: Thomas Schmid
: Die Wilden Küken 3. Endlich Ferien! Band 3
: Dressler Verlag GmbH
: 9783862727636
: Die Wilden Küken
: 1
: CHF 5.40
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 256
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Bella Italia! Sommer, Sonne und Amore Endlich Ferien! Die Wilden Küken sind neidisch, denn die Olme fahren an den Bodensee zum Surfen. Doch dann werden die vier von Bobs Verwandtschaft nach Italien eingeladen. Jetzt erwarten sie Sommer, Sonne und Meer. Und es wird aufregend: Als plötzlich die Olme auftauchen, kommt es zu einem Wettstreit zwischen Ole und Lillis Schwarm Fernando, bei dem es richtig gefährlich für die beiden wird. So hatte Lilli sich das nicht vorgestellt! Der dritte Band der Erfolgsserie um beste Freundinnen und Bandenabenteuer. Nach Motiven von Cornelia Funkes 'Die Wilden Hühner'.

Thomas Schmid, 1960 in Landshut/Bayern geboren, wollte als Kind entweder Stuntman oder Schriftsteller werden. Dann studierte er Literatur-, Theater- und Kommunikationswissenschaften und ist heute als freier Autor tätig. Außer Büchern für Kinder und Jugendliche schreibt er auch Drehbücher fürs Fernsehen, u.a. für 'Marienhof', und für den Hörfunk, u.a. für das satirische Kindermagazin 'Sonntagshuhn' des Bayerischen Rundfunks. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Niederbayern.

Der Fahrtwind strich durch Lillis Haare. Sie legte sich in die Kurve und trat in die Pedale. Durch die Sonnenbrille sah die Welt seltsam fremd und vertraut zugleich aus. Entfernt schlug die Turmuhr und Lilli beschleunigte ihr Tempo. Die etwas zu große Brille rutschte auf Lillis Nase und ein Streifen grelles Tageslicht stach ihr in die Augen. Lilli streckte den Arm aus und bog ab Richtung Sportzentrum. Sie überquerte den abgeflachten Bordstein, fuhr die abschüssige Zufahrt hinunter und bremste mit pfeifendem Hinterreifen.

»Na endlich!« Bob und Very grinsten Lilli an.

Keine Handbreit vor ihnen sprang Lilli völlig aus der Puste vom Fahrrad. »Wo ist denn Enya?«

»Hier!« Enya schlängelte sich zwischen den Fahrradständern hindurch. »Die Räder der Jungs sind jedenfalls alle drei da!«

Wie vor jeder Geheimaktion derWilden Küken fragte Lilli zuerst nach dem Passwort.

»Camouflage!«, antworteten Very und Enya wie aus einem Mund.

Nur Bob schüttelte etwas genervt den Kopf. »Mamma mia, Oberküken! Du und deine Passwörter!« Aber Lilli schaute Bob nur auffordernd an.»Camouflage«, sagte Bob und verdrehte die Augen. »Was heißt denn das überhaupt?«

»Tarnung!« Enya holte ein paar Haarklammern aus der Hosentasche und steckte sich ihre schwarzen Haare hoch.

Very klopfte auf ihre Armbanduhr. »Das Basketballspiel endet in zehn Minuten!«

»Gelatino meinte gestern, es gibt sicher keine Verlängerung«, bemerkte Bob. »Und der muss es ja wissen, schließlich ist er der Schiedsrichter.«

Lilli kettete eilig ihr Fahrrad neben den Rädern ihrer Freundinnen an den Zaun.

»Hey, Lilli!« Very grinste. »Coole Sonnenbrille, übrigens!«

»Die gehört meinem Dad.« Lilli blickte zu Enya. »Und? Hast du die Sachen?«

»Alles dadrin.« Enya schnallte eine prall gefüllte Sporttasche von ihrem Gepäckträger. »Fragt sich nur …«, ihr Blick wanderte über die vielen parkenden Autos, »wo wir uns umziehen.«

»Vielleicht dahinten?«, schlug Bob vor und zeigte auf die Büsche hinter einer Parkbank. »Oder in der Telefonzelle da drüben?«

»Ich zieh mich doch nicht hier draußen in freier Wildbahn um.« Very tippte sich an die Stirn.

»Hier lang«, entschied Lilli und drückte die Tür zum Sportzentrum auf.

DieWilden Küken folgten dem Korridor und verschwanden in der nächsten Damentoilette.

Enya öffnete ihre Sporttasche. »Ich hab den halben Kleiderschrank von meinem Bruder dabei.« Sie reichte Very eine schwarze Strickmütze, warf Bob eine abgewetzte Lederjacke über die Schulter und drückte Lilli eine tarnfarbene Cargohose in die Hand.

»Pscht.« Lilli legte den Finger an die Lippen. »Da kommt jemand!«

Wie auf Kommando zwängten sich alle vierWilden Küken zusammen in eine Klokabine.

Von draußen hörte man zwei Frauen kurz miteinander reden und das Geräusch eines laufenden Wasserhahns.

Very hielt Lilli ihre Armbanduhr unter die Augen. Das Basketballspiel endete gleich. Wenn sie dieGrottenolme noch rechtzeitig abfangen wollten, mussten sie sich beeilen. Hastig nestelten dieWilden Küken an Knöpfen, Reißverschlüssen und Gürteln. Eingeklemmt zwischen Verys spitzer Schulter und Bobs verschwitztem Kopf, versuchte Lilli gerade, Rücken an Rücken mit Enya, ihren Arm in den Ärme