: Katrin Hancke
: Vorrats- und Mantel-GmbH. Gläubigerschutz durch eine analoge Anwendung der Gründungsvorschriften?
: Duncker& Humblot GmbH
: 9783428521883
: Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht
: 1
: CHF 81.30
:
: Handels-, Wirtschaftsrecht
: German
: 279
: Wasserzeichen
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: PDF
Katrin Hancke beschäftigt sich mit der Frage, ob bei der Verwendung von Mantel- und Vorratsgesellschaften die Gründungsvorschriften des GmbHG aus Gläubigerschutzgründen analog anzuwenden sind. Ausgangspunkt der Untersuchung sind zwei Beschlüsse des BGH zur analogen Anwendung der Gründungsvorschriften auf derartige Gesellschaften. Die Rechtsprechung des EuGH zur Niederlassungsfreiheit und die zunehmende Kritik am deutschen Kapitalschutzmodell haben neue Brisanz in die Problematik gebracht. Diese Entwicklungen können bei der Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung des BGH nicht unberücksichtigt bleiben, sondern sie sind die Grundlage für eine erneute Beleuchtung der Problematik im europäischen Kontext. Ziel dieser Arbeit ist es, die Behandlung von Vorrats- und Mantelgesellschaften auf Grundlage der bisher gefundenen Lösungsansätze zu untersuchen und im Hinblick auf die neuen Herausforderungen durch die Rechtsprechung des EuGH einer konsequenten Lösung zuzuführen.
Vorwort8
Inhaltsübersicht10
Inhaltsverzeichnis12
Abkürzungsverzeichnis20
Einleitung24
1. Kapitel: Begriffsbestimmungen, Motive und praktische Relevanz27
I. Die Begriffe27
I. Die Begriffe27
I. Die Begriffe27
I. Die Begriffe27
2727
1. Definition der Mantelgesellschaft28
2. Definition der Vorratsgesellschaft29
II. Der Begriff der29
II. Der Begriff der29
3129
1. Die offene Vorratsgründung31
2. Die verdeckte Vorratsgründung32
III. Der Begriff der32
III. Der Begriff der32
III. Der Begriff der32
III. Der Begriff der32
3232
IV. Motive für Vorratsgründung und Mantelverwendung34
1. Motive in der Vergangenheit34
a) Steuerlicher Verlustvortrag35
b) Gründung einer Einmann-GmbH37
c) Umgehung der durch die GmbH-Novelle verschärften Mindestkapitalvorschriften39
2. Aktuelle Motive40
a) Umgehung des langwierigen Gründungsverfahrens und der damit verbundenen Haftungsrisiken40
b) Umgehung der Kapitalaufbringungsvorschriften41
c) Ausnutzen des41
c) Ausnutzen des41
4141
V. Vorteile, Nachteile und praktische Relevanz von Vorrats- und Mantelgesellschaften42
1. Vorteile und Nachteile42
2. Praktische Relevanz43
2. Kapitel: Rechtliche Zulässigkeit der Vorratsgründung und der Verwendung von Mantel- und Vorratsgesellschaften45
I. Vorrats- und Mantel-GmbHs als nicht vollwertige Kapitalgesellschaften?45
1. Der Einwand des fehlenden Verbandszwecks45
2. Der Einwand des fehlenden Geschäftsbetriebes47
3. Ergebnis47
II. Einwände gegen die Zulässigkeit der Vorratsgründung48
1. Einwände gegen die offene Vorratsgründung48
a) Die ursprüngliche Ansicht von der Nichtigkeit der Vorratsgründung48
b) Differenzierung zwischen offener und verdeckter Vorratsgründung50
2. Einwände gegen die verdeckte Vorratsgründung52
a) Nichtigkeit wegen Vorliegens eines Scheingeschäftes gemäß § 117 BGB53
aa) Angabe eines fiktiven Unternehmensgegenstandes53
bb) Angabe eines nicht in absehbarer Zeit zu verwirklichenden Unternehmensgegenstandes56
b) Nichtigkeit wegen Gesetzesumgehung gemäß § 134 BGB58
aa) Umgehung der Gründungsvorschriften59
bb) Nichtigkeit wegen Verstoßes gegen § 3 Abs. 1 Nr. 2 GmbHG59
(1) Verstoß gegen § 3 Abs. 1 Nr. 2 GmbHG61
(2) Rechtsfolgen des Verstoßes62
3. Ergebnis65
III. Einwände gegen die Zulässigkeit der Verwendung von Vorrats- und Mantelgesellschaften66
1. Sittenwidrigkeit gemäß § 138 BGB67
2. Nichtigkeit gemäß § 134 BGB69
3. Kapitel: Zur Anwendung der Kapitalaufbringungsvorschriften auf die Verwendung von Mantel- und Vorratsgesellschaften74
I. Problemaufriss74
II. Direkte Anwendung der Kapitalaufbringungsvorschriften74
III. Analoge Anwendung der Kapitalaufbringungsvorschriften75
1. Die verschiedenen Ansichten in Rechtsprechung und Literatur bis zu den Urteilen des BGH75
a) Für eine analoge Anwendung der Gründungsvorschriften auf Vorrats- und Mantelgesellschaften75
aa) Vorliegen einer wirtschaftlichen Neugründung76
bb) Umgehung der Gründungsvorschriften79
cc) Gläubigerschutz80
b) Die Ausgestaltung der analogen Anwendung der Gründungsvorschriften nach der bisher herrschenden Meinung81
aa) Kapitalaufbringungspflicht81
(1) Gesetzliches Mindeststammkapital82
(2) Statutarisches Stammkapital82
bb) Sachgründung83
cc) Registergerichtliche Kontrolle84
dd) Unterbilanz- und Handelndenhaftung85
c) Gegen eine analoge Anwendung der Gründungsvorschriften86
aa) Kritik am Tatbestand der wirtschaftlichen Neugründung87
bb) Der Umgehungsgedanke als Normanwendungsproblem89
cc) Schwierigkeiten bei der Abgrenzung der wirtschaftlichen Neugründung89
dd) Gläubigerschutz – Mantelgesellschaften als Teilproblem mangelnder Kapitalausstattung90
2. Die Entscheidung des BGH vom 09.12.2002 zur analogen Anwendung der Gründungsvorschriften auf Vorratsgesellschaften92
a) Die Argumen