: Irene Margil, Andreas Schlüter
: Fußballprofi 1: Ein Talent wird entdeckt
: Carlsen Verlag GmbH
: 9783646923629
: Fußballprofi
: 1
: CHF 7.10
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 256
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Fußball und sonst gar nichts - mitreißend erzählt von Bestseller-Autor Andreas Schlüter Der Weg zum Profi! Niklas hat einen großen Traum: Fußballprofi werden! Als ihn der erfolgreiche FC Rotweiß für die C-Jugend-Mannschaft anwirbt, scheint der Traum von der Bundesliga plötzlich ganz nah. Aber ist er wirklich gut genug? Und wie werden seine Kumpels reagieren - vor allem sein bester Freund Tobias? Band 1 'Fußballprofi': Niklas ist 14. Er kommt zum Profiverein FC Rot-Weiß. Band 2 'Fußballprofi': Niklas ist 16. Er geht aufs Fußballinternat. Band 3 'Fußballprofi': Niklas ist fast 18. Er spielt in der 1. Bundesliga.

Irene Margil ist Dipl.-Des., Autorin und Leseanimatorin. Sie arbeitete mehrere Jahre bei SAT.1 als Sportredakteurin. Seit 2008 ist sie als freie Autorin tätig, erschienen sind bereits über 50 Bücher - besonders erfolgreich sind ihre Kinderbücher zu Fußball.

Die Vorentscheidung?

Obwohl niemand wusste, ob es für den FC Berne heute noch Grund zum Feiern geben würde, hatte der Verein den Platz für das letzte Staffelspiel der C-Jugend richtig herausgeputzt und die hölzerne Spielfeld-Umrandung mit Girlanden und Luftballons geschmückt – alles in Grün natürlich, der Vereinsfarbe. Auch die Zuschauer hatten sich in Schale geworfen und zwischen der grünen Fankleidung stachen die gelben Farbflecken der gegnerischen Fans deutlich hervor.

Mindestens hundert Zuschauer säumten das Spielfeld, schätzte Niklas. So viel Publikum war das sichere Zeichen, dass vom Ausgang dieser Partie einiges abhing. Er liebte die spannungsgeladene Atmosphäre bei solchen Spielen und den Applaus und die Zwischenrufe der Fans, die mit ihrer Mannschaft mitfieberten.

„Schon gesehen?“ Tobias stupste Niklas an und deutete auf eines der Transparente im Fanblock der Gelben.

„Schnarcht weiter und träumt vom Titel!“, stand dort. Darunter schlief ein Strichmännchen im grünen FC-Berne-Trikot.

„Ich hab nicht vor zu pennen“, sagte Niklas.

„Ich auch nicht“, schwor Tobias und klatschte mit Niklas ab.

„Mir entgeht auch nichts“, schloss sich Stefan den beiden an und schob das Stirnband zurecht, mit dem er seine blonden Locken bändigte. Er zwinkerte Niklas zu.

Max klopfte unruhig mit seinen Torwarthandschuhen auf die Oberschenkel. Rudi prüfte den Sitz seiner Fußballschuhe und zog seine Stutzen zurecht. Freddy winkte ein paar Mädchen zu, die in grünen T-Shirts am Spielfeldrand standen. Keines von ihnen reagierte. Er winkte noch mal galant in ihre Richtung, bis sie ihn endlich sahen und kicherten.

Niklas nahm all das nur am Rande wahr. Mit dem Kopf war er schon mitten im Duell. Besonders brisant an der bevorstehenden Begegnung war, dass ihr Gegner einen großen Vorteil hatte: Den Gelben genügte ein Unentschieden für die Meisterschaft, der FC Berne jedoch brauchte dafür den Sieg. Es handelte sich also um ein echtes Finale. Kein Fernduell, keine komplizierte Rechnerei. Die Ausgangslage war glasklar und das betonte der Trainer auch noch mal, nachdem sich die Jungs auf dem Platz warm gemacht hatten.

„Jungs, denkt dran: Heute gibt’s nichts zu verschenken! Also keine leichtsinnigen Rückpässe. Kein Geplänkel. Geht hinten kompromisslos dazwischen. Aber lasst euch nicht zu unnötigen Fouls verleiten. Schon gar nicht an der Strafraumgrenze. Denkt dran, dass die Gelben zwei gute Freistoßschützen in ihren Reihen haben. Konzentration im Kurzpass-Spiel. Keinen Ball aufgeben! Nachsetzen. Und vor allem: Nicht provozieren lassen! Freddy, das gilt besonders für dich! Wer wegen Meckerns gelb sieht, den nehme ich sofort vom Platz. Verstanden? Spielt euer Spiel, sicher aus der Abwehr heraus, ruhig noch mal quer spielen. Dann den steilen Pass auf die Außen. Stefan und Niklas sind schnell, da haben wir unsere Chancen. Habt ihr mich verstanden?“

Niklas staunte. So nervös hatte sich der Trainer in keinem der vorausgegangenen Spiele gezeigt.

„Ich höre nichts. Haben wir uns verstanden?“, wiederholte er.

„Ja!“ – „Klar!“ – „Natürlich!“

Zustimmung von allen Seiten.

„Und hinten keinen reinlassen!“, ergänzte Freddy, de