: Kai-Alexander Heeren
: Kapitalgeberschutz und hybride Finanzierungsinstrumente. Risikoabhängiges Schutzinstrumentarium durch kapitalmarkt-, gesellschafts- und schuldrechtliche Regelungsmechanismen.
: Duncker& Humblot GmbH
: 9783428526437
: Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht
: 1
: CHF 72.20
:
: Handels-, Wirtschaftsrecht
: German
: 408
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Die Entwicklung des Marktes für hybride Finanzierungsinstrumente wie Genussscheine, Wandelschuldverschreibungen, Optionsanleihen, partiarische Darlehen oder (atypische) stille Gesellschaften (auch Mezzanine-Kapital genannt) hat sich in den letzten Jahren rasant fortgesetzt. Die hierfür geltenden rechtlichen Vorgaben haben damit bisher kaum Schritt halten können. Der Verfasser untersucht hybride Finanzierungsinstrumente hinsichtlich des ihren Inhabern gewährten Kapitalgeberschutzes. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht dabei die Herausarbeitung der wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung. Dabei knüpft der Autor nicht an Produktbezeichnungen, sondern an die Risikostruktur bzw. die einzelnen Strukturmerkmale von hybriden Finanzierungsinstrumenten an. Kai-Alexander Heeren kommt zu dem Ergebnis, dass ein nach Risikograden abgestufter, hinreichender Kapitalgeberschutz für Inhaber hybrider Finanzierungsinstrumente besteht. Weitere gesetzgeberische Maßnahmen in diesem Bereich sind nicht angezeigt.
Vorwort8
Inhaltsübersicht10
Inhaltsverzeichnis12
A. Einführung in die Thematik20
I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Zielformulierung20
II. Gang der Untersuchung22
B. Bestimmung des Untersuchungsgegenstands: Hybride Finanzierungsinstrumente24
I. Innovation auf den Finanzmärkten und Gründe für die Ausgabe und den Erwerb hybrider Finanzierungsinstrumente24
1. Erklärung des Begriffs der Finanzinnovation25
2. Einflussfaktoren auf Finanzinnovationen28
a) Vorteilhaftere Bilanzdarstellung31
b) Erschwerung von Unternehmensübernahmen31
c) Spezialfall Venture Capital32
d) Hindernisse für Innovationen – Free-Riding und Sunk Cost34
3. Investmentbanking und Design innovativer Finanzprodukte35
4. Zwischenergebnis36
II. Rechtliche Analyse: Hybride Finanzierungsinstrumente als Misch- oder Zwischenformen von Eigen- und Fremdkapital bzw. Aktie und Schuldverschreibung38
1. Unternehmensfinanzierung und Eigenkapital40
2. Gesetzliche Eigenkapitalbegriffe43
a) Bilanzrecht (§§ 272, 266 Abs. 3 A, 247 Abs. 1 HGB)43
b) Aufsichtsrecht für Kreditinstitute (§ 10 KWG)44
c) Versicherungsaufsichtsgesetz (§ 53c VAG)45
d) Eigenkapitalersetzende Gesellschafterdarlehen46
e) Steuerrecht (§§ 8, 8a KStG)49
f) Zwischenergebnis54
3. Funktionen des Eigenkapitals55
4. Möglichkeit der eindeutigen Abgrenzung anhand einzelner inhaltlicher Kriterien?56
a) Eigentums- bzw. Mitgliedschaftsrecht57
b) Gewinnabhängige Vergütung62
c) Verlustbeteiligung62
d) Anspruch auf das Auseinandersetzungsguthaben62
e) Dauer der Kapitalüberlassung63
f) Wirtschaftliche Betrachtungsweise63
g) Risiko64
5. Dualismus noch zeitgemäß?67
