: Rolf Becker, Heike Solga
: Rolf Becker, Heike Solga
: Soziologische Bildungsforschung
: Springer VS
: 9783658001209
: 1
: CHF 32.50
:
: Sonstiges
: German
: 503
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Bildung gehört zu den drängenden sozialen Fragen des 21. Jahrhunderts. Folgerichtig hat die soziologische Bildungsforschung in den letzten beiden Jahrzehnten einen enormen Aufschwung erfahren. Derzeit gehört sie zu einem der innovativsten Bereiche in der sozialwissenschaftlichen Theorie- und Modellbildung, Methodenentwicklung, Datenerhebung und bei den empirischen Erkenntnissen. Gleichwohl gibt es zahlreiche Leerstellen und Verengungen der soziologischen Bildungsforschung. Die Beiträge des Bandes geben daher nicht nur einen Überblick über die aktuelle soziologische Bildungsforschung, sondern widmen sich auch bislang vernachlässigten Themen, Debatten und theoretischen Ansätzen. Zahlreiche Beiträge weisen methodische Innovationen auf, wie z. B. einen Methodenmix aus qualitativen und quantitativen Analyseteilen, Inter- und Intragruppenvergleichen sowie Analysen mit bisher wenig beachteten Datensätzen in der Bildungsforschung.

Der Band umfasst ein breites Themenspektrum, das von der Grundschule bis zur Ausbildung und Hochschule in Deutschland und im internationalen Vergleich reicht. Er beinhaltet neuere Studien zur sozialen Herkunft wie auch zu Behinderung und Intersektionalität oder zu Bildungsmodellen im Zeitalter von Bologna und Kopenhagen. Unter den Autorinnen und Autoren finden sich neben renommierten Forscherinnen und Forschern auch zahlreiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.



Prof. Dr. Rolf Becker ist Professor für Bildungssoziologie an der Universität Bern

 

Prof. Dr. Heike Solga ist Direktorin der Abteilung 'Ausbildung und Arbeitsmarkt' am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) sowie Professorin für Soziologie an der Freien Universität Berlin.

