: Paul S. Kemp
: Star Wars. Gegenwind Gegenwind
: Blanvalet
: 9783641078119
: 1
: CHF 7.10
:
: Science Fiction
: German
: 512
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Allein gegen einen übermächtigen Feind
Eine Vision der Macht führt den Jedi-Ritter Jaden Korr in die Unbekannten Regionen. Hier soll etwas geschehen, das Luke Skywalkers Hoffnung auf Frieden für immer vernichten kann. Und tatsächlich! Ein uraltes Schiff der Sith taucht aus der Vergangenheit auf. An Bord befindet sich eine große Einheit der Sith - und ein Mineral, das sie nahezu unbesiegbar macht! Jaden Korrs einzige Hoffnung auf Sieg ist ein Sith-Lord, der von sich behauptet, der hellen Seite der Macht zu dienen ...

Paul S. Kemp ist ein Autor bekannterStar-Wars- undForgotten-Realms-Ro ane. Er arbeitet und lebt mit seiner Frau, seinen Zwillingen und mehreren Katzen in Grosse Pointe, Michigan.

1. Kapitel

DIE VERGANGENHEIT – 5000 JAHRE VOR DER SCHLACHT VON YAVIN

Der größte der Monde von PhaegonIII verglühte unter der gnadenlosen Kanonade der vierundsechzig speziell ausgerüsteten Kreuzer. Diese Schiffe waren kaum mehr als gewaltige Waffen, eingepackt in dicke Stahlplatten und mit gerade genug Schaltkreisen und Elektronik, um sie von einem Ort zum nächsten zu bringen. Ihre silberglänzenden Umrisse bewegten sich in präziser Formation durch die Schwärze des Alls, während sie einen beständigen Strom gleißender Vernichtung spien. Dass der Anblick imposant war, überraschte Saes nicht – dass er etwas Ästhetisches, Schönes an sich hatte allerdings schon. Wie, fragte er sich, konnte so unvorstellbare Verwüstung nur in so bezaubernden, warmen Farben erstrahlen?

Schillernde Plasmablitze zuckten vom Bug eines jeden Kreuzers auf den dichtbewaldeten Mond hinab, wo sie ein engmaschiges Netz aus Vernichtung und Qual woben. Das tiefe Grün leuchtete auf, verwandelte sich in loderndes Rot und verkümmerte dann zu einem verkohlten Schwarz. Eine dunkle Wolke aus Qualm und Staub breitete sich einem Leichentuch gleich in der Atmosphäre aus, und sie wurde rasch größer, als die Schiffe ihren Beschuss fortsetzten und die Oberfläche des Trabanten systematisch verdampften.

Das grelle Lodern füllte die Sichtfenster derHerold, und im Vergleich dazu verblasste der Schein der Sonne, die wie ein orangefarbener Lampion im Zentrum des Systems hing. Abgesehen vom gelegentlichen Piepsen eines Droiden und ein paar geflüsterten Worten ging die Brückenbesatzung ihrer Arbeit schweigend nach, und die Augen der Männer und Frauen wanderten zwischen ihren Instrumenten und den Sichtfenstern hin und her. Aus den Lautsprechern ertönten die Funksprüche der anderen Kreuzer – Meldungen, die vom planmäßigen Verlauf der Operation kündeten und sich zu einem optimistischen Summen vermengten. Die ruhige Atmosphäre auf der Brücke bildete einen krassen Gegensatz zum Chaos und der Vernichtung auf dem Mond. Saes’ scharfer Geruchssinn nahm den Schweiß der größtenteils menschlichen Crew wahr, gewürzt mit Adrenalin und Anspannung.

Während er dem Tode des Mondes beiwohnte, musste er unwillkürlich an die Daelfrüchte denken, die er als Kind so oft gegessen hatte. Zahlreiche Nachmittage hatte er damit zugebracht, unter der Sonne seiner Heimatwelt die raue, harte Schale aufzubrechen, um an das süße, weißliche Fruchtfleisch zu gelangen. Das Prinzip, dem diese Operation folgte, war im Grunde dasselbe, nur dass er heute einen ganzen Mond schälte. Und das süße Fruchtfleisch, das unter der baumbedeckten Oberfläche lag, war ein Erz namens Lignan, das sie abbauten, damit es den Sith beim Kampf um