: Sabine Pellens
: Entwicklungsgemeinschaften in der WTO. Die internen Rechtsordnungen der regionalen Integrationsgemeinschaften zwischen Entwicklungsländern und ihre Stellung im Recht der Welthandelsorganisation.
: Duncker& Humblot GmbH
: 9783428525287
: Hamburger Studien zum Europäischen und Internationalen Recht
: 1
: CHF 76.80
:
: Internationales Recht, Ausländisches Recht
: German
: 313
: Wasserzeichen
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: PDF
Entwicklungslände n wird zur Verbesserung ihres Lebensstandards sowohl empfohlen, aktiv am multilateralen Handelssystem der Welthandelsorganisation (WTO) teilzunehmen als auch sich an regionalen Handelsabkommen zu beteiligen. Tatsächlich sind die meisten Entwicklungsländer schon längst Mitglied der WTO und zugleich mindestens eines regionalen Handelsabkommens. Insbesondere bestehen etwa 30 regionale Integrationsgemeinschaften, an denen ausschließlich Entwicklungsländer beteiligt sind. Prominente Beispiele sind der Gemeinsame Markt des Südens (MERCOSUR) und die ASEAN-Freihandelszone (AFTA). Sabine Pellens führt für diese Gemeinschaften den Begriff 'Entwicklungsgemeinschaften' ein und nimmt als erste eine umfassende Bestandsaufnahme und einen Vergleich der internen Rechtsordnungen dieser Gemeinschaften vor. Der WTO und ihren Mitgliedstaaten ist es bislang nicht gelungen zu klären, unter welchen Voraussetzungen die Entwicklungsgemeinschaften mit dem Recht der WTO vereinbar sind. Auch in der aktuellen WTO-Handelsrunde von Doha zeichnet sich hierzu noch keine Einigung ab. Die Autorin untersucht das Konfliktpotential, die Ausnahmevorschriften des WTO-Rechts für Integrationsgemeinschaften und für Entwicklungsländer und den sich daraus ergebenden Streit um die Einordnung der Entwicklungsgemeinschaften. Im Wege der praktischen Konkordanz zwischen den Prinzipien der Nichtdiskriminierung und der Entwicklung entwickelt sie die Lösung des Konflikts im geltenden WTO-Recht sowie detaillierte Eckpunkte für eine Neuregelung.
Vorwort6
Inhaltsübersicht8
Inhaltsverzeichnis10
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis18
Abkürzungsverzeichnis19
Einleitung28
Erstes Kapitel: Ein neuer Begriff mit einer langen Geschichte30
§ 1 Einführung des Begriffs Entwicklungsgemeinschaft30
A. Begriff der Integration30
B. Lücke in der Terminologie zur Differenzierung zwischen Integrationsgemeinschaften31
I. Unterscheidung nach Integrationszielen31
II. Unterscheidung nach den beteiligten Staaten32
III. Unterscheidung nach Regionalität32
IV. Defizite der bisherigen Unterscheidungen im Zusammenhang mit der Integration zwischen Entwicklungsländern33
C. Merkmale des hier vorgeschlagenen Begriffs Entwicklungsgemeinschaft33
I. Integrationsgemeinschaft mit dem Ziel der Entwicklung ...34
II. ... zwischen Entwicklungsländern ...37
III. ... derselben geographischen Region39
§ 2 Geschichte der regionalen Integration zwischen Entwicklungsländern40
A. Erste regionale Integrationsbestrebungen als Folge der Entkolonialisierung nach dem Zweiten Weltkrieg40
B. Die Förderung der Entwicklungsgemeinschaften durch die Wirtschaftskommissionen der Vereinten Nationen und die Idee der collective self-reliance in den 1970er Jahren40
C. Neue Welle von Entwicklungsgemeinschaften und die Idee des open regionalism in den 1990er Jahren44
§ 3 Die ökonomische Bewertung im Wandel46
A. Argumente gegen die regionale wirtschaftliche Integration zwischen Entwicklungsländern47
B. Argumente für die regionale wirtschaftliche Integration zwischen Entwicklungsländern50
C. Empfehlungen für die neue Generation von Entwicklungsgemeinschaften53
§ 4 Zunehmende Bedeutung der Entwicklungsgemeinschaften in der Praxis57
Zweites Kapitel: Interne Rechtsordnungen bestehender Entwicklungsgemeinschaften64
§ 5 Ambivalenz zwischen Panafrikanismus und bewaffneten Konflikten in Afrika64
A. Ein vertragsfreundlicher Kontinent64
I. Panafrikanismus, Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU) und Afrikanische Union (AU)64
II. Die Afrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (AEC)67
1. Entstehung67
2. Ziele und Instrumente68
3. Institutionelle Struktur und Entscheidungsmechanismen72
4. Streitbeilegungsmechanismus72
III. Zahlreiche regionale und sub-regionale Integrationsabkommen73
B. Nordafrika75
I. Union des arabischen Maghreb (UMA/AMU)75
II. Große Arabische Freihandelszone (GAFTA)76
III. Sahel- und Saharastaatengemeinschaft (CEN-SAD)77
C. Westafrika79
I. Rat der Verständigung (EC)79
II. Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (ECOWAS)79
1. Entstehung79
2. Ziele und Instrumente80
3. Institutionelle Struktur und Entscheidungsmechanismen81
4. Streitbeilegungsmechanismus82
5. Umsetzung und aktuelle Tendenzen82
III. Mano River Union (MRU)83
IV. Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA)83
D. Zentralafrika85
I. Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (CEMAC)85
II. Wirtschaftsgemeinschaft der Großen-Seen-Staaten (ECGLC/CEPGL)86
III. Wirtschaftsgemeinschaft Zentralafrikanischer Staaten (ECCAS/CEEAC)87
E. Süd- und Ostafrika88
I. Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC)88
1. Entstehung88
2. Ziele und Instrumente89
3. Institutionelle Struktur und Entscheidungsmechanismen89
4. Streitbeilegungsmechanismus90
5. Umsetzung und aktuelle Tendenzen90
II. Zollunion des Südlichen Afrika (SACU)91
III. Gemeinsamer Markt für das östliche und südliche Afrika (COMESA)92
1. Entstehung92
2. Ziele und Instrumente93