2. Teil
von Michael A. Stackpole
Hal Horn seufzte schwer, als der Mitarbeiter der Sicherheitsbehörde von Darkknell seine Ausweiskarte, die Reisegenehmigungen und die Haftbefehle studierte, die er mit sich führte. Hal hatte den Eindruck, dass inzwischen sämtliche Beamten von Xakrea diese Unterlagen mit einer Gründlichkeit studiert hatten, als wollten sie die Daten digitalisieren und direkt in ihre Gehirne überspielen. Er hatte Darkknell und insbesondere die Stadt Xakrea aufgesucht, weil die legendäre Detailverliebtheit der hiesigen Beamten und ihre Aversion gegenüber jeglicher Unordnung sie zu natürlichen Verbündeten bei seiner Suche nach Moranda Savich machten.
Jetzt bin ich mir dessen nicht mehr sicher, dachte Hal und blickte auf den Mann hinab, der kleiner und schmächtiger gebaut war als er. »Ich glaube, Sie haben längst erkannt, dass all meine Papiere in Ordnung sind, Colonel Nyroska. Ich möchte nur, dass Sie Ihre Kollegen informieren, nach der von mir gesuchten Person Ausschau zu halten, falls sie versuchen sollte, den Planeten zu verlassen.«
Nyroska kniff leicht die dunklen Augen zusammen. »Ihnen ist natürlich bewusst, Inspektor Horn, dass Sie hier keinerlei Verfügungsgewalt haben.«
»Das weiß ich durchaus, aber...«
»Und wir sind durchaus bereit, mit Kollegen von anderen Polizeibehörden zusammenzuarbeiten. Aber die Tage sind vorbei, in denen die Jedis hierhin und dorthin reisen konnten, um Schurken zu jagen und an Ort und Stelle gnadenlose Urteile zu fällen. Die Lichtschwertgerechtigkeit gehört der Vergangenheit an.«
»Ich verstehe, Colonel.« Hal drehte sich ein Stück zur Seite, damit seine Körpermasse nicht mehr ganz so bedrohlich auf den Xakreaner wirkte. »Ich habe gemäß Ihren Vorschriften nach der Landung auf dem Planeten meinen Blaster