: Celeste Bradley
: Brennende Sehnsucht Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641042295
: 1
: CHF 2.70
:
: Erzählende Literatur
: German
: 400
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Celeste Bradley ist die Königin des amüsanten historischen Liebesromans!

Die zauberhafte Pfarrerstochter Phoebe Millbury ist fest entschlossen, sich einen Herzog zu angeln. Auf einem Fest begegnet sie dem verruchten, aber unverschämt gutaussehenden Lord Rafe Marbrook, der ihr Herz in Flammen setzt. Doch durch eine schreckliche Verwechslung akzeptiert Phoebe den Antrag seines Bruders …

Celeste Bradley, 1964 in Virginia geboren, lebt am Fuße der Sierra Nevada in Nordkalifornien. Sie ist mit einem Journalisten verheiratet und hat zwei Töchter. Bevor sie 1999 ihren ersten Roman veröffentlichte, arbeitete sie als Schauspielerin, doch ihre wahre Leidenschaft ist das Schreiben. Preisgekrönt, u. a. mit dem RITA Award für besonders herausragende Liebesromane, gehört dieNew York Times-Bestsellerautorin inzwischen zu den heiß geliebten Stars des Genres.

Erstes Kapitel


England, 1815
Wahrscheinlich bedeutete es nichts Gutes, aber als Miss Phoebe Millbury, die wohlerzogene Tochter eines Vikars, dem Mann ihrer Träume begegnete, war das erste Körperteil, in das sie sich verliebte, sein Hintern.
Bis zu jenem Moment war der luxuriöse Ballsaal voller bunt gekleideter Tänzer ein Traum, allerdings kein ausgesprochen schöner. Phoebe bewegte sich durch die fremde Umgebung ihres ersten Gesellschaftsballs, als berührten ihre Füße kaum den Boden, so unwirklich wie ein Geist und ebenso unbemerkt. Was hatte sie in dieser glitzernden Welt der oberen Tausend zu suchen?
Geh nach London und angle dir einen Herzog, hatte der Vikar zu ihr gesagt.Erfülle den letzten Wunsch deiner sterbenden Mutter.
Als wäre das so einfach.
Und pass auf, dass es nicht wieder passiert. Oh, der Vikar hatte es nicht laut ausgesprochen, aber sie hatte es dennoch klar und deutlich in seinen Augen lesen können. Sie musste jederzeit den Anstand wahren, sich fügen und vernünftig und bescheiden sein, wie sie es jetzt schon seit vielen Jahren war. Niemals wieder durfte sie jenen unglückseligen Pfad einschlagen.
Was ihr nicht gerade viele Möglichkeiten ließ, die Aufmerksamkeit des vorher genannten Herzogs zu gewinnen. Ihre Kleider waren gut genug für ein Landei, das seine Runde unter den Kranken und Alten des Dorfes machte, oder auch für einen Tanz im örtlichen Bürgerhaus – nicht dass sie es jemals gewagt hätte, unter dem wachsamen Blick des Vikars zu tanzen -, aber sie konnten es nicht mit der kostbaren Londoner Mode aufnehmen, die von fast jeder anderen Dame im Raum getragen wurde.
Außerdem war sie keine schlanke Schönheit wie ihre Cousine Deirdre oder selbst ihre verwitwete Tante Tessa. Sie hatte es bisher noch nie nötig gehabt, sich um ihr Aussehen zu kümmern, erinnerte sie sich, dabei hatte sie in dieser Hinsicht viel mehr Glück als andere. Sie warf einen raschen Blick auf die andere Seite des Ballsaals, wo ihre andere Cousine, die unscheinbare Miss Sophie Blake, gerade auf einem jener Stühle Platz nahm, die inoffiziell für jene jungen Frauen reserviert waren, die niemals tanzen würden.
Angle dir einen Herzog. Damit würde ein Traum wahr werden – was nicht einer gewissen Ironie entbehrte, denn es war hauptsächlic