: Helmut Radlbeck
: Himmelssöhne Das Erbe der Asaru
: hansanord Verlag
: 9783940873545
: 1
: CHF 3.60
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 560
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Fehlgeleitete Vögel, die tot vom Himmel fallen, gestrandete Wale, Sonnenstürme, Vulkanausbrüche und Erdbeben nie da gewesener Dimensionen sind lediglich Vorboten von dem, was uns ereilen sollte. Ein dunkler Begleiter unserer Sonne, ein so genannter brauner Zwerg, nähert sich nach einer Jahrtausende währenden Reise durch die finstere Leere des Alls zum wiederholten Male dem inneren Sonnensystem und rast mit gnadenloser Präzision auf die Erde zu.
Einst zerstörte dieser Scherge des Todes einen Planeten, dessen Trümmer seither als Asteroiden ihre verwaiste Bahn um die Sonne ziehen. Doch einer auserwählten Gruppe seiner Bewohner gelang die Flucht zur Erde. Ihre damaligen Berechnungen ergaben zweifelsfrei, dass auch uns eines Tages dieses grausame Schicksal ereilen würde und sie ersannen einen genialen Plan zur Abwehr dieser Katastrophe. Mit Hingabe bereiteten sie ein verborgenes Volk im Herzen des Argentinischen Regenwaldes darauf vor, ihr Vermächtnis zu bewahren, bis die Zeit der Rettung unseres Planeten gekommen sei.
Die Journalistin Grace McClary und ihr Freund Joe entdecken durch Zufall einen Hinweis auf die Besucher aus grauer Vorzeit. Sie erkennen den Zusammenhang mit dem Indianerstamm und den seltsamen Ereignissen, die seit Kurzem auf der Erde geschehen. Mithilfe weiterer Verbündeter gelangen sie in den Besitz der Botschaft und können sie entschlüsseln. Nun machen sie sich auf die Suche nach dem Ort der Verweilung, der verschollenen Basis der Außerirdischen, um das begonnene Werk zu vollenden. Doch sie sind nicht alleine. Militär und Geheimdienst erweisen sich als rücksichtslose Gegner im Wettlauf um die fortschrittliche Technologie.

Helmut Radlbeck wurde 1963 in Straubing geboren. Als ältester Sohn einer traditionsreichen Bäckerfamilie war sein Weg vorbestimmt und so übernahm er 1997 den elterlichen Betrieb.<br><br> Seinen Berufswunsch im Bereich Astronomie und Raumfahrttechnik konnte er zwar nie verwirklichen, doch hat ihn die Faszination dafür keine Sekunde losgelassen.<br><br& t; Der Autor ist seit Anfang 2012 auch als Produktentwickler für zwei Europäische Lebensmittelkonzerne tätig und lebt mit seiner Frau und den beiden Töchtern im Niederbayerischen Feldkirchen.

WIE ALLES BEGANN


Das Weltall, geboren vor dreizehn Milliarden Jahren aus einem mathematischen Punkt, aus tiefster Leere, aus dem Nichts. Mit grellem Blitz und Donner, der bis zum heutigen Tage nachzuhallen vermag. Finster, unwirtlich und kalt.

Doch nach Jahrmillionen der Dunkelheit geschah das Wunder.

