: Kevin J. Anderson
: Star Wars. Sturm über Tatooine
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641077938
: 1
: CHF 11.70
:
: Science Fiction
: German
: 448
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der Spaceport von Mos Eisley auf dem Planeten Tatooine gehört zu den gefährlichsten Plätzen des Universums. Hier trifft sich der Abschaum der Galaxis - Schurken, Söldner, Halsabschneider, Killerdroiden, Waffenhändler und Attentäter. Pangalaktisches Gesindel, das vor nichts zurückschreckt - außer vor Jabba dem Hutt, dem monströsen Despoten, der nichts mehr liebt, als Unschuldige an den blutrünstigen Rancor zu verfüttern.

Sturm über Tatooine - sechzehn Stories mit allem, was Star Wars berühmt gemacht hat: faszinierende Technik, atemberaubende Spannung und nicht zuletzt ein Wiedersehen mit den legendären Figuren aus Krieg der Sterne.

Kevin J. Anderson, geboren 1962 und studierter Physiker, ist einer der meistgelesenen Science-Fiction-Autoren unserer Zeit. Er wurde durch seine »Star-Wars«-Romane und -Anthologien international bekannt. Seine High-Tech-Thriller und »Akte-X«-Romane stürmen die Bestsellerlisten. Die Romanreihe um die »Young Jedi Knights« verfasste er gemeinsam mit seiner Ehefrau Rebecca Moesta. Zuletzt sind von ihm die gefeierte »Saga der Sieben Sonnen« und der Fantasy-Roman »Auf den Schwingen des Drachen« erschienen. Gemeinsam mit Brian Herbert schreibt er Frank Herberts großen »Wüstenplanet«-Zyklus fort.

Wir spielen nicht auf Hochzeiten:Die Geschichte der Band


Kathy Tyers

Der höhlenähnliche, verräucherte Thronsaal von Jabba dem Hutt stank nach verschütteten Rauschmitteln und verschwitzten Körperpanzern. Wächter und Gauner, Tänzerinnen und Kopfgeldjäger, Menschen und Jawas und Weequays und Arconas lagen, wo sie umgefallen waren, zusammengerollt unter den Torbögen oder bunt durcheinandergewürfelt in den nischenförmigen Separées oder überall im Raum verstreut. Die inneren Fallgatter standen sperrangelweit offen.

Nur ein weiteres rauschendes Fest in Jabbas Palast.

Diese Fallgatter stören mich — was ist, wenn man plötzlich verschwinden muß? —, aber sie halten den übelsten Abschaum fern.

Lassen Sie es mich anders ausdrücken. Der übelste Abschaum, Jabba persönlich, bezahlte uns gut. Verbrecherlord, Genießer, Kritiker; sein haarloser, gefleckter Schwanz zuckte im Rhythmus, wenn wir spielten. Nicht in unserem Rhythmus. In seinem.

Wir sind Figrin D’an und die Modalnodi, angesehene Mitglieder der Intergalaktischen Musikervereinigung, und wir sind — oder waren — Jabbas festangestellte Hausband. Ich habe seine Ohren nie gesehen, aber Jabba weiß eine gute Swingband zu schätzen. Er liebt es außerdem, Kredit zu geben und Schmerzen zuzufügen, und er findet beides wesentlich therapeutischer als Musik.

Wir hockten in der Garderobe und packten unsere Hörner ein, während Jabbas Gäste schnarchten. Meine Fizzz — symphonische Erbsenzähler wie Sie würden sie als dorenianischen Beschniquel bezeichnen, aber das ist gequirlter Quark — hatte ich schneller im Koffer verstaut als man braucht, um einen imperialen Inspektor auf den Kopf zu stellen und seine Taschen nach Kreditcoupons zu durchsuchen.

Wir sind Bith. Unsere langen, haarlosen Hälse stellen eine höhere evolutionäre Entwicklungsstufe dar, und unsere Mundfalten sind für Blasinstrumente wie geschaffen. Wir nehmen Geräusche so klar wahr wie andere Spezies Farben.

Unser Bandleader, Figrin D’an, polierte müde sein Kloo-Horn (dahinter verbirgt sich ein Wortspiel, aber man muß schon Bithisch sprechen, um es zu verstehen). Es ist ein Doppelrohrblattinstrument, länger als meins und reicher an Pastellharmonien, aber sein Klang ist nicht so einschmeichelnd. Tedn und Ickabel stritten sich um ihre Fanfarkoffer. Nalan war bereits dabei, die Hornglocken von seinem Bandfill abzunehmen, und Tech — wir sehen für Nichtbith alle gleich aus, aber man kann Tech an seinem glasigen Blick erkennen — saß zusammengesunken an seiner Ommnibox. Die Empfangsschüssel der Ommni war von Gipsstaub und kleinen Mörtelbrocken bedeckt, die während einer näch