: Angelika Zacher
: Grenzwissen - Wissensgrenzen Raumstruktur und Wissensorganisation im Alexanderroman Ulrichs von Etzenbach
: S.Hirzel Verlag
: 9783777617565
: Literaturen und Künste der Vormoderne
: 1
: CHF 44.20
:
: Sprach- und Literaturwissenschaft
: German
: 319
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Alexanderromane erzählen nicht nur die Geschichte eines großen Feldherrn, sondern bieten mit Alexanders Zug in den Orient eine Projektionsfläche für das mittelalterliche Interesse am Erkunden und Erfinden. Im Orient begegnet Alexander Wundern und Wundervölkern, erbaut ein Unterwasserboot und steigt mit einem Greifengefährt in den Himmel. Die Orientepisoden setzen sich aus einem Potpourri an ethnographischem, geographischem, technischem und zoologischem Wissen teils fabulöser, teils traditioneller, teils historischer oder imaginativer Art zusammen. Viele Alexanderromane versuchen allerdings, die Wunder des Orients zu regulieren. Eine Ausnahme bildet der Text Ulrichs von Etzenbach. Er schöpft das durch den Alexanderstoff vermittelte Wissen von Wundern und technischen Imaginationen möglichst vollständig aus. Seine unkonventionelle Gestaltung des poetischen Raums resultiert in einer Öffnung des Textes für das Orientwissen. Der sich durch Reiseberichte wie z.B. eines Marco Polos bereits ankündigende Wissenswandel hin zur Frühen Neuzeit wird dabei teilweise vorweggenommen.
Danksagung6
Zusammenfassung8
INHALTSVERZEICHNIS10
1. PRÄLIMINARIEN12
1.1. STOFFGESCHICHTE13
1.2. FORSCHUNGSGESCHICHTE19
1.3. PERSPEKTIVEN UND AUFBAU DIESER ARBEIT22
1.4. METHODIK25
2. GRENZWISSEN28
2.1. GRENZEN UND RÄUME29
2.1.1. Horizontale Grenzu?berschreitungen29
2.1.2. Semantisierte Räume57
2.1.3. Vertikale Grenzu?berschreitungen67
2.1.4. Säulensetzung – Vom Grenzwissen zur Wissensgrenze86
2.1.5. Die vielen Seiten der Alexanderfigur92
2.2. STRUKTURANALYSE99
2.2.1. Begriffliche Definitionen und methodische Erläuterungen99
2.2.2. Sonnen- und Mondbaumepisode: erster Teil104
2.2.3. Paradiesfahrten108
2.2.4. Die Sonnen- und Mondbaumepisode: zweiter Teil129
2.2.5. Gliederung des zehnten Buchs135
3. WISSENSORGANISATION144
3.1. WUNDER147
3.1.1. Wunder – historische Herleitung148
3.1.2. Herkunft und Lokalisierung des paradoxographischen Wissens153
3.1.3. Rezeption der Wunder des Ostens im 13. Jahrhundert160
3.2. WUNDER IM ALEXANDERROMAN ULRICHS VON ETZENBACH161
3.2.1. Das allgemeine Verständnis von wundern im UAR162
3.2.2. Organisationsprinzip der Wunderepisoden168
3.2.3. Ulrichs Umgestaltungen im Grundkorpus der Wunderepisoden173
3.2.4. Die Vervollständigung der Wunder des Ostens durch Ulrich174
3.3. WISSENSTRANSFER182
3.3.1. Plausibilisierung und Ausschmu?ckung der mirabilia182
3.3.2. Sammeln185
3.3.3. Behandlung von mirabilia in vergleichbarer mittelhochdeutscher Dichtung191
3.3.4. Alexander als Spiegel des Rezipienten198
3.4. WISSENSTRADIERUNG200
3.4.1. Absicherung des Beobachtungswissens durch Buchwissen201
3.4.2. Autoritätenlegitimation205
3.4.3. Konsultation von Einheimischen207
3.4.4. Schriftlichkeit209
4. WISSENSGRENZEN UND WISSENSWANDEL216
4.1. CURIOSITAS: DIE GREIFENFAHRT – EIN INTERPRETATIONSMUSTER217
4.1.1. Forschungsgeschichte zum Luftfahrtmotiv217
4.1.2. Interpretation220
4.1.3. Vergleich des Greifenflugs bei Ulrich und Jans Enikel. Illustrationen236
4.1.4. Mentalitätswandel – Vom Niedergang des Greifenflugmotivs243
4.2. ENZYKLOPÄDIK246
4.2.1. Geschichte, Inhalt und Forschung247
4.2.2. Umbruch im 13. Jahrhundert250
4.2.3. Engfu?hrung Enzyklopädien/UAR252
4.3. ZWISCHEN TRADITION UND EMPIRIE: MONGOLENSTÜRME267
4.4. SITZ IM LEBEN. INSZENIERUNGS- UND FASZINATIONSTYP274
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK280
ANHANG290
HILFSMITTEL290
PRIMÄRLITERATUR291
SEKUNDÄRLITERATUR293
ABBILDUNGSVERZEICHNIS319
Karte320