: C.S. Steinberg
: Savinama - Der Wächter Fantasy-Roman
: mainebook Verlag
: 9783944124131
: 1
: CHF 5.40
:
: Fantasy
: German
: 380
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
'Savinama - der Wächter' ist das Begleitbuch zur 2012 erscheinenden Trilogie 'Magie der Schatten'. Inhalt: Einst sandten Leben und Tod vier Wächter aus. Einen für jedes Element. Und sie sandten einen fünften Wächter, den Ecares Vigil, Mittelpunkt der Ewigkeit. Sein Name ist Savinama - die Legende des ersten Wächters, Waage der Ewigkeit, Bote von Anfang und Ende. Wenn er erscheint, droht der Untergang der Welt und aller Hoffnungen. Sein Weg trägt Asche unter den Füßen, sein Wort ist Geburt und Tod. Und doch steht sein eigenes Sein auf dem Spiel. Was ist, wenn die Elemente beginnen in Gut und Böse zu unterscheiden? Wenn Leben und Tod verbannt werden? Und was, wenn der Preis für das Überleben der Welt zu hoch ist? 'Manchmal braucht es Liebe, um eine ganze Welt zu retten, manchmal reicht nicht einmal sie.'

C.S. Steinberg ist das Pseudonym einer 1977 in Deutschland geborenen Autorin. 2007 wagt sie die erste Veröffentlichung in der Autorenanthologie 'Handverlesen'. 2009 präsentiert sie 'Savinama - der Wächter' erstmals im Internetradio und baut sich damit eine Fangemeinde auf. 2011 erscheint 'Savinama' als Buch. 2012 wird im Herbst der erste Band der Fantasy-Trilogie 'Magie der Schatten' erscheinen.

2.


Mit leisem Kratzen glitt die Federüber das Pergament. Sanft zeichnete sie Linien und Punkte auf. Immer wieder hielt der Mann inne, betrachtete liebevoll das Werk, ehe er erneut die Spitze in die schwarze Tinte tauchte. Leise Schritte ließen ihn aufsehen und ein Lächeln zeichnete sich auf seinen Lippen ab.

„Ineana, hast du den Tag mit deinen Kindern genossen?“

Leichtfüßig kam sie herein und legte einige Bücher auf einen kleinen Tisch, neben den großen, auf dem die Karte ausgebreitet lag.

„Ja, war sehr schön und wie ich sehe, warst du in der Zwischenzeit sehr fleißig.“

Sie hatte das Kleid vom Morgen gegen ein weißes ausgetauscht, das ihre Figur umspielte wie ein luftiger Morgenwind, und ihr Haar war zu kunstvollen Zöpfen geflochten. Sie lief wie meist barfuß und um ihr schlankes Fußgelenk funkelte ein weiß schimmerndes Kettchen, das in einem Ring an ihrem mittleren Zeh endete.

Prüfend betrachtete sie die Skizze.„Eine wundervolle Arbeit, Arthol.“

Er seufzte und streckte sich.„Jedoch bekommt es meinem Rücken nicht, so lange in dieser Haltung zu verweilen.“

Wie Ineana hatte er lange schwarze Haare, die ihm glatt den Rücken hinunterfielen. Seine sturmgrauen Augen trugen etwas Warmes in sich. Der Kreisführer Liyiells legte die Feder zur Seite und sein Blick verweilte kurz auf den schwarzen Fingerkuppen. Bedächtig drehte er sich herum und trat ans Fenster, wo auf einer kunstvoll geschnitzten Kommode eine Schüssel mit Wasser stand.

„Nun wollen wir uns wieder den wichtigen Dingen widmen, den Vorbereitungen für das Fest der Sonnenfeuer.“

Sie lachte. Wer außer Arthol sollte seine Arbeit als unwichtig bezeichnen?

Sein Blick schweifte durch die großen Fenster,über den Balkon nach draußen.„Es ist so ein schöner Tag, lass uns im Park spazieren gehen und die Einzelheiten besprechen.“ Er hob vom Stuhl einen weißen Mantel und zog ihnüber die naturbelassene Tunika. Ein schwerer Stoff, der seiner kräftigen Statur etwas Elegantes verlieh. Vom Hals bis zum Bauch mit kleinen geschmiedeten Halterungen versehen, die als Schließen dienten, und an den Säumen dezente Stickereien mit goldenem Garn.

Nur wenige Minuten später schritten sie langsam die kiesbedeckten Wege entlang. Um sie herum herrschte fröhliches Treiben. Kinder lachten, Vögel zwitscherten und zwischen alldem war man dabei die ersten Feuer aufzuschichten, die in drei Nächten entfacht werden sollten, um einen magischen Tag zu feiern.

Allen, denen sie begegneten, grüßten den Kreisführer freundlich. Stets nickte er leicht, hielt inne, wenn jemand eine Frage an ihn richtete, und hatte immer ein Lächeln auf den Lippen.

Amäußersten Rand, an der hohen Mauer, die das riesige Gebäude umfasste, blieben sie stehen. Arthol wandte sich um. Die Arme hinter dem Rücken leicht verschränkt, in stolzer Haltung, betrachtete er alles.

„Es wird ein gutes Fest.“ Arthol nickte und ließ seinen Blicküber das große imposante Gebäude schweifen.Über die weißen Steine, die hell im Sonnenlicht leuchteten.Über die ausladenden Balkone und den Efeu, der sich an vielen Seiten die Steine hinauf rankte. Er nahm den eingemeißelten Drachenüber dem Haupttor wahr, dessen Flü