: Michael Reaves, Steve Perry
: Star Wars. MedStar 1. Unter Feuer Unter Feuer
: Blanvalet
: 9783641078218
: Die MedStar-Reihe
: 1
: CHF 8.00
:
: Science Fiction
: German
: 384
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Tödliche Kämpfe und lebensgefährliche medizinische Operationen: Mehr Spannung geht nicht!
Auf dem Sumpfplaneten Drongar tobt einer der blutigsten Kriege der Republik. Die Jedi-Schülerin Barriss Offee wird ausgesandt, um die Ärzte mit Hilfe der Macht dabei zu unterstützen, die Leben der Klonsoldaten zu retten. Doch während ihre Ideale mit der Wirklichkeit konfrontiert werden, kommt es zu einem Verrat an höchster Stelle. Plötzlich kämpfen sie nicht mehr nur um die Leben der Klone - jetzt steht ihr eigenes Überleben auf dem Spiel.

Michael Reaves erhielt für seine Drehbücher der Fernsehserie 'Batman' einen Emmy Award. Er arbeitet für Steven Spielberg und ist Autor mehrerer erfolgreicher Fantasy-Romane und Science-Fiction-Thriller, die häufig das Übernatürliche thematisieren. Reaves lebt in Los Angeles.

1. Kapitel

FLEHR-7

Die Jasserak-Tiefebene von Tanlassa, nahe der Kondrus-See

Planet Drongar

Jahr 2 nach der Schlacht von Geonosis

Blut schoss hervor, das im Schein des Antisepsisfelds beinahe schwarz wirkte, und spritzte heiß gegen Jos’ von einem Handschuh geschützte Finger. Er fluchte.

»Hey, ich hätte da eine Idee: Wäre vielleicht irgendjemand, der gerade nichts Besseres zu tun hat, so freundlich, diese Blutung mit einem Druckfeld zu stillen?«

»Der Druckgenerator ist mal wieder kaputt, Doc.«

Der republikanische Militärchirurg Jos Vondar wandte den Blick von dem blutigen Operationsfeld ab, das die offene Brust des Klonsoldaten darstellte, und schaute zu Tolk, seinerOP-Schwester, hinüber. »Natürlich ist er das«, meinte er. »Was ist, hat unser Medidroide vielleicht Urlaub? Wie soll ich diese Rankgraspaffer ohne funktionstüchtige medizinische Ausrüstung wieder zusammenflicken?«

Tolk le Trene, eine Lorrdianerin, die seine Laune mit derselben Leichtigkeit zu lesen vermochte wie die meisten empfindungsfähigen Lebewesen eine Karte, sagte nichts laut, doch ihr spitzer Blick war deutlich genug:Hey, ichhab ihn nicht kaputt gemacht!

Mit einiger Mühe zügelte Jos sein Temperament. »In Ordnung. Verpassen Sie ihm eine Aderklemme! Wir haben doch noch Hämostate, oder?«

Doch sie war schneller als er, schloss die Stahlklammer bereits um das gerissene Blutgefäß und benutzte einen Hämoschwamm, um das Blut aufzusaugen und das Blickfeld zu säubern. Die Soldaten dieser Einheit waren zu dicht an einer Granate gewesen, als diese explodiert war, und die Brust des Trupplers war von einer vollen Ladung Schrapnell zerfetzt worden. Das jüngste Gefecht im Knallbaumwald war übel gewesen – vor Ende der Nacht würden die Medibergetransporter mit Sicherheit noch mehr Verwundete herbringen, zusätzlich zu denen, die bereits hier waren.

»Ist es hier drin so heiß, oder liegt das bloß an mir?«

Eine der im Kreis umhergehenden Schwestern wischte Jos die Stirn ab, um zu verhindern, dass ihm der Schweiß in die Augen lief. »Die Luftkühler sind schon wieder außer Betrieb«, sagte sie. Jos antwortete nicht. Auf einem zivilisierten Planeten hätte er sich Schweißstopper ins Gesicht gesprüht, bevor er zu operieren begann, doch wie an allem anderen – einschließlich ruhiger Gemüter – herrschte hier auf Drongar auch daran ein akuter Mangel. Selbst jetzt, gegen Mitternacht, war die Temperatur draußen noch immer etwa so hoch wie die menschliche Körpertemperatur – morgen würde sie höher sein als die eines wollüstigen H’nemthe. Die Luft würde feuchter sein und noch ärger stinken. Schon zu den besten Zeiten war dies bereits eine wirklich hässliche Welt. Jetzt, wo hier ein Krieg tobte, war es noch viel schlimmer. Nicht zum ersten Mal fragte sich Jos, welcher hochrangige republikanische Beamte so nachlässig beschlossen hatte, se