Das All gebar Inseln nuklearen Feuers, die ersten Sterne flammten auf inmitten der Finsternis. Entsprungen aus Wolken des Elementes Wasserstoff, dem Grundbaustein jeglicher Materie. Sonnen, flüchtend in die Weiten des Kosmos, um ihn mit ihrem Glanz zu erhellen. Und es wurden immer mehr, Milliarden und Abermilliarden von ihnen schlossen sich zusammen zu Kugelhaufen und Spiralgalaxien, die seither mit der Geschwindigkeit des Lichtes in unendliche Weiten entfliehen. Scheinbar in wildem Chaos, doch fürwahr einer präzisen Ordnung folgend. Alte Sonnen vergingen, neue wurden geboren, ein fortwährendes Kommen und Gehen. Mit zunehmendem Alter entstanden in den atomaren Brutstätten immer schwerere Elemente, die sich nach deren Explosion um junge Sterne gesellten und durch stetige Kollisionen zu Planeten verschmolzen. So geschehen auch bei unserer Erde, geschaffen aus Sternenstaub, aus übrig gebliebener Asche einst lichterfüllter Welten. Vor viereinhalb Milliarden Jahren begann sie, ihre Bahn um die Sonne zu ziehen. Die Herberge unseres späteren Lebens war geboren. Zunächst noch mit glühendem Gestein bedeckt kühlte sie allmählich ab und schuf ein Klima von Wärme undGeborgenheit. Flüssiges Wasser, entscheidendes Element zur Entstehung belebter Materie, regnete aus mit Blitzen durchzuckten Gewitterwolken. Es sammelte sich in Ozeanen, die, von dampfenden Nebelschwaden bedeckt, die öden Landmassen umsäumten. In dieser Ursuppe bildeten sich zunächst Aminosäuren, die unerlässlichen Bausteine jeglichen Lebens. Der Grundstein war gelegt und das größte Wunder der Schöpfung ließ nicht lange auf sich warten.

Schon 700 Millionen Jahre nach der Geburt der Erde bevölkerten primitive Einzeller die Meere. Dieser Zustand hielt lange Zeit an, bis die Natur komplexere Geschöpfe hervorbrachte und schließlich vor 250 Millionen Jahren die ersten schleimigen Kreaturen aus ihren Tümpeln krochen, um das Festland zu erobern. Pflanzen und Tiere bevölkerten von nun an den Urkontinent Pangäa, brachten einen ungeheuren Reichtum an Arten hervor, die aufblühten und vergingen.

Fast alle bisher aufgetretenen Lebensformen starben wieder aus, Entstehung und Untergang griffen fließend ineinander.

Der Mensch, Krone der Schöpfung und Urgrund allen Seins, ist einer der jüngsten Vertreter dieser Meisterwerke an Komplexität. Seine Existenz kennzeichnet nur einen Wimpernschlag in der unendlich langen Geschichte seit der Entstehung der Erde. Dank intellektueller Begabung und filigranen Extremitäten dazu befähigt, Werkzeuge und Instrumente scharfsinnig einzusetzen, erreichte er im Laufe der Zeit ein Stadium hochtechnischen Fortschritts. Unsere Heimat im All ist ein winziges Sandkorn am langen Strand der Milchstraße, und diese wiederum nur ein Sternenbund unter vielen Milliarden. Es wäre also anmaßend zu glauben, wir seien die einzige intelligente Spezies im Universum.

Angesichts der Vielzahl existierender Planeten ist dasVorkommen vernunftbegabter Wesen eher die Regel. Unzählige Zivilisationen sind schon vergangen, verweilen in Welten zeitlich paralleler Phase oder werden einst geboren, wenn unser Lebenszyklus längst erloschen sein wird. Manches Geschlecht trägt selbst die Schuld an seinem Untergang, doch oft auch ist der Kosmos verantwortlich für die Vernichtung seiner zu Fleisch gewordenen Abkömmlinge.

Bevölkerte Welten, verschluckt von schwarzen Löchern oder verbrannt durch eine Supernova, dem Tod eines betagten Sterns. Bei seiner Explosion heller leuchtend als eine ganze Galaxie. Seine tödliche Strahlung bedeutet den Untergang allen Lebens im Umkreis vieler Lichtjahre. Doch auch kleinere Ereignisse können schlimme Folgen mit sich bringen. Meteoriten, Asteroiden, Kometen, unentdeckte Objekte mit gigantischer Masse, allesamt Überreste aus der Entstehung des Sonnensystems, lauern aus sicherer Distanz auf ihren Einsatz. Lautlos, vielfach schneller als der Schall und mit haarscharfer Präzision rasen diese Schergen des Todes aus allen Winkeln des Universums heran, um ihre unheilvolle Mission zu vollenden. Viele von ihnen werden entdeckt und ihre Bahnen berechnet, doch einige entziehen sich ihrer Enttarnung und fristen in sicherer E