: Sebastian Omlor
: Verkehrsschutz im Kapitalgesellschaftsrecht. Ein Beitrag de lege lata et ferenda zum System des gutgläubigen Erwerbs von GmbH-Geschäftsanteilen.
: Duncker& Humblot GmbH
: 9783428531929
: Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht
: 1
: CHF 99.40
:
: Handels-, Wirtschaftsrecht
: German
: 592
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
In seiner mehrfach ausgezeichneten Dissertation beleuchtet Sebastian Omlor sowohl die dogmatischen Grundlagen als auch zahlreiche Detailfragen des gutgläubigen Erwerbs von GmbH-Geschäftsanteilen. Funktion und Ausgestaltung der Gesellschafterliste werden in den verfassungsrechtlichen und den privatrechtssystematischen Kontext eingeordnet. Der Autor verankert Tatbestand und Rechtsfolgen des § 16 Abs. 3 GmbHG im GmbH-Recht sowie im allgemeinen Bürgerlichen Recht. Zudem behandelt er praxisrelevante Fragen unter anderem zum Inhalt der Gesellschafterliste, zu den Prüfungsrechten des Registergerichts, dem gutgläubig lastenfreien Erwerb, den Anwartschaftsrechten am Geschäftsanteil, zur Anteilsübertragung im Ausland und den Auswirkungen auf die Legal Due Diligence. Schließlich fließen Folgerungen aus den herausgearbeiteten Mängeln der lex lata in einen eigenen Gesetzesentwurf ein. Ausgezeichnet mit dem CMS Hasche Sigle-Preis 2009 der Sozietät CMS Hasche Sigle, dem Dr.-Friedrich-Feldbausch-Prei 2008/2009 für die besten wirtschaftsrechtlichen Dissertationen, dem Förderpreis 2010 der Esche Schümann Commichau Stiftung sowie dem Helmut-Schippel-Preis 2010 der Deutschen Notarrechtlichen Vereinigung.

Sebastian Omlor wurde 1981 geboren. Nach Abitur 2001 und Zivildienst begann er zum WS 2002/2003 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes. Dort legte er 2007 die erste juristische Prüfung ab. Im Anschluss absolvierte er den LL.M.-Studiengang zum Europarecht des Europainstituts der Universität des Saarlandes. 2009 wurde er bei Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Martinek promoviert. Als Landesbester bestand er im November 2010 am Pfälzischen Oberlandesgericht Zweibrücken sein zweites juristisches Staatsexamen. Seit Dezember 2010 ist er Akademischer Rat und Habilitand am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Martinek. Im akademischen Jahr 2011/2012 nimmt Sebastian Omlor an einem LL.M.-Postgraduiertenstudieng ng der NYU School of Law teil.
Vorwort10
Inhaltsübersicht12
Inhaltsverzeichnis14
Einführung30
Erster Teil: Das Phänomen des gutgläubigen Erwerbs34
§ 1 Grundfragen des gutgläubigen Erwerbs vom Nichtberechtigten34
A. Der Regelungsgegenstand34
B. Der Leitgedanke des Verkehrsschutzes36
I. Zusammenwirken von Verkehrssicherheit und Verkehrsleichtigkeit37
II. Dualismus von absolutem und relativem Verkehrsschutz40
1. Abgrenzungskriterien40
2. Der gutgläubige Erwerb als Fall des relativen Verkehrsschutzes44
III. Abgrenzung von Verkehrs- und Vertrauensschutz47
C. Folgerungen für den Schutz des Verkehrs mit Geschäftsanteilen52
I. Absoluter oder relativer Verkehrsschutz52
II. Gutgläubiger Erwerb oder Rechtsscheinhaftung54
III. „Risikogemeinschaft“ mit Schadensteilung55
IV. Das Lösungsrecht: Strahlkraft der „vermittelnden Lösung“?57
