: Rüdiger Scholz
: Internationaler Gesundheitsschutz und Welthandel. Das Verhältnis des Gesundheitsvölkerrechts zum WTO-Recht.
: Duncker& Humblot GmbH
: 9783428532704
: Hamburger Studien zum Europäischen und Internationalen Recht
: 1
: CHF 72.20
:
: Internationales Recht, Ausländisches Recht
: German
: 267
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Rüdiger Scholz beleuchtet das komplexe Zusammenspiel von Gesundheitsvölkerrecht und WTO-Recht. Den Kern der Arbeit bildet die zukünftige Koordination der völkerrechtlichen Regime. Dazu analysiert der Verfasser neben dem einschlägigen WTO-Recht das sich in den letzten Jahren verstärkt entwickelnde Gesundheitsvölkerrecht, in dessen Zentrum die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht. Dabei überprüft er, inwiefern die Arbeit der Codex Alimentarius Kommission (CAK) im Bereich Lebensmittelsicherheit mittlerweile rechtsstaatlichen Standards genügt. Die Einführung von regionalen Lebensmittelstandards wird empfohlen, um die Arbeit der CAK von handelspolitischen Konflikten freizuhalten. Rüdiger Scholz analysiert kritisch die reformierten Internationalen Gesundheitsvorschriften zum Schutz vor der internationalen Verbreitung von Gesundheitsgefahren. Die etablierte Arbeitsteilung zwischen CAK und WTO erweist sich als reformbedürftig. Die WTO-Streitbeilegungsorgane sollten künftig eine formelle Überprüfung von Codex-Lebensmittelstandards vornehmen. De lege ferenda schlägt der Autor die Anerkennung der Internationalen Gesundheitsvorschriften als internationale Normen im Sinne des WTO-Rechts vor. Auf diese Weise könnten die für beide Regime schädlichen exzessiven Gesundheitsschutzmaßnahmen vermieden werden. Konflikten zwischen WHO-Antitabakregime und WTO-Recht sollte über die Technik der authentischen Interpretation begegnet werden. Im Ergebnis erweist sich die verstärkte Vernetzung der Regime als die beste Koordinationstechnik.
Vorwort6
Inhaltsverzeichnis8
Abkürzungsverzeichnis16
Einleitung20
A. Von „trade and health“ zu „health and trade“21
B. Gesundheitsvölkerrecht – eine Begriffsbestimmung22
C. Ziel und Gang der Darstellung22
1.Teil: Grundlagen des Gesundheitsvölkerrechts24
A. Ursprung24
I. Die Internationalen Sanitätskonferenzen24
II. Institutionalisierung im internationalen Gesundheitsschutz26
B. Die WHO als Institution27
I. Allgemein27
II. Mitgliedschaft28
III. Aufbau und Struktur der WHO29
IV. Aufgaben und Funktionen30
V. Tätigkeitsfelder31
VI. WHO und völkerrechtliche Instrumente32
1. Empfehlungen und Standards32
a) Empfehlungen32
b) Standards33
2. Verbindliches Gesundheitsvölkerrecht33
a) Konventionen und Übereinkommen33
b) Vorschriften („regulations“)34
aa) Annahmeverfahren35
bb) Rechtsnatur36
cc) Anwendungsbereich38
3. Revitalisierung des Gesundheitsvölkerrechts39
C. Streitbeilegung im Gesundheitsvölkerrecht40
I. Formelle Streitbeilegung40
II. Informelle Streitbeilegung41
D. Zwischenergebnis42
2. Teil: Gesundheitsvölkerrecht im Einzelnen43
A. Die FAO/WHO Codex Alimentarius Kommission (CAK)43
I. Hintergrund44
II. Grundlage: Zusammenarbeit der WHO und FAO45
III. Zweck46
IV. Beteiligungsformen47
1. Mitgliedschaft47
2. Beobachterstatus48
V. Institutionelle Einrichtungen49
1. Sitzungen der CAK49
2. Der Exekutivausschuss50
3. Sekretariat51
4. Nachgeordnete Gremien51
a) Codex-Ausschüsse51
b) Zwischenstaatliche ad hoc-Task Forces53
VI. Der Codex Alimentarius54
1. Inhalt54
a) Standards54
b) Verwandte Texte55
2. Ausarbeitung, Änderung, Anpassung55
3. Wissenschaftlichkeit57
a) Risikoabschätzung58
aa) Gremien58
bb) Inhalt60
b) Risikomanagement61
aa) Inhalt der „anderen Faktoren“61
bb) Berücksichtigung „anderer Faktoren“63
c) Vorsorgeprinzip65
d) Bewertung67
4. Beschlussfassung68
a) Konsens68
b) Mehrheitsentscheide70
5. Codex-Standards als Völkerrecht?72
6. Umsetzung73
VII. Problembereiche74
1. CAK und Entwicklungsländer74
2. CAK und Interessengruppen76
a) INGOs76
b) Delegationen der CAK-Mitglieder78
3. Absenkung des Gesundheitsschutzniveaus?79
VIII. Die reformierte CAK: eine Zwischenbilanz80
1. Transparenz81
2. Beteiligung von Betroffenen82
3. Schlussbemerkung83
IX. Reformvorschlag: CAK-Regionalstandards83
B. Die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV (2005))85
I. Hintergrund: Das Scheitern der IGV (1969)86
II. Inhalt88
1. Zweck und Anwendungsbereich88
2. Information90