: Martin Schulte
: Kirchliches Stiftungswesen und Stiftungsrecht im Wandel.
: Duncker& Humblot GmbH
: 9783428530496
: Staatskirchenrechtliche Abhandlungen
: 1
: CHF 45.10
:
: Öffentliches Recht, Verwaltungs-, Verfassungsprozessrecht
: German
: 263
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Das moderne Stiftungswesen hat religiöse Wurzeln. Seit jeher ist Stiften Ausdruck christlicher Nächstenliebe. Mit über 28.000 kirchlichen Stiftungen prägen die christlichen Kirchen nicht unerheblich die Stiftungslandschaft in Deutschland. Neben die teilweise sehr alten und traditionsreichen kirchlichen Stiftungen treten gegenwärtig zahlreiche neue kirchliche Stiftungsinitiativen. Kurz gesagt: Die Kirche geht stiften! Der Sammelband dokumentiert eine interdisziplinäre Fachtagung in der Katholischen Akademie des Bistums Mainz. Die Verfasserinnen und Verfasser der Beiträge fragen nach den historischen Grundlagen des kirchlichen Stiftungswesens und werfen einen empirischen Blick auf die kirchliche Stiftungslandschaft. Besonders eingehend werden die rechtlichen Rahmenbedingungen des kirchlichen Stiftungswesens untersucht. Neben den verfassungsrechtlichen Aspekten und den einfachrechtlichen Detailanalysen gilt ein weiteres Augenmerk dem praxisrelevanten Dienst- und Arbeitsrecht kirchlicher Stiftungen. Ein Blick auf ökonomische Aspekte des kirchlichen Stiftungswesens rundet den Tagungsband ab.
Inhaltsverzeichnis6
Ansgar Hense: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft kirchlicher Stiftungen: einleitende Bemerkungen8
I. Die Kirche geht stiften?8
II. Die Beiträge dieses Bandes13
III. Kurzer Ausblick16
I. Historische Grundlagen des kirchlichen Stiftungswesens18
Benjamin Scheller: Memoria, Caritas und das Problem der Dauer Wahlverwandtschaften zwischen den Stiftungen und der Kirche im Mittelalter20
I. Das Motiv der Memoria22
II. Caritas27
III. Das Problem der Dauer32
IV. Schluss37
Albrecht Fiedler: Kirchliche Stiftungen zwischen Säkularisierung und Rekonfessionalisierung40
I. Einleitung40
II. Historische Entwicklung41
1. Antike und Mittelalter41
2. Reformation42
3. Aufklärung43
4. Das 19. und 20. Jahrhundert43
III. Rechtsgrundlagen45
1. Das Recht kirchlicher Stiftungen45
2. Abgrenzung weltlicher und kirchlicher Stiftungen nach staatlichem Recht46
a) Kirchliche Zwecke47
b) Organisatorische Zuordnung zu einer Kirche48
c) Anerkennung durch die zuständige Kirchenbehörde49
IV. Der Fall Vereinigte Hospitien49
1. Argumentation der Vereinigten Hospitien und des Landes Rheinland-Pfalz50
2. Entscheidung des VG Trier51
a) Begründung51
b) Kritik52
3. Entscheidung des OVG Koblenz54
a) Begründung54
b) Kritik56
V. Fazit57
II. Die kirchliche Stiftungslandschaft58
Kristin Meyer: Katholische Stiftungslandschaft in Deutschland60
I. Einleitung60
II. Gegenwärtiger Bestand an Katholischen Stiftungen in Deutschland61
III. Bedeutung62
IV. Geschichte63
V. Begriff66
1. Katholizität66
2. Kirchlichkeit67
VI. Rechtsgrundlagen68
1. Kirchlicher und weltlicher Rechtskreis68
2. Rechtsgrundlagen im weltlichen Recht69
3. Rechtsgrundlagen im katholischen Kirchenrecht71
VII. Zwecke71
VIII. Erscheinungsformen71
1. Die Erscheinungsformen im Hinblick auf die Stiftungszwecke71
a) Messstiftungen72
b) Pfründestiftungen, Ortskirchenstiftungen72
c) (Andere) Stiftungen im Bereich der Kirchengemeinden73
d) Wohltätigkeitsstiftungen, Soziale Zwecke73
e) Schulstiftungen75
f) Bürgerstiftungen75
g) Stiftungen als Träger katholischer Hochschulen75
h) Förderstiftungen76
2. Erscheinungsformen im Hinblick auf die rechtliche Struktur76
a) Selbständige und unselbständige Stiftungen76
b) Öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Stiftungen78
IX. Stifter80
X. Aufsicht über katholische Stiftungen80
XI. Ausblick82
Rainer Rausch: Die evangelische Stiftungslandschaft in Mecklenburg84
I. Kirchliche Stiftungen als Beitrag eines christlich verstandenen Gemeinwohls84
1. Kennzeichen kirchlicher Stiftungen84
2. Varianten kirchlicher Stiftungen84
II. Historische kirchliche Stiftungen85
1. Kirchenstiftung der örtlichen Kirche mit der Ärar- und Pfründefunktion85
2. Historische Stiftungen mit diakonischem Zweck86
III. Stiftungsgründungen nach der Wende86
1. Beratung des Oberkirchenrates bei Stiftungsneugründungen86
2. Die 7 W-Fragen bei einer Stiftungsgründung87
a) Warum eine Stiftung?87
b) Welcher Stiftungszweck?87
c) Welche Stiftungsform?87
d) Welcher Name?88
e) Welche Vermögensausstattung?88
f) Welche Stiftungsorgane?88
g) Wann erfolgt die Stiftungserrichtung?89
IV. Stiftungsverzeichnis unserer Landeskirche89
1. Anstaltsstiftungen mit diakonischem Zweck89
a) Hospital zum Heiligen Geist Bützow (1566)90
b) Michaelshof Rostock (10. 04. 1845)90
c) Augustenstift Schwerin (1852)91
d) Stift Bethlehem Ludwigslust (29. 06. 1860)92
e) Anna-Hospital-Stiftung Schwerin (1866)95
f) St. Georgstift Grevesmühlen (9. 6. 1869)96
2. Karitative Förderstiftungen für kirchgemeindliche Zwecke96
3. Conrad-Gessner-Stiftung zu Gunsten einer evangelischen Schule101