6. Vom Eigen- und Fremdkapital zum Finanzierungsinstrument69
a) Begriff des Finanzierungsinstruments70
b) Wirkungsweise des Rechtsbegriffs Finanzierungsinstrument72
c) Abgrenzung Finanzinstrument, Finanzierungsinstrument und Finanztermingeschäft73
d) Hybrides Finanzierungsinstrument und Hybridkapitalgeber75
7. Keine Beschränkung der Finanzierungsfreiheit durch §§ 139 ff. AktG76
8. Zwischenergebnis81
III. Entwicklung eines Oberbegriffs „Hybrides Finanzierungsinstrument“ durch Analyse einzelner Finanzierungsinstrumente82
1. Genussrechte bzw. Genussscheine82
a) Rechtsgrundlage82
b) Inhalt und Ausgestaltung in der Praxis83
c) Rechtsnatur85
d) Normzwecktheorie86
e) Exkurs: Genussrechtsinhaber, gemeinsamer Zweck und analoge Anwendung gesellschaftsrechtlicher Regelungen88
f) Zwischenergebnis93
2. Gewinnschuldverschreibungen93
a) Inhalt und Ausgestaltung93
b) Abgrenzung zu Genussscheinen94
c) Zwischenergebnis95
3. Optionsanleihen95
a) Inhalt und Ausgestaltung95
b) Rechtliche Einordnung95
c) Zwischenergebnis96
4. Wandelschuldverschreibungen97
a) Inhalt und Ausgestaltung97
b) Zwischenergebnis98
5. Floating Rate Notes und Zero Coupon Bonds98
a) Inhalt und Ausgestaltung98
b) Zwischenergebnis99
6. Stille Gesellschaft99
a) Rechtlicher Regelungsrahmen99
b) Inhalt und Ausgestaltung in der Praxis100
c) Zulässigkeit innovativer Abweichungen vom gesetzlichen Modell101
d) Stille Gesellschaft und gemeinsame Zweckverfolgung102
e) Zwischenergebnis102
7. Partiarische Darlehen104
a) Inhalt und Ausgestaltung104
b) Abgrenzung zur stillen Gesellschaft105
c) Merkmal der Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks als randscharfes Abgrenzungskriterium?108
d) Abgrenzung nach dem Grad des übernommenen Risikos109
8. Aktienanleihen109
a) Inhalt und Ausgestaltung109
b) Rechtliche Einordnung111
c) Zwischenergebnis112
9. Vorzugsaktien113
a) Rechtliche Rahmenbedingungen113
b) Wirtschaftliche Motivation bei der Ausgabe von Vorzugsaktien116
c) Eigenkapital, hybrides Element und Treuepflicht118
10. Tracking Stocks120
a) Inhalt und Ausgestaltung120
b) Wirtschaftliche Motivation zur Ausgabe von Tracking Stocks121
c) Zulässigkeit von Tracking Stocks nach deutschem Recht122
d) Alternative Gestaltungsmöglichkeiten126
aa) Stille Gesellschaft126
bb) Gewinnschuldverschreibung und Genussrecht127
e) Zwischenergebnis128
11. Zwischenergebnis129
12. Definition des Begriffs des hybriden Finanzierungsinstruments132
C. Kapitalgeberrisiken und Kapitalgeberschutz133
I. Risiken hybrider Finanzierungsinstrumente für Kapitalgeber und -nehmer133
1. Substanzerhaltungsrisiko134
2. Abwicklungs- und Verwaltungsrisiko135
3. Interessenvertretungsrisiko136
4. Informationsrisiko137
5. Konditionenrisiko137
6. Obliegenheiten des Kapitalgebers138
II. Ansätze für den Kapitalgeberschutz139
1. Subjektiver Anlegerschutz: Kapitalgeber als Gesellschafter- bzw. Gläubigertypus140
2. Objektiver Kapitalgeberschutz: Finanzierungsinstrument als Anknüpfungspunkt142
III. Kein abschließender spezialgesetzlicher Kapitalgeberschutz142
1. Ausgabe hybrider Finanzierungsinstrumente (§§ 221, 292 Abs. 1 Nr. 2, 293 Abs. 1 AktG)143