: Monica McCarty
: Der verbannte Highlander Roman
: Blanvalet
: 9783641111786
: Campbell-Reihe
: 1
: CHF 5.40
:
: Erzählende Literatur
: German
: 448
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Leidenschaf pur: ein prickelnder Highlander-Roman
Einzig um das angestammte Land seines ausgestoßenen Clans wieder in seinen Besitz zu bringen, wirbt Patrick MacGregor unter falschem Namen um Elizabeth Campbell, die Tochter des verhassten Clan-Chiefs. Lizzie ist fasziniert von dem starken Krieger, der mit verführerischen Küssen ihr Herz erobert, und weckt ein brennendes Verlangen in ihrem wilden Highlander, das bald stärker ist als sein Wunsch nach Vergeltung. Doch Betrug und erbitterte Rache bedrohen ihre Liebe ...

Monica McCarty studierte Jura an der Stanford Law School. Während dieser Zeit entstand ihre Leidenschaft für die Highlands und deren Clans. Sie arbeitete dennoch mehrere Jahre als Anwältin, bevor sie dieser Leidenschaft nachgab und zu schreiben anfing. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Minnesota.

Prolog


Gott kann nicht zufrieden seyn … als bis nicht diese
elende und abscheuenswerthe rasse ausgerotet und getilget,
und niemals gedultet, fuerderhin in diesem lande zu weylen
oder auffenthalt zu haben … sie sollen gejagt, verfolget,
und vernichtet werden mit feuer und schwert …

 

Erlass zur Auslöschung von Clan Gregor
Kommission erteilt dem Earl of Argyll durch den Geheimen Rat
24. Februar 1603

 

 

Inveraray Castle, Juni 1606

 

Eines Tages würde sein Cousin sie noch alle umbringen. Patrick MacGregor konnte nur hoffen, dass dieser Tag nicht heute war. Doch Alasdair konnte einfach keiner Herausforderung widerstehen, nicht einmal einer, die sie tief in die Höhle des Teufels führte – in diesem Fall nach Inveraray Castle, der Festung von Clan Campbell in den Highlands. Die dicken Steinmauern der strengen Burg ragten hoch über die Bäume hinaus und erinnerten abweisend an die Vorherrschaft ihres Feindes seit mehr als hundertfünfzig Jahren.

Heute allerdings waren die Tore der uneinnehmbaren Festung einladend geöffnet und das Tal, das sich von der Burg bis zu der Reihe strohgedeckter Hütten entlang des Ufers von Loch Fyne erstreckte, wimmelte vor Hunderten von Clansleuten, die von überall aus den Highlands hergekommen waren. Ein Hauch von Aufregung lag in der feuchten Morgenluft. Die Spiele würden bald beginnen.

Als sie die schützenden Schatten des Waldes verließen und sich dem Turnierplatz näherten, musterte Patrick aufmerksam die Umgebung. Die vielen Jahre der Flucht vor Ergreifung hatten seine Sinne geschärft. Vorsicht und Argwohn waren ihm in Fleisch und Blut übergegangen, und im Moment schlugen alle seine Instinkte heftig Alarm.

Sein Blick schoss hierhin und dorthin durch die Menschenmenge, um sich ein genaues Bild der Situation zu machen. Doch niemand nahm übermäßig Notiz von den drei Neuankömmlingen … bis jetzt.

Die MacGregors waren wieder einmal für vogelfrei erklärt worden – was dank der Campbells in den letzten gut siebzig Jahren nur allzu häufig vorgekommen war. Dennoch hatte sein Cousin Alasdair Roy MacGregor, Chief der MacGregors of Glenstrae, darauf bestanden, die Highlandspiele in diesem Jahr zu besuchen, um am Wettkampf im Bogenschießen teilzunehmen. Alasdair war als ›der Pfeil von Glenlyon‹ bekannt und galt als hervorragender Bogenschütze. Doch er war nicht der Beste. Dieser Titel gehörte Rory MacLeod. Es war die Gelegenheit, MacLeod gegenüberzutreten und ihn zu übertreffen, die sie gezwungen hatte, ihr Versteck zu verlassen. Die Tatsache, dass die Spiele in diesem Jahr auf Inveraray – dem Heim ihres erbittertsten Feindes – abgehalten wurden, erhöhte die Gefahr nur noch.

Als die drei Männer den Rand des schlammigen Feldes erreicht hatten, drehte sein Cousin sich zu ihm um. »Du weißt, was zu tun ist?«

»Aye«, antwortete Patrick. Das sollte er besser auch, denn schließlich war es sein eigener Plan. »Aber bist du dir auch sicher, dass du das hier tun willst?« Sein Cousin trug zwar einen stählernen Helm über dem unverwechselbaren roten Haar – ein Merkmal, das die MacGregors mit ihren Feinden, den Campbells, gemeinsam hatten – und eine Kapuze gegen den Regen, die seine Züge übersc