 Einleitung126
2 Das IGLU-Lesekompetenzmodell127
2.1 Leseintentionen128
2.2 Verstehensprozesse129
3 Erhebung der Lesekompetenzen in IGLU130
3.1 Auswertung der Leistungsdaten131
4 Bedingungsfaktoren des schulischen Lernens und des Lesekompetenzerwerbs133
5 Stichprobendesign137
5.1 Stichprobenziehung138
5.2 Gewichtung139
5.3 Schätzung von Stichprobenfehlern140
6 Zur Teilnahme Deutschlands an IGLU140
7 Wichtige Ergebnisse im Überblick143
7.1 Ergebnisse aus IGLU 2001144
7.2 Ergebnisse aus IGLU 2006144
7.3 Ergebnisse aus IGLU 2011145
7.4 Kontextmerkmale145
8 Fazit147
Literatur149
Kapitel 6154
Potentiale des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und des Mikrozensus zur Bestimmung kontextueller Faktoren ungleicher Bildungschancen154
1 Einleitung154
2 Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP)155
2.1 Allgemeine Analysepotentiale157
2.2 Abbildbare Bildungskontexte161
2.2.1 Familie bzw. Haushalt als Kontext162
2.2.2 Regionale und zeitliche Kontexte165
2.3 Aktuelle Erweiterungen des SOEP166
3 Der Mikrozensus????167
3.1 Allgemeine Analysepotentiale168
3.2 Abbildbare Bildungskontexte170
3.2.1 Familie bzw. Haushalt als Kontext170
3.2.2 Bildungsinstitutionen171
3.2.3 Kleinräumige Analysen175
4 Schlussbemerkungen176
Literatur177
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