Dr. Katja König - Das fremde Herz Arztroman
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Nicole Amrein
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Dr. Katja König - Das fremde Herz Arztroman
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Blanvalet Taschenbuch Verlag
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9783641014599
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1
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CHF 6.20
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Erzählende Literatur
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German
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192
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Wasserzeichen/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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ePUB/PDF
Dramatisch, spannend und romantisch: Der Arztroman der neuen Generation!
Beim Elternabend vor den Sommerferien erfährt Bruno Bauer, der Verwaltungsdirektor der Klinik am Park, dass die Mutter eines Schulfreunds seines Sohnes Paul herzkrank ist. Er empfiehlt ihr, sich doch an Dr. Katja König zu wenden. Bei der Untersuchung stellt sich heraus, dass Therese Kleins Gesundheitszustand dramatisch ist: Sollte sie kein Spenderherz bekommen, so hat sie nur noch zwei Jahre zu leben …
Nicole Amrein, 1970 in Bern geboren, war als Fernsehmoderatorin, Journalistin und Chefredakteurin bei diversen Magazinen tätig. Mit ihrem Erstling"Die Pfundsfrau" landete sie auf Anhieb einen Bestseller. Es folgten Arztromanserien und Frauenromane sowie zahlreiche Kurzgeschichten für Zeitschriften. Die Serie"Dr. Katja König" hat in der Schweiz bereits eine riesige Fangemeinde; die Filmrechte in Deutschland sind bereits verkauft. Nicole Amrein lebt mit ihrem Mann im Kanton Zug und in der Südschweiz.
(S. 105-107)
Später an diesem Vormittag – Nanes Vater hatte sich von seinem Arbeitgeber für die nächsten Tage beurlauben lassen – wurde das Ehepaar Thaler zu einem Gespräch ins Büro des Professors gebeten. Anhand eines Modells wollte Ludwig Winter ihnen erklären, was bei ihrer Tochter das Problem war – »nämlich die Konstruktion unseres Gehirns«. Dabei, so der Professor, handle es sich um den einzigen größeren Körperteil des Menschen, der fast vollständig von Knochen umgeben sei. »Einerseits brauchen wir diesen besonderen Schutz, andererseits ist er aber auch gefährlich, weil es, so wie bei Ihrer Tochter, durch Wasseransammlungen zu einer Einklemmung des Gehirns kommen kann.«
Nanes Vater wies auf die Drainage hin, glaubte, dass durch den gelegten Schlauch die erwähnte Gefahr nun gebannt sei. »Leider nur zum Teil«, entgegnete der Professor. »Ich würde Ihnen gerne eine bessere Prognose abgeben, aber wir müssen uns auf ein lange andauerndes Koma einstellen, im schlimmsten Fall sogar…« »Nane stirbt nicht«, trotzte die Mutter, während sie sich an der Tüte mit den Kleidern festhielt.
»Sie kennen meine Tochter nicht, Herr Professor. Nane schaut zwar zart aus, aber vom Wesen her ist sie unglaublich robust. Nicht wahr, Xaver? Weißt du noch, wie sie vor drei Jahren mit einer Magen-Darm-Grippe an einem Ski-Rennen teilgenommen hat und trotz neununddreißig Grad Fieber Zweite geworden ist?« Und ob Xaver Thaler sich erinnerte. Auch daran, dass Nane von einer Lawine verschüttet worden war und sich nur mit der Kraft ihrer Hände wieder hatte befreien können. »Sehen Sie«, rief die Frau wie zum Beweis. »Nane hat einen besonderen Schutzengel. Es kann nicht sein, dass der sie so plötzlich verlässt.«
Der Professor wünschte es der jungen Patientin ebenso wie ihren Eltern. Die hatten Nane noch nicht einmal zu ihrem bestandenen Examen gratulieren können. Das Schriftstück, wonach Christiane Thaler nun diplomierte Sportwissenschaftlerin war, fand ihr Vater nach der Unterredung mit Professor Ludwig Winter in ihrem Rucksack. Typisch Nane: Sie hatte das vom Minister unterschriebene Dokument mehrmals gefaltet und lieblos in eine der Außentaschen gepackt, zusammen mit einem Paar Sportsocken und zwei Energieriegeln.
Xaver Thaler wäre auch nicht verwundert gewesen, wenn seine Tochter das Papier zum Einwickeln von Grillwürsten gebraucht hätte. Nane legte nun mal keinen Wert auf Titel, nicht wie ihr Vater, der sein Buchhalterdiplom im Büro hängen hatte. Er war stolz auf das offizielle Papier, schließlich hatte er vier Jahre lang auf diesen Abschluss hingearbeitet. Obwohl es ihm stets lieber gewesen wäre, Nane hätte, wie er, was Handfestes gelernt, zum Beispiel Bankkauffrau, empfand er dennoch Stolz beim Be trachten der Urkunde.
Ungeachtet ihrer Bewusstlosigkeit wollte er dies seiner Tochter mitteilen – und Nane gleichzeitig auffordern weiterzukämpfen, damit sie ihm, dem eingefleischten Langläufer, doch noch das Skifahren beibringen konnte. »Mutter und ich kommen dich im Winter in der Schweiz besuchen. Dann gibst du uns tagsüber Privatstunden und abends gehen wir zusammen essen. Meinetwegen auch Käsefondue, das magst du doch so gerne.«
Chapter 1
6
Chapter 2
13
Chapter 3
17
Chapter 4
23
Chapter 5
26
Chapter 6
31
Chapter 7
36
Chapter 8
43
Chapter 10
55
Chapter 11
58
Chapter 12
63
Chapter 13
74
Chapter 14
77
Chapter 15
80
Chapter 16
83
Chapter 17
86
Chapter 18
90
Chapter 19
95
Chapter 20
99
Chapter 21
100
Chapter 22
104
Chapter 23
106
Chapter 24
110
Chapter 25
114
Chapter 26
119
Chapter 27
123
Chapter 28
127
Chapter 29
131
Chapter 30
133
Chapter 31
137
Chapter 32
139
Chapter 33
140
Chapter 34
144
Chapter 35
147
Chapter 36
148
Chapter 37
149
Chapter 38
152
Chapter 39
157
Chapter 40
159
Chapter 41
165
Chapter 42
167
Chapter 43
175
Chapter 44
176
Chapter 45
187
Chapter 46
189
Chapter 47
191