: Will Jordan
: Mission Vendetta Thriller
: Blanvalet
: 9783641096588
: Ryan Drake Series
: 1
: CHF 8.90
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: Spannung
: German
: 640
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine Agentin am Abgrund. Sie ist gebrochen, ausgebrannt und kennt nur ein Ziel: Rache!
Unbekannte hacken sich in amerikanische Militärdrohnen und greifen mit ihnen zivile Ziele im Irak an. Ryan Drake, Chef einer geheimen Eingreiftruppe der CIA, hat nur 48 Stunden, um die Agentin Maras aus einem sibirischen Hochsicherheitsgefängnis zu befreien, die dort wegen einer Intrige der CIA eingekerkert ist. Nicht gerade die verlässlichste Unterstüzung. Allerdings ist es Drake nur mit ihr möglich, an die Terroristen heranzukommen. Doch die Folter im Gefängnis hat Maras körperlich und geistig beinahe zerbrochen. Nun hat sie nur noch ein Ziel: Rache!

Will Jordan lebt mit seiner Familie in Fife in der Nähe von Edinburgh. Er hat einen Universitätsabschluss als Informatiker. Wenn er nicht schreibt, klettert er gerne, boxt oder liest. Außerdem interessiert er sich sehr für Militärgeschichte.

1

Sieben Tage zuvor, Mosul, Irak

»Na los doch! Fahr endlich!« Nassar Alawi drückte frustriert auf die Hupe.

Doch auch das brachte die rostige, klapprige weiße Limousine vor ihm nicht dazu, schneller zu fahren. Aus dem scheppernden Auspuff stieg eine graue Abgaswolke, als der Fahrer den Motor aufheulen ließ. Wie Alawi versuchte auch er vergeblich, sich den Weg durch die Menschenmassen in den engen Gassen zu bahnen.

Sie näherten sich einem der Straßenmärkte, die es überall in der Stadt gab. Hier war der Verkehr immer besonders dicht. Uralte Steinhäuser, geschmückt mit Satellitenschüsseln und dicht behängten Wäscheleinen, neigten sich in einem gefährlichen Winkel zur Straße hin, als wollten sie jeden Moment zusammenbrechen.

Alawi lehnte sich zurück und wischte sich mit dem Unterarm über die Stirn. Ihm war heiß, und er fühlte sich nicht wohl; sein offenes Hemd war bereits durchgeschwitzt. Die Klimaanlage des Vans funktionierte schon seit Jahren nicht mehr, und wenn er das Fenster herunterkurbelte, ließ er damit nur den gnadenlosen Sand herein, der vom Wind aufgewirbelt wurde, die Abgase der anderen Autos, die mehr schlecht als recht mit gepanschtem Sprit fuhren, den Gestank von Kot und zahllose andere unangenehme Düfte.

Er war Bauunternehmer und Elektriker von Beruf. Darauf waren er und seine Familie schon immer stolz gewesen. Diese Arbeit erforderte viel Erfahrung, und es war ein ehrbares Gewerbe. Und zurzeit stieg die Nachfrage nach seinen Diensten, sowohl hier in Mosul als auch in den vielen umliegenden Städten. Was bei der Invasion bombardiert und zerstört worden war, musste jetzt mühsam wieder aufgebaut werden.

Ein Mann wie er konnte in nur wenigen Jahren ein Vermögen anhäufen. Zumindest konnte er aber genug für sich selbst, seine Frau und seine beiden jungen Söhne beiseitelegen, bis sie zu Männern herangewachsen waren und in seine Fußstapfen treten konnten; er konnte genug Geld verdienen, um komfortabel zu leben und der zermürbenden Armut zu entkommen, unter der die meisten seiner Landsleute zu leiden hatten.

Vorausgesetzt, er kam endlich dorthin, wo er erwartet wurde!

Er drückte erneut auf die Hupe, und endlich tat sich eine Lücke auf. Die klapprige weiße Limousine fuhr langsam weiter, mit schepperndem Auspuff. Alawi trat ebenfalls auf das Gaspedal, entschlossen, diese Lücke zu nutzen.

Erleichtert darüber, dass es weiterging, griff er nach der Packung Zigaretten auf dem Beifahrersitz. Er klopfte eine davon heraus und klemmte sie sich zwischen die Lippen,