: Susan Elizabeth Phillips
: Dieser Mann macht mich verrückt! Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641107550
: Die Chicago-Stars-Romane
: 1
: CHF 8.90
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: German
: 512
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine streitlustige Blondine und ein schlagfertiger Football-Star auf einem gemeinsamen Road Trip – und mit jeder Meile kommen sie einander näher ...

Verflixt noch mal! Als Blue Bailey von ihrem Freund in einem Kuhkaff sitzen gelassen wird, ist ihre einzige Rettung irgend so ein Schönling im Cabrio. Denn Blue muss dringend nach Texas. Aber zum Glück findet Dean Robillard, dass auf einer Tour quer durch die USA nichts besser unterhält als eine streitlustige Blondine. Allerdings hat Blue jetzt ein weiteres Problem: Gibt’s was Schlimmeres für eine selbstbewusste junge Frau, als tagelang auf engstem Raum neben einem richtig sexy Typen zu sitzen, der – und das ist ja wohl die Höhe! – noch dazu sehr nett ist?

Die »Chicago Stars«-Reihe:
1. Ausgerechnet den?
2. Der und kein anderer
3. Bleib nicht zum Frühstück!
4. Träum weiter, Liebling
5. Verliebt, verrückt, verheiratet
6. Küss mich, wenn du kannst
7. Dieser Mann macht mich verrückt
8. Verliebt bis über alle Sterne
9. Und wenn du mich küsst

Alle Romane sind eigenständig lesbar.

Susan Elizabeth Phillips ist eine der meistgelesenen Autorinnen der Welt. Ihre Romane erobern jedes Mal auf Anhieb die Bestsellerlisten in Deutschland, England und den USA. Die Autorin hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Chicago.

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Blue konzentrierte sich darauf, ihre Atemzüge zu zählen, und hoffte, das würde sie beruhigen. Aber die Panik verebbte nicht. Verstohlen musterte sie den attraktiven Mann an ihrer Seite. Erwartete er wirklich, sie würde ihm glauben, dass er schwul war? Klar, er trug diese Schwulenstiefel, und er sah verdammt gut aus. Trotzdem strahlte er genug heterosexuelle Megawatt-Ströme aus, um die ganze weibliche Bevölkerung dieses Landes zu entflammen. Was er zweifellos tat, seit er den mütterlichen Schoß verlassen, sein Spiegelbild in der Brille des Geburtshelfers erblickt und der Welt fröhlich zugewinkt hatte …

Eigentlich hielt ich Montys Verrat für den schrecklichen Höhepunkt meines Lebens, das sich immer schneller zur Katastrophe entwickelt. Doch nun war sie Dean Robillards Gnade ausgeliefert. Niemals wäre sie ins Auto eines Profi-Footballspielers gestiegen, hätte sie ihn erkannt. Sein fast nackter, unglaublich muskulöser Körper prangte auf allen Plakatwänden und warb für End Zone, eine Herrenunterwäsche, mit dem denkwürdigen Slogan: »Bringen Sie Ihren Hintern in die richtige Zone.« Erst neulich hatte sie sein Bild in derPeople-Ausgabe mit den Porträts der fünfzig schönsten Menschen gesehen. Auf diesem Foto wanderte er in einem Smoking mit hochgekrempelten Ärmeln barfuß über einen Strand. Obwohl sie sich nicht erinnerte, für welches Team er spielte, stand jedenfalls fest: Er gehörte zur Kategorie der Männer, um die sie einen weiten Bogen machte. Nicht, dass ihr solche Typen ständig über den Weg liefen. Aber jetzt stand er zwischen ihr, einem Obdachlosenheim und einem Schild mit der Aufschrift: »Für ein Stück Brot male ich, was Sie wollen.«

Wie sie vor drei Tagen herausgefunden hatte, war ihr Sparkonto mit dem Achttausend-Dollar-Notgroschen ebenso leergeräumt worden wie das Girokonto. Nun hatte Monty noch ihre letzten zweihundert Dollar gestohlen. In ihrer Brieftasche steckten noch ganze acht Dollar. Sie besaß nicht einmal eine Kreditkarte, was ein schwerwiegendes Versäumnis war. Seit sie erwachsen war, hatte sie es geschafft, niemals mittel- und hilflos dazustehen. Bis jetzt.

»Warum sind Sie nach Rawlins Creek gefahren, Dean?« Blue versuchte den Eindruck zu erwecken, sie würde nur Konversation machen. In Wirklichkeit wollte sie Informationen sammeln, um festzustellen, woran sie mit ihm war.

»Weil ich ein Taco Bell-Schild gesehen habe. Leider ist mir bei der Begegnung mit Ihrem Liebhaber der Appetit vergangen.«

»Mit meinemEx.«

»Das begreife ich nicht. Sobald ich den Kerl sah, wusste ich – das ist ein Loser. Hat Ihnen das keiner Ihrer Freunde in Seattle erklärt?«

»Ich war oft unterwegs.«

»Verdammt, danach hätten Sie jeden Fremden an einer x-beliebigen Tankstelle fragen können.«

»Hinterher ist man immer schlauer.«

Er warf ihr einen kurzen Blick zu. »Jetzt fangen Sie gleich zu weinen an, nicht wahr?«

Bis sie verstand, was er meinte, dauerte es eine Weile. »Keine Bange, ich bin sehr tapfer«, erwiderte sie mit kaum merklichem Sarkasmus.

»Sie müssen mir nichts vormachen. Reden Sie sich alles von der Seele, das ist die beste Methode, ein gebrochenes Herz zu heilen.«

Nein, Monty hatte sie nur in Wut gebracht und ihr Herz ganz sicher nicht gebrochen. Aber er hatte ihre Konten nicht abgeräumt. Ihr Angriff auf ihn war eine Überreaktion gewesen. Das wusste sie. Schon zwei Wochen nach dem Anfang der Beziehung hatte sie gemerkt, dass sie seine Freundschaft vorziehen würde, und ihn von der Bettkante geschubst. Gewiss, sie teilten einige Interessen. Trotz seiner Egozentrik hatte sie seine Gesellschaft geschätzt. Sie waren zusammen ausgegangen, ins Kino und in Galerien, und einer hatte den anderen bei