: Veronika Bicker
: Optimum - Kalte Spuren
: INK
: 9783863965402
: Optimum
: 1
: CHF 7.10
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 352
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Wer auf hochdramatische Psychothriller steht, kommt an »Optimum« nicht vorbei. Im heiß ersehnten zweiten Band der mitreißenden Trilogie über eine mysteriöse Schule gerät die sympathische Heldin Rica in die Fänge eines Psychopathen. Absolut nervenaufreibend und mörderspannend! In den Osterferien werden Rica und einige andere Schüler in einer einsamen Berghütte von der Außenwelt abgeschnitten. Doch damit nicht genug: Plötzlich gibt es keinen Handyempfang mehr, Ricas Kamera verschwindet und findet sich mit gruseligen Fotos wieder, und schließlich taucht auch noch eine zweifelhafte Gestalt in der Nähe der Hütte auf. Was als Schulausflug beginnt, wird zum beklemmenden Psychoterror, bei dem die Jugendlichen an ihre Grenzen getrieben werden ...



<p>Veronika Bicker, 1978 in Karlsruhe geboren, entdeckte schon während ihrer Schulzeit, wie viel Spaß es ihr macht, spannende Ideen auszutüfteln und diese in Worte zu fassen. In ihrer Studienzeit veröffentlichte sie bereits mehrere Kurzgeschichten in Anthologien und widmet sich heute nun ausschließlich dem Schreiben und ihren Büchern.</p>

Kapitel eins

Gewinner

»Die Ergebnisse kommen heute rein.«

»Habt ihr schon ans Schwarze Brett geschaut? Hängt die Liste aus?«

»Ist überhaupt jemand von unserer Schule dabei?«

»Als ich heute Morgen nachgesehen habe, war noch nichts da.«

Rica schüttelte den Kopf und schob sich eine Gabel voll Risotto in den Mund, als die nächste Gruppe aufgeregter Mädchen an ihrem Tisch vorbeilief.

»Ich weiß überhaupt nicht, was die alle an diesem verflixten Wettbewerb finden«, meinte Rica. »Als ob der die einzige Gelegenheit wäre, einen Ausflug zu machen. Ihr seid doch ständig irgendwo unterwegs. Lars sagte…« Doch sie brachte den Satz nicht zu Ende. Lars hatte viel gesagt, und Rica hatte ihn deswegen für einen Freund gehalten.

»Na, du hast doch auch teilgenommen!« Eliza hatte den Kommentar über Lars entweder nicht gehört, oder sie ging aus Rücksicht nicht darauf ein.

Rica zuckte mit den Schultern und nahm noch eine Gabel voll Risotto. »Alle haben mitgemacht. Ich kann ja wohl schlecht einfach aus dem Unterricht abhauen, während ihr alle an euren ›Forschungsprojekten‹ herumschraubt.« Sie schnaubte und schüttelte wieder den Kopf. Die »Agenda 2030« schien die gesamte Daniel-Nathans-Akademie in ein Irrenhaus verwandelt zu haben. Von einem Tag auf den anderen hatten alle Schüler die wildesten Ideen entwickelt, wie die Zukunft am besten zu gestalten wäre. Visionäre Technologien waren auf dem Papier und im Modell entwickelt worden, in den Klassenzimmern und auf den Fluren wurde über nichts anderes mehr gesprochen als über verbesserte Gentechnologie und Fließgewässersanierung. Selbst die Lehrer hatten sich von dem Hype anstecken lassen, und große Teile des Unterrichts wurden geopfert, damit die Schüler an ihren Projekten arbeiten konnten.

All das nur, weil es einen ziemlich langweiligen Skiurlaub zu gewinnen gab, abgesehen von der Teilnahme an einer Konferenz, auf der die besten Ideen vorgestellt werden sollten.

Auf beides war Rica von Anfang an nicht besonders wild gewesen, auch wenn ihr die Arbeit an einem eigenen Projekt Spaß gemacht hatte. Aber nachdem immer mehr ihrer Klassenkameraden einer Art fiebrigem Wahn verfallen waren und die irrwitzigsten Pläne entworfen hatten, war Rica die Lust an der ganzen Sache vergangen. Sie hatte ihr eigenes Projekt unmotiviert dahingeschludert und den Rest der Projektzeit damit verbracht, Fotos von der Schule zu machen, während alle anderen noch arbeiteten. Inzwischen ärgerte sie sich über sich selbst. Sie hätte mehr aus ihren Ideen machen sollen.

»Wollen wir nachsehen gehen, wer gewonnen hat?« Elizas Stimme klang vorsichtig. »Wer weiß, vielleicht…«

Rica schüttelte den Kopf. »Ich bin sicher nicht dabei«, murme