: Jörn Witt
: Internet-Aktivitäten öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten.
: Duncker& Humblot GmbH
: 9783428524358
: Schriften zu Kommunikationsfragen
: 1
: CHF 72.20
:
: Öffentliches Recht, Verwaltungs-, Verfassungsprozessrecht
: German
: 349
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Bereits vor mehr als zehn Jahren begannen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, das neue Medium Internet für ihre Angebote zu nutzen. Die politische und rechtliche Diskussion um die Zulässigkeit dieser Internet-Aktivitäten ist bis heute nicht verstummt. Jörn Witt führt zunächst kurz in die wesentlichen technischen Rahmenbedingungen ein, um sodann das einfache Recht, das deutsche Verfassungsrecht sowie das europäische Regelungsregime als Maßstab an öffentlich-rechtliche Online-Aktivitäten anzulegen. Schwerpunkte sind dabei insbesondere die Zuordnung zum Funktionsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie auf europarechtlicher Ebene die Prüfung der Vereinbarkeit mit dem Beihilferegime sowie der Dienstleistungsfreiheit. Der Verfasser macht dabei deutlich, dass den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten das Internet als Betätigungsfeld offen stehen muss, gleichzeitig aber Grenzen aus der besonderen Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erwachsen.
Vorwort6
Inhaltsverzeichnis8
Einführung20
A. Problemaufriss20
B. Ziel und Gang der Untersuchung22
Kapitel 1: Rundfunk und das Internet25
A. Grundlagen25
I. Phänomen Internet25
1. Technische Struktur des Internets25
a) Das Internet als virtuelles Netzwerk25
b) Internet-Protokolle26
c) Internet-Dienste27
aa) Das World Wide Web27
bb) Streaming Media-Dienste28
cc) Einsatz der „Push-Technologie“30
2. Internet-Zugangstechnologien31
a) Telefonleitung31
b) Breitbandkabelnetz32
c) Powerline33
d) Funkgesteuerte Anbindung34
e) Ausblick35
3. Akteure im Internet36
II. Anwendungsmöglichkeiten für Rundfunkveranstalter im Internet37
1. Informationen zum Programm/Programmbegleitende Informationen37
2. Kommunikationsangebote38
3. Rundfunk „On Demand“/„Live Streams“39
4. Internetspezifische Sendeformen39
5. Push-Dienste40
6. Vermarktungsaktivitäten40
B. Überblick über die derzeitigen Angebote der Rundfunkveranstalter im Internet41
I. ARD41
1. Gemeinsame ARD-Angebote42
a) „ard.de“ als Dachportal42
b) Nachrichtenportale: „tagesschau.de“, „sport.ard.de“ und „boerse.ard.de“42
c) „DasErste.de“43
d) Weitere Angebote43
2. Angebote der einzelnen Landesrundfunkanstalten44
II. ZDF45
III. Angebote der gemeinsam von ARD und ZDF veranstalteten Sender46
IV. Private Rundfunkveranstalter46
Kapitel 2: Online-Aktivitäten und Verfassungsrecht48
A. Verfassungsrechtlicher Rundfunkbegriff48
I. Verhältnis des einfach- zum verfassungsrechtlichen Rundfunkbegriff48
II. Elemente des verfassungsrechtlichen Rundfunkbegriffs49
1. Bestimmung für die Allgemeinheit50
a) Funktion: Scheidung der Massen- von der Individualkommunikation50
b) Definitionsmerkmale51
aa) Allgemeinzugänglichkeit51
bb) Adressierung an die Allgemeinheit53
(1) Unerheblichkeit der räumlichen Zerstreuung des Publikums53
(2) Unbeachtlichkeit des Grades der Selektionskompetenz54
2. Darbietung55
a) Meinungsbildungsrelevanz als ausschlaggebendes Kriterium55
b) Operationalisierung des Begriffes der Meinungsbildungsrelevanz58
aa) BVerfG: Breitenwirkung, Aktualität und Suggestivkraft58
bb) DLM: Konkretisierung durch Verwendung „offener Typenmerkmale“59
(1) Vorstellung des Modells59
(2) Tragfähigkeit des Modells59
(a) Übertragbarkeit auf den verfassungsrechtlichen Rundfunkbegriff59
(b) „Offene Typenmerkmale“ als Beitrag zur Dynamisierung des Rundfunkbegriffs60
(3) Einzelne „Typenmerkmale“ auf dem Prüfstand61
(a) „Wirkungsintensität der verbreiteten Inhalte“61
(b) „Redaktionelle Gestaltung der Inhalte“61
(c) „Realitätsnähe der dem Rezipienten präsentierten Inhalte“65
(d) „Reichweite und gleichzeitige Rezeptionsmöglichkeit/tatsächliche Nutzung“65
(aa) Reichweite und tatsächliche Nutzung eines Angebots65
(bb) Gleichzeitige Rezeptionsmöglichkeit67
(cc) Zusammenfassung68
(e) „Geringe Interaktivität und einfache Bedienbarkeit des Empfangsgeräts“68
(aa) Begriffsklärung68
(bb) Einfluss des Grades der Interaktivität auf die Meinungsbildungsrelevanz69
cc) Zusammenfassung71
3. Fernmeldetechnische Verbreitung71
4. Zusammenfassung73
B. Subsumtion der Online-Aktivitäten unter den verfassungsrechtlichen Rundfunkbegriff74
I. Bestimmung für die Allgemeinheit74
1. Allgemeinzugänglichkeit74
2. Adressierung an die Allgemeinheit75
3. Zusammenfassung78
II. Darbietungen aller Art78
1. Breitenwirkung, Aktualität und Suggestivkraft von Online-Aktivitäten79
a) Breitenwirkung79
b) Aktualität82
c) Suggestivkraft83
aa) Bild-Ton-Kombinationen (z.B. Streaming-Angebote)83
bb) Andere Online-Angebote84
2. Zusammenfassung86
III. Fernmeldetechnische Verbreitung87
IV. Ergebnis87
Kapitel 3: Online-Aktivitäten und Funktionsauftrag88
A. Funktionsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks88
I. Grundlagen in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts89
1. Vierte Rundfunkentscheidung: Entwicklung des Grundversorgungsauftrags89
2. Fünfte Rundfunkentscheidung91
a) Ausdifferenzierung der Dogmatik der Grundversorgung91
b) Zulässigkeit von Angeboten „jenseits der Grundversorgung“92
3. Sechste Rundfunkentscheidung93
a) Aussagen zur Grundversorgung und zum klassischen Rundfunkauftrag93
b) Formulierung einer Bestands- und Entwicklungsgarantie95
4. Rundfunkfinanzierungs- und Gebührenentscheidungen96
5. Zusammenfassung der Position des Bundesverfassungsgerichts98
II. Entwicklung eines Funktion