1. Das Lösungsrecht in vertikaler und horizontaler Rechtsvergleichung58
2. Das Lösungsrecht im geltenden deutschen Recht60
3. Folgerungen für das Geschäftsanteilsrecht62
D. Zusammenfassung65
§ 2 Fehlerquellen bei der Abtretung von Geschäftsanteilen67
A. Bestimmtheitsgrundsatz68
I. Dogmatische Grundlegung: das Drei-Säulen-Modell68
II. Die Fehlervielfalt in der Praxis70
III. Erhöhte Rechtssicherheit durch die GmbH-Reform 200871
IV. Zwischenergebnis74
B. Vinkulierung74
I. Allgemeines und Überblick74
II. Fehlerquellen bei Vinkulierungen78
1. Folgen eines Verstoßes78
2. Allgemeine rechtsgeschäftliche Unwirksamkeitsgründe80
3. Satzungsändernde Mehrheit bei Gesellschafterbeschluss80
4. Bedingungsfreundlichkeit der Zustimmungserklärung83
III. Sonderfall: Anknüpfen an besondere Eigenschaften des Erwerbers84
1. Änderungen durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz84
2. Vertragsfreiheit versus Antidiskriminierung87
IV. Zwischenergebnis92
C. Zusammenfassung und Folgerungen92
Zweiter Teil: Modelle des Verkehrsschutzes im Geschäftsanteilsrecht94
Erstes Kapitel: Verkehrsschutz durch das Handelsregister94
§ 3 Die Anknüpfung an die Registereintragung94
A. Normativer Textbefund94
B. Änderungsmodelle96
I. Der Entwurf Oechelhäusers96
II. Publizitätsgleichlauf zur Kommanditgesellschaft98
III. Konstitutive Wirkung der Eintragung99
1. Die einzelnen Konzeptionen99
a) Der Ansatz von Grau99
b) Der Ansatz von Flesner101
aa) Orientierung am Immobiliarsachenrecht101
bb) Analyse und Stellungnahme101
2. Kritikansätze in der Literatur104
a) Beeinflussbarkeit des Übertragungszeitpunkts104
b) Überlastung der Registergerichte105
c) Gefahr des „gläsernen“ Gesellschafters106
d) Publizität bei der Kommanditgesellschaft – Haftungsklarheit als Regelungsmodell?107
C. Zusammenfassung110
§ 4 Besonderheiten des § 15 HGB111
A. Problemstellung111
B. Dogmatik des § 15 HGB113
I. Historische Entwicklungslinien113
II. Anwendungsbereich114
1. Der Tatbestand115
2. Die Rechtsfolgen116
C. Gutgläubiger Erwerb der Gesellschaftsanteile von Personenhandelsgesellschaften118
I. Die Verfügung über die Mitgliedschaft in der offenen Handelsgesellschaft – Überblick zur Entwicklung eines Streitstandes118
1. Übertragung als Ein- und Austrittskonstrukt – die Doppelvertragstheorie119
2. Vertragsübernahmelehre120
3. Mitgliedschaft als Rechtsobjekt – die Verfügungstheorie122
II. Der Regelungskontext123
1. Überblick zu OHG und KG123
2. Sonderproblem: Publizität des Kommanditisten nach § 162 Abs. 2 HGB123
III. Kein Verkehrsschutzüber die Lehre von der fehlerhaften Gesellschaft125
1. Frühere BGH-Rechtsprechung125
2. Vermittelnde Position Peter Ulmers128
3. Abkehrvorbereitungen durch die Literatur128
4. Kurze Stellungnahme128
5. Rechtsprechungswandel 1990130
IV. Gutgläubiger Erwerb nach § 15 HGB132
1. Fallbeispiele132
2. Nichterörterung in Literatur und Rechtsprechung133
3. Personengesellschaft als Vertrauensverhältnis134
V. Zwischenergebnis135
D. Parallelität bei der GmbH als Körperschaft135
I. Wesen und Übertragbarkeit der Geschäftsanteile der GmbH135
II. Rechtsvergleich mit Österreich136
1. Anwendbarkeit von § 15 österreichisches Unternehmensgesetzbuch136
2. Einführung eines gutgläubigen Anteilserwer