: Carolin Flaig
: Wirtschaftsjournalismus und Markt - Notwendigkeit und Ansätze einer Regulierung.
: Duncker& Humblot GmbH
: 9783428532049
: Schriften zu Kommunikationsfragen
: 1
: CHF 81.30
:
: Einzelne Wirtschaftszweige, Branchen
: German
: 263
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Ein funktionierender Kapitalmarkt ist für eine moderne Volkswirtschaft existenziell. Von großer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang fundierte Informationen für alle Marktteilnehmer. Wichtigste Informationsquelle hierbei ist die Presse. Die Wirkungen von Presseberichten und ihr großer, zum Teil schädlicher Einfluss, sind Gegenstand des ersten Teils der Arbeit, in dem Carolin Flaig außerdem die verfassungsrechlichten Grenzen einer Regulierung von Wirtschaftsjournalismus aufzeigt. Die Autorin untersucht im zweiten Teil der Arbeit Normen und Normkomplexe, die dazu beitragen können, eine marktbeeinträchtigende Berichterstattung zu verhindern. Dabei lassen sich zwei unterschiedliche Schwerpunkte der jeweiligen Wirkungsweise ausmachen. Einerseits existieren Vorschriften, die zumeist staatliche Sanktionierung eines Fehlverhaltens beinhalten. Hier sind vor allem Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes von Bedeutung. Andererseits gibt es Regelwerke, wie z. B. die Presseselbstkontrolle durch den Deutschen Presserat und die verlagsinterne Selbstkontrolle, die als Leitfaden für die journalistische Praxis fungieren. Carolin Flaig kommt zu dem Ergebnis, dass Regelungen des zweiten Typs ein größeres Potential zur Verbesserung des Wirtschaftsjournalismus innewohnt.
Vorwort6
Inhaltsübersicht8
Inhaltsverzeichnis10
Einleitung20
A. Problemstellung20
B. Gang der Untersuchung24
Teil 1: Ökonomische, medienwissenschaftliche und verfassungsrechtliche Grundlagen der Regulierung des Wirtschaftsjournalismus25
Kapitel 1: Bedeutung eines funktionierenden Kapitalmarktes25
A. Auswirkungen auf den Kapitalmarkt26
I. Auswirkungen auf die Kapitalallokationsfunktion26
II. Auswirkungen auf die Kapitalaufbringungsfunktion27
III. Auswirkungen auf die Kapitalbewertungsfunktion28
B. Auswirkungen auf die Anleger29
C. Auswirkungen auf die Emittenten29
Kapitel 2: Marktbeeinflussung und Marktbeeinträchtigung durch Wirtschaftsjournalismus30
A. Tatsächliche Marktbeeinflussung durch Wirtschaftsjournalismus30
I. Allgemeine Medienberichterstattung31
1. Breuer-Interview auf Bloomberg TV31
a) Fragestellung31
b) Ablauf der Untersuchung32
c) Ergebnisse der Untersuchung34
2. Studie Anne Täubert35
a) Fragestellung35
b) Ablauf der Untersuchung35
c) Ergebnisse der Untersuchung und Bewertung36
3. Untersuchungen Thomas Schuster37
a) Fragestellung37
b) Beispielsfälle38
II. Aktienempfehlungen39
1. 3sat-Börse39
a) Fragestellung und Ablauf39
b) Ergebnis40
2. Medien Tenor40
a) Fragestellung40
b) Ablauf der ersten Untersuchung (jeweils Donnerstag bis Montag)41
c) Ablauf der zweiten Untersuchung (sechs Wochen)41
3. Thomas Schuster42
a) Fragestellung42
b) Gang der Untersuchung42
c) Ergebnis43
III. Zwischenergebnis44
B. Hervorrufen einer Marktbeeinträchtigung45
I. Ökonomische Theorie45
1. Theorie des effizienten Kapitalmarktes und Rational Choice46
a) Schwache Form48
b) Mittelstrenge Form48
c) Strenge Form49
d) Bewertung49
2. Behavioral Finance51
