START Gemeinden gründen - von der Vision zur Wirklichkeit
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Marlin Watling
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START Gemeinden gründen - von der Vision zur Wirklichkeit
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SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
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9783417219883
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Vineyard edition
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1
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CHF 3.60
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Religion/Theologie
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German
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176
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kein Kopierschutz/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF/ePUB
Jed s Wochenende besuchen Menschen Gottesdienste, jede Woche treffen sich Christen in Hauskreisen und Dienstgruppen. Doch wo kommen diese her? Auch wenn manche Gemeinden schon sehr lange bestehen, gibt es immer wieder neue Gruppen in unseren Städten und Dörfern. Marlin Watling hat Gemeinden besucht und Gründer befragt. Auf diese Weise hat er fünf 'Zutaten' für eine erfolgreiche Neugründung gefunden. Diese erläutert er mit vielen Beispielen aus der Praxis. Sein Wunsch: Das Gründen von Gemeinden sollte uns nicht schwerer fallen, als eine Kleingruppe zu leiten.
Marlin Watling, 30 Jahre alt, ist Leiter der Vineyard-Gemeinde Heidelberg. Außer mit seiner Frau Carla und seinen drei Kindern beschäftigt er sich gerne mit Musik, den Taten Jesu und den Taten der Bundesliga. Er lebt in Heidelberg und arbeitet in einer Software-Firma.
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Kapitel 5 Evangelisation
(S. 95-96)
Und wie können sie an ihn glauben, wenn sie nie von ihm gehört haben? Und wie können sie von ihm hören, wenn niemand ihnen die Botschaft verkündet?
– Paulus in Römer 6,14 (NLB)
I– Freiburg
Im Frühling 2003 gab es im Süden Deutschlands einen Neuanfang der besonderen Art. Der Freiburger Stadtmissionar Norbert Aufrecht blickte auf ein Jahr voller Diskussionen zurück, in der Hoffnung, seine Vision von einer neuen Gemeinde in der evangelischen Landeskirche zu realisieren. So etwas hatte noch niemand gemacht. Die Kirche in Freiburg gab es schon Jahrhunderte. Die Stadtmission war 1882 gegründet worden und hatte bereitsüber 100 Jahre in der Stadt am Rande des Schwarzwalds gewirkt. Gottesdienste wurden angeboten, das Evangelium verkündet und den Armen der Stadt gedient.
Doch die Pauluskirche lag im Stadtzentrum von Freiburg. Und in der Innenstadt lebten immer weniger Menschen, und diese wenigen traten auch noch immer häufiger aus der Kirche aus. Die Kirche fing an, mehr zu kosten als zu nützen, und stand leider häufig leer. In England werden leere Kirchen verkauft– manchmal werden sie zu Bäckereien oder Pubs umfunktioniert. So etwas geht hier kaum. Die Pauluskirche hatte besonders viel Bedarf an Reparaturen, also legte man sie mit einer Nachbargemeinde zusammen. Und die Kirche sollte dicht bleiben. Doch Norbert Aufrecht und ein paar Kollegen waren die Jahre zuvor in England gewesen. Und dort gab es nicht nur Pubs in Kirchen, sondern auch Bemühungen, die Kirchen neu zu beleben.
Seit 20 Jahren versuchte man, einen Blickwechsel zu vollziehen, und jetzt waren die ersten Früchte zu sehen. Fresh Expressions nannte sich diese Bewegung. Und sie führte zu neuen Gründungen und Projekten im kirchlichen Rahmen. Warum so was nicht in Freiburg machen? DieÜberlegungen führten zu Gesprächen mit der Landeskirche. Am Anfang gab es 15 Leute, die mitmachen wollten. Sie waren evangelisch geprägt und wollten keine Freikirche gründen– was bisher die einzige Möglichkeit gewesen war, etwas Neues anzufangen.
Es gab ein Kirchgebäude und glücklicherweise auch einen Bischof, der von Willow Creek beeinflusst war. Die Idee war dann: Wir gründen eine evangelische Gemeinde und erreichen alle, die nicht von der traditionellen Kirche erreicht werden, zum Beispiel Studenten und Menschen unter 60. Rechtlich war das gar nicht einfach, weil jede evangelische Gemeinde jeweils für ein bestimmtes Gebiet zuständig ist. Nun wollte man eine Zielgruppe ansprechen und nicht für ein Gebiet da sein. Mit etwas Hilfe und einer Anschubfinanzierung durch die Stadtmission starteten dann 2003 Aufrecht& Co. in Freiburg mit der Arbeit."
Cover
1
Einleitung
8
Warum gründen?
12
1. Klarheit I
32
2. Klarheit II
40
3. Teamwork
56
4. Plan
76
5. Evangelisation
96
6. Empowerment
122
Anhang: Übungen und Anwendung
144
Anmerkungen
170
Werbung
174