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INHALTSÜBERSICHT5
Einleitung7
SOZIOLOGISCHE BILDUNGSFORSCHUNG –EINE KRITISCHE BESTANDSAUFNAHME*7
I. Einleitung7
II. Entwicklung bildungssoziologischer Beiträge in der „Kölner“8
III. Inhaltliche Entwicklungen der soziologischen Bildungsforschungseit den 1960er Jahren12
IV. Theoretische Fundierung der soziologischen Bildungsforschung –Erfolge und „Blindstellen“19
V. Forschungsbeiträge des Sonderbandes26
Literatur33
I. Bildungsungleichheiten im Schulsystem44
ENTSCHEIDEN DIE SCHÜLER MIT?Der Einfluss von Eltern, Lehrern und Kindern auf den Übergangnach der Grundschule44
I. Einleitung44
II. Ansätze zur Erklärung von Bildungsentscheidungen46
III. Datengrundlage und Untersuchungsmethode48
IV. Ergebnisse52
V. Zusammenfassung und Diskussion60
Literatur62
BILDUNGSUNGLEICHHEITEN UND PRIVATSCHULEN IN DEUTSCHLAND64
I. Einleitung64
II. Rechtliche Rahmenbedingungen und Entwicklung des Privatschulbesuchs65
III. Wer besucht Privatschulen?68
IV. Zahlt sich der Besuch von Privatschulen aus?74
V. Zusammenfassung und Ausblick81
Literatur82
WELCHEN BEITRAG LEISTET „INTERSEKTIONALITÄT“ ZUR KLÄRUNGVON KOMPETENZUNTERSCHIEDEN BEI JUGENDLICHEN?86
I. Einleitung86
II. Forschungsstand zu sozialen Ungleichheiten in den Bildungschancen87
III. Soziale Ungleichheiten und Intersektionalität90
IV. Daten und Methoden93
V. Empirische Analysen95
VI. Fazit und Ausblick103
Literatur107
II. Migration und Integration in das Bildungssystem111
WIE LASSEN SICH DIE HOHEN BILDUNGSASPIRATIONENVON MIGRANTEN ERKLÄREN?Eine Mixed-Methods-Studie zur Rolle von strukturellen Aufstiegschancen undindividueller Bildungserfahrung111
I. Einleitung111
II. Bildungsaspirationen und deren Bedeutung für Migranten112
III. Erklärung der hohen Bildungsaspirationen von Migranten114
IV. Die BiKS-Studie: Datenbasis der qualitativen und quantitativen Untersuchung115
V. Qualitative Studie zu Bildungsaspirationen von türkischen Migranten115
VI. Zusammenfassung und Weiterentwicklung der Hypothesen119
VII. Quantitative Untersuchung der realistischen Bildungsaspirationen von Eltern mit Migrationshintergrund121
VIII. Zusammenfassung und Diskussion132
Literatur134
HERKUNFTSEFFEKTE ODER STATISTISCHE DISKRIMINIERUNGVON MIGRANTENKINDERN IN DER PRIMARSTUFE?*137
I. Nachteile oder Benachteiligung von Migranten im Schulsystem?137
II. Erklärungen und Befunde für Nachteile von Migrantenkindern138
III. Datenbasis, Variablen und statistisches Verfahren144
IV. Empirische Befunde149
V. Zusammenfassung155
Literatur160
RECHTLICHE STRATIFIKATION: DER EINFLUSS DES RECHTSSTATUSAUF BILDUNGSUNTERSCHIEDE ZWISCHEN MIGRANTENGRUPPEN164
I. Einleitung164
II. Theoretische Überlegung zum Einfluss des Rechtsstatus auf den Schulerfolg166
III. Gruppenspezifische Zuwanderungsund Integrationspolitiken in Deutschland169
IV. Datenbasis, Grundgesamtheit und Operationalisierungen171
V. Empirische Ergebnisse174
VI. Zusammenfassung und Schlussfolgerung181
Literatur183
BIOGRAFISCHE DRIFT UND ZWEITE CHANCEBildungs- und Berufsverläufe von Migrantennachkommenin Deutschland und Frankreich186
I. Einleitung186
II. Benachteiligung von Migrantennachkommen im Übergang von der Schule in den Beruf188
III. Institutionelle Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich190
IV. Daten und Methoden191
V. Verlaufsmusteranalysen193
VI. Handlungsstrategien und biografische Verläufe200
VII. Fazit und Ausblick206
Literatur208
III. Zugang zu Ausbildung und Studium und ihre Erträge211
STRUKTURWANDEL DES ÜBERGANGSIN EINE BERUFLICHE AUSBILDUNG211
I. Einleitung211
II. Forschungsstand212
III. Berufliche Ausbildung in Deutschland214
IV. Daten und Methoden217
V. Ergebnisse Tabelle 2222
VI. Zusammenfassung und Fazit228
Literatur230
GEFÖRDERTE CHANCEN?Der Beitrag der Ausbildungsförderung für den Berufseinstiegim „Laboratorium Ostdeutschland“234
I. Einleitung234
II. Zwischen Markt und Staat: Berufliche Ausbildung in Ostdeutschland235
III. Mögliche Ursachen ungleicher Arbeitsmarktbeteiligung238
IV. Datenbasis241
V. Befunde244
VI. Zusammenfassung und Fazit251
Literatur252
GESCHLECHTSTYPISCHE BERUFSWAHL:BEGABUNGSZUSCHREIBUNGEN, ASPIRATIONENUND INSTITUTIONEN256
I. Einleitung256
II. Forschungsstand258
III. Theoretische Überlegungen259
IV. Daten und Methoden264
V. Ergebnisse267
VI. Schlussfolgerungen276
Literatur278
LOHNEN SICH SCHULISCHE UND DUALE AUSBILDUNGGLEICHERMASSEN?Bildungserträge von Frauen und Männern im Vergleich*281
I. Einleitung281
II. Duale und schulische Berufsausbildung – wo liegen die Unterschiede?283
III. Forschungsstand zu Bildungsrenditen von Ausbildungen285
IV. Theoretische Ansätze und Hypothesen287
V. Daten und Operationalisierungen289
VI. Empirische Analyse291
VII. Zusammenfassung und Fazit296
Literatur298
MECHANISMEN SOZIALER UNGLEICHHEIT BEIM ÜBERGANGINS STUDIUM:Prozesse der Status- und Kulturreproduktion302
I. Einleitung302
II. Theoretische Überlegungen304
III. Daten und Methoden308
IV. Herkunftsspezifische Unterschiede in der Studienentscheidung Tabelle 2312
V. Herkunftsspezifische Unterschiede in der Studienfachwahl315
V. Zusammenfassung und Diskussion320
Literatur321
IV. Bildungserwerb im gesellschaftlichen Wandel325
FAMILIENSTRUKTUREN UND SOZIALE BILDUNGSREPRODUKTION325
I. Einleitung325
II. Theoretischer Hintergrund und vorhandene Ergebnisse326