a) Verfügbarkeitsheuristik52
b) Dispositionseffekt53
c) Herdenverhalten55
d) Bewertung56
II. Medienwissenschaften56
C. Normative Vorgaben des allgemeinen Kapitalmarktrechts57
I. Information als zentraler Regulierungsansatz57
1. Generelle Bedeutung der Information57
2. Maßstab zur Bewertung harter Informationen59
3. Maßstab zur Bewertung weicher Informationen59
II. Gesetzliche Ausgestaltung61
Kapitel 3: Meinungs- und Pressefreiheit62
A. Einführung62
B. Verfassungsrechtliche Vorgaben durch das Grundgesetz64
I. Meinungsfreiheit64
II. Pressefreiheit66
III. Abgrenzung von Meinungs- und Pressefreiheit67
IV. Umfang des Schutzes der einzelnen Beitragsformen67
1. Herkömmliche redaktionelle Veröffentlichungen68
2. Gastbeiträge68
3. Leserbriefe69
4. Werbeanzeigen70
5. Sonderveröffentlichungen70
6. Zwischenergebnis70
C. Grundrechtliche Vorgaben auf europäischer Ebene71
D. Verfassungsrechtliche Grenzen der empirischen, ökonomischen und kapitalmarktnormativen Vorgaben73
Teil 2: Untersuchung und Bewertung der rechtlichen Rahmenbedingungen des Wirtschaftsjournalismus76
Kapitel 4: Regulierung durch Verhaltensvorschriften76
A. Wertpapierhandelsgesetz77
I. Das Verbot der Marktmanipulation, § 20a WpHG78
1. Entwicklung hin zum heutigen Tatbestand78
a) Tatbestand bis zum Anlegerschutzverbesserungsgesetz78
b) Vorgaben durch die Marktmissbrauchsrichtlinie80
c) Ergänzung der Vorgaben durch die erste Durchführungsrichtlinie zur Marktmissbrauchsrichtlinie84
2. Das heutige Verbot der Marktmanipulation85
a) Der klassische Fall der informationsgestützten Manipulation durch unrichtige oder irreführende Äußerungen (§ 20a Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Alt. 1 WpHG)85
aa) Tatbestand85
(1) Angabe über Umstände85
(2) Unrichtig oder irreführend86
(3) Bewertungserheblichkeit87
(4) Eignung zur Einwirkung88
(5) Subjektiver Tatbestand89
bb) Rechtsfolge89
cc) Sonderregelung für Journalisten, § 20a Abs. 6 WpHG92
(1) Journalist93
(a) Wortlautauslegung und Presserecht93
(b) Historische und teleologische Auslegung93
(c) Mögliche Einschränkungen94
(d) Zwischenergebnis96
(2) Berufsausübung96
(3) Kein Ziehen eines direkten oder indirekten Nutzens bzw. Schöpfen von Gewinnen98
(a) Grundsätzlicher Anwendungsbereich98
(b) Erfordernis einer Einschränkung100
(4) Rechtsfolge102
(a) Berufsständische Regeln102
(b) Anknüpfungspunkt103
(c) Rechtsfolge im engeren Sinn und ihre Durchsetzung105
dd) Zwischenergebnis105
b) Sonderfall Scalping106
aa) Allgemeine Einordnung106
bb) Scalping, das von § 20a Abs. 1 Nr. 1 Alt. 1 WpHG erfasst wird107
cc) Scalping, das von § 20a Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. § 4 Abs. 3 Nr. 2 MaKonV erfasst wird108
(1) Objektiver Tatbestand108
(2) Subjektiver Tatbestand110
dd) Scalping, das von § 20a Abs. 1 Nr. 3 WpHG i.V.m. § 4 Abs. 2 Nr. 1 MaKonV erfasst wird112
ee) Scalping, das von § 20a Abs. 1 Nr. 3 WpHG i.V.m. § 4 Abs. 2 Nr. 2 MaKonV erfasst wird113
ff) Bewertung114
c) Weitere Möglichkeiten der informationsgestützten Manipulation (§ 20a Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Alt. 2 bzw. Nr. 3 WpHG)115
II. Verhaltensvorschriften für die Analyse von Finanzinstrumenten115
1. Entwicklung hin zum heutigen Tatbestand115
a) Tatbestand bis zum Anlegerschutzverbesserungsge