: Monica McCarty
: Mein verführerischer Highlander Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641085094
: Highland Guard-Reihe
: 1
: CHF 4.50
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: German
: 480
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Highlands: ungezähmt und voller Leidenschaft!

Auf dem Schlachtfeld ist Arthur »Ranger« Campbell ein von seinen Feinden gefürchteter und von Verbündeten hoch geschätzter Mann. Als er sich in den Clan des Stammesfürsten einschleicht, der einst seinen Vater tötete, schreit alles in ihm nach Rache. Doch er muss sich einer noch größeren Herausforderung stellen, denn die blonde Schönheit, die ihm den Kopf verdreht hat, ist ausgerechnet die Tochter seines größten Feindes. Als die beiden sich näherkommen, muss er sich schließlich entscheiden: Liebe oder Rache …

Monica McCarty studierte Jura an der Stanford Law School. Während dieser Zeit entstand ihre Leidenschaft für die Highlands und deren Clans. Sie arbeitete dennoch mehrere Jahre als Anwältin, bevor sie dieser Leidenschaft nachgab und zu schreiben anfing. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Minnesota.

PROLOG

St. John’s Church, Ayr, Schottland,
20.
April 1307

Arthur Campbell war nicht da– oder hätte zumindest nicht da sein sollen. Mit seiner Meldung an König Robert Bruce, dass heute Abend hier in der Kirche Silber für die englische Garnison im Norden auf Bothwell Castleübergeben werden sollte, hatte er seinen Teil der Mission vollbracht.

Bruces Männer erwarteten die Ankunft der berittenen Geldboten keine fünfzig Yards entfernt im Schutz der Bäume. Arthurs Anwesenheit war gar nicht vonnöten. Tatsächlich hätte er gar nicht da seindürfen. Die Wahrung seiner Tarnung hatte oberste Priorität. Nachüber zwei Jahren, in denen er den loyalen Gefolgsmann König Edwards spielen musste, hatte er schon zu viel riskiert, um alles wegen eines»unguten Gefühls« aufs Spiel zu setzen. Er hatte nicht nur zu befürchten, dass er sich vor den Engländern hätte rechtfertigen müssen. Im Fall einer Entdeckung durch König Roberts Männer würde man ihn für das halten, was er zu sein schien: für den Feind.

Nur eine Handvoll Männer wusste, wie es um Arthurs wahre Loyalität stand. Sein Leben hing davon ab. Und doch war er da, verbarg sich im Dunkel des bewaldeten Hügels hinter der Kirche, weil ihm ein böses Vorgefühl sagte, dass etwas schiefgehen würde, auf das er sich oft hatte verlassen können.

Das Gebimmel der Kirchenglocke durchbrach die Grabesstille. Die Komplet. Das Abendgebet. Es wurde Zeit.

Völlig reglosöffnete er seine Sinne für alle möglichen Anzeichen herannahender Reiter. Dank seiner vorangegangenen Erkundung des Geländes wusste er, dass Bruces Leute zwischen den Bäumen aufgestellt waren, die die zur Kirche führende Straße säumten. Somit hatten sie einen guten Blick auf alle, die sich näherten, waren aber so weit entfernt, dass sie rasch entkommen konnten, falls die verwundeten Engländer in der als provisorisches Lazarett dienenden Kirche durch den Angriff aufgeschreckt wurden.

Gewiss, die Kirche St. John war nicht der ideale Ort für einen Angriff. Waren schon die verwundeten englischen Krieger in der Kirche ein gewisser Unsicherheitsfaktor, so stellte die auf Ayr Castle stationierte Garnison, die keine halbe Meile entfernt war, eine echte Bedrohung für Bruces Leute dar.

Ihre Informationen waren unvollständig. Arthur hatte erfahren, dass das Geld heute Nacht in der Kircheübergeben werden sollte, auf welchem Weg es hinausgelangen sollte, wusste er jedoch nicht. Da es mindestens vier mögliche Routen aus der Stadt nach Bothwell gab, konnte man nicht sicher sein, welchen Weg die Reiter nehmen würden.

In diesem Fall aber lohnte sich das Risiko. Das für den Sold der englischen Garnison in Bothwell Castle bestimmte Silber– etwa im Wert von fünfzig Pfund– sicherte Bruces vierhundert, in den Wäldern von Galloway verborgenen Männern mehrere Monate den Unterhalt.

Überdies bedeutete das Silber nicht nur fette Beute für Bruce, der Verlust des Geldes würde die Engländer schmerzen– was Sinn und Zweck dieserÜberraschungsangriffe war. Es waren rasche, heftige Schläge, ausgeführt, um den Feind zu verunsichern, die Nachrichtenübermittlung zu erschweren, den Vorteil der zahlenmäßigen und waffentechnischenÜberlegenheit zu mindern und vor allem Furcht in den Herzen der Gegner zu wecken. Mit anderen Worten, sie würden kämpfen, wie er immer schon gekämpft hatte– wie ein Highlander.

Und es tat seine Wirkung. Die englischen Feiglinge bewegten sich mittlerweile höchst ungern in kleinen Gruppen ohne Schutz größerer Einheiten durchs Land. Bruce und seine Männer hatten ihnen so sehr zu schaffen gemacht, dass der Feind sich nun gezwungen sah, das Geld mit Hilfe von Kurieren und Priestern auf geheimen Wegen weiterzuleiten.

Ganz plötzlich erstarrte Arthur. Es herrschte absolute Stille, dennoch spürte er, dass sich jemand näherte. Sein Blick schoss zur Straße und spähte nach beiden Seiten in die Dunkelheit,nichts. Kein Anzeichen von nahenden Reitern. Und doch sträubten sich seine Nackenhaare, sämtliche Instinkte waren in Alarmbereitschaft.

Dann hörte er es. Das leise unverkennbare Knistern von Laub unter Schritten. Hinter ihm.

In seinem Rücken.

Er fluchte. Die Kuriere kamenüber den vom Strand heraufführenden Pfad und nichtüber die Straße vom Dorf her. Zwar würden Bruces Männer sie sofort sehen, doch würde der Angriff viel näher