: R.A. Salvatore
: Die Saga vom Dunkelelf 3 Der Wächter im Dunkel
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641060312
: Die Saga vom Dunkelelf
: 1
: CHF 2.70
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: Fantasy
: German
: 192
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das mitreißende Epos von Krieg und Frieden, Freundschaft und Verrat, Liebe und Magie ...

R. A. Salvatore wurde 1959 in Massachusetts geboren, wo er auch heute noch lebt. Bereits sein erster Roman »Der gesprungene Kristall« machte ihn bekannt und legte den Grundstein zu seiner weltweit beliebten Romanserie um den Dunkelelf Drizzt Do´Urden. Die Fans lieben Salvatores Bücher vor allem wegen seiner plastischen Schilderungen von Kampfhandlungen.
Belwar(S. 85-86)

Freundschaft: Dieses Wort hat bei den mannigfachen Rassen und Kulturen sowohl des Unterreichs wie denen an der Oberfläche viele verschiedene Bedeutungen gewonnen. In Menzoberranzan wird Freundschaft im allgemeinen aus beiderseitigem Vorteil geboren. Solange beide von dieser Gemeinschaft profitieren, ist sie gefestigt. Aber Loyalität ist keine Regel im Elfenleben, und sobald ein Freund glaubt, daß er ohne den anderen mehr gewinnen wird, wird die Gemeinschaft– und wahrscheinlich das Leben des anderen– zu einem schnellen Ende kommen.

Ich habe in meinem Leben wenige Freunde gehabt, und selbst wenn ich tausend Jahre leben sollte, so glaube ich, daß dies wahr bleiben wird. Aber dies soll beileibe keine Klage sein, denn diejenigen, die mich Freund genannt haben, waren Personen mit Charakter, und sie haben meine Existenz bereichert, ihr Wert gegeben. Da war zuerst Zaknafein, mein Vater und Mentor, der mir zeigte, daß ich nicht allein war und daß ich nicht falsch handelte, wenn ich an meinenÜberzeugungen festhielt. Zaknafein rettete mich vor dem Schwert und vor der chaotischen, bösen und fanatischen Religion, die mein Volk verdammt.

Doch ich war nicht weniger verloren, als ein handloser Tiefengnom in mein Leben trat, ein Svirfrieblin, den ich viele Jahre zuvor vor dem sicheren Tod und vor der gnadenlosen Klinge meines Bruders Dinin gerettet hatte. Meine Tat wurde mir voll vergolten, denn als der Svirfneblin und ich uns wiederbegegneten - dieses Mal war ich in der Gewalt seines Volkes–, wäre ich getötet worden, wenn da nicht Belwar Dissengulp gewesen wäre. Meine Zeit in Blingdenstone, der Stadt der Tiefengnome, war nur eine kurze Spanne in meinem Leben. Ich erinnere mich gut an Belwars Stadt und sein volk und werde das immer tun.

Ihre Gesellschaft war die erste, die ich kennenlernte, die sich auf die Kraft der Gemeinschaft gründet, nicht auf den Wahnsinn egoistischen Strebens. Gemeinsamüberleben die Tiefengnome gegen die Gefahren des feindseligen Unterreichs, schinden sich endlos bei ihrem mühsamen Erzabbau und spielen Spiele, die schwer von jedem anderen Aspekt ihres reichen Lebens unterscheidbar sind. Größer sind geteilte Freuden.


Drizzt Do’Urden