: Duncan Lay
: Das Schwert der Königin Fantasy-Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641110505
: 1
: CHF 2.70
:
: Fantasy
: German
: 100
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der epische zweite Band der Saga von Martil.

Martil ist bereits vor der Rettung klar gewesen, dass es nicht damit getan wäre, die Königin aus ihrem goldenen Gefängnis zu befreien. Nun muss er auch die Rebellion des Grafen Gello niederschlagen. Im Gegensatz zu anderen macht sich Martil keine Illusionen. Es wird ein langer, blutiger Kampf werden und er, der Schlächter von Bellic, wird wieder ein Heer führen. Martil hofft nur, dass er diesmal ein Massaker verhindern kann …

Duncan Lay arbeitet als Layout Designer und Headline Texter für den australischen Sunday Telegraph. Er ist seit vielen Jahren journalistisch tätig und hat bereits für zahlreiche Zeitungen geschrieben. Duncan Lay lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern an der Küste von New South Wales.

1

Martil hatte gehofft, die Königin mit seinen Kochkünsten beeindrucken zu können, aber ihm war schmerzlich bewusst, dass selbst die Palasthunde seinen Eintopf wahrscheinlich nur für mäßig gelungen gehalten hätten. Trotzdem schlangen sowohl Karia als auch Barrett ihn in erstaunlichen Mengen hinunter. Danach musste er sich ein Weilchen Karia widmen – sie schmollte, seit er sie angefahren hatte, und war geradezu empört gewesen über seine Bitte, ihm zu helfen. Für gewöhnlich gewann er durch einen Kampf einen klaren Kopf, sodass er in der Lage war, klar zu denken und vernünftig zu handeln, gleichgültig, wie blind vor Zorn er zuvor gewesen war. Das war aber, nachdem er das Schwert benutzt hatte, nicht passiert. Inzwischen begriff er natürlich, wodurch er sie aufgeregt hatte, und nun bedurfte es einiger Aprikosen in Honig, einer Entschuldigung und einer schmalzigen Sage über eine singende Prinzessin, die im Wald für sieben Elfen sorgte, um Karia zu beschwichtigen.

Nach dem Essen berief die Königin einen Kriegsrat ein. Da sowohl Conal als auch Karia mit dabei sein sollten, hatte dieser Kriegsrat nur sehr entfernt Ähnlichkeit mit dem, was Martil unter diesem Namen bisher kannte. Karia saß bei ihm auf dem Schoß und verzehrte die Aprikosen, während sie beratschlagten.

»Es ist ganz einfach. Wir müssen Gello überraschen. Sendric ist zwar nur eine kleine Stadt, aber da sie so weit im Norden liegt, verfügt sie über eine kleine Burg und eine beeindruckende Mauer zum Schutz vor Überfällen durch Kobolde. Und um die Sache noch besser zu machen, ist der Graf von Sendric ein alter Freund und zugleich ein erbitterter Gegner von Gello. Wir können in seiner Stadt unser Hauptquartier aufschlagen. Das Drachenschwert wird Männer aus dem ganzen Land anziehen. Sobald wir zahlreich genug sind, werden wir zurück in die Hauptstadt marschieren, unterwegs weitere Männer um uns scharen und Gello entweder absetzen oder vernichten«, erklärte die Königin.

Martil schluckte. Er hatte gehofft, genau diesen Plan niemals zu hören zu bekommen. Abgesehen von seinen Befürchtungen, dass die Magie des Drachenschwertes mit ihm nicht funktionieren würde, hatte er eine ziemlich klare Vorstellung davon, was geschehen würde, wenn er sich Gellos Armee mit einigen Tausend schlecht bewaffneten Bauern entgegenstellte.

»Majestät, was wird Gello in der Zwischenzeit machen?